Beiträge von MECKY23. 8.

    Hallo.

    Ich kann zum Thema Abschied auch bissel was sagen. Ich habe viele Menschen in der palliativ Pflege sterben sehen. Ich habe viele Gespräche geführt mit den Sterbenden und auch mit den Angehörigen. Oft können die Sterbenden nicht "gehen" /"einschlafen" solange die Angehörigen am Bett sitzen, ich versuchte immer den Raum/ die Gelegenheit für die Sterbenden zu schaffen. Ich schickte die Angehörigen an die Frische Luft oder mal in die Cafeteria oder manch einer ist eingeschlafen als der Angehörige nur mal schnell auf Toilette war. Ich kann euch definitiv sagen, jeder stirbt anders, jeder nimmt anders Abschied, dass ich such gut so. Meine Erfahrung hat mir gezeigt egal wie sehr die Menschen gegen den Tod kämpfen, umso zufriedener sehen sie dann aus. Gut ist, dass heut zutage niemand mehr leiden muss! Ich habe meine Arbeit immer gern gemacht!

    Hallo Karo,

    dass ist ein hartes Schicksal. Dein Mann hat sicher gekämpft und alle haben gehofft. Ja jemanden so dahin "sterben" zu sehen ist schwer, schwer zu ertragen und schwer auszuhalten. Doch niemand weiß wo uns der Weg hinführt!

    Ja das ganze aushalten zu müssen ist manchmal fast unerträglich. Und dennoch unser Leben geht weiter, irgendwie. Anfangs machte ich mir Vorwürfe etwas falsch gemacht zu haben ja schier versagt zu haben! Es war für mich schwer es zu akzeptieren, dass ich ihn in diesen Moment am Leben gehalten habe und keine andere Chance hatte. Auf Arbeit gerate ich immer wieder an meine Grenzen wenn ich reanimieren muss, ich bekomme regelrechte Panikattacken und versuche die dann irgendwie zu ignorieren und einfach zu funktionieren.


    LG Mecky

    Hallo. Ich bin neu hier, dennoch hoffe ich, es gibt da jemanden der mich versteht, mir helfen kann. Ich fange einfach mal an.

    Im August letzten Jahres war ich mit meinem Freund auf dem Polterabend meiner Cousine. Wir feierten ausgiebig, da ich mit beim aufräumen helfen wollte schliefen wir bei Ihnen. Wir gingen um eins ins Bett. Gegen um hörte ich Klingeln und Klopfen...."Hilfe, wir brauchen einen Notarzt", da ich Krankenschwester bin, rannte ich so wie ich war sofort los. Draußen angekommen, sah ich meinen Onkel 47 Jahre am Boden sitzen, mir wurde mitgeteilt, dass ihn eine Hornisse gestochen hat (war schon mal vor 2 Jahren passiert, damals wurde angeblich keine Allergie festgestellt). Ich rief sofort den Notarzt da war es genau 4:10 Uhr....im selben Moment wurde er ohnmächtig. Er fiel um atmete noch...wir drehten ihn in die stabile Seitenlage...kurze Zeit später war nichts mehr....sofort begann ich mit der Herz-Druckmassage und ein Kumpel versuchte ihn zu beatmen. Nach paar Minuten ging keine Luft mehr rein...alles war zugeschwollen. Inzwischen war es 4:26 Uhr und kein Rettungsdienst zu sehen! Also rief der Bräutigam nochmal bei der Leistestelle an und bekam nur als Antwort sie seien unterwegs. Ich gab mein bestes....drückte weiter. Kurz nach halb 5 kam endlich ein Rettungswagen. Zwei Sanitäter an Bord....einer hatte seine Lesebrille nicht mit, konnte also nicht lesen was auf den Ampullen stand, der Andere schien neu zu sein, kannte sich nicht aus. Ich schrie ihn an, er soll mich abwechseln. Und ich zog die Ampullen auf und bereitet Infusionen vor während der andere nen Zugang legte. Dann kam die Notärztin dazu...nach gut einer Stunde war er dann endlich transportfähig! Als der Rettungswagen weggefahren war bin ich dann zusammengebrochen. Mein Onkel lag dann im Koma, ich nicht mehr erwacht, wurde nach 5 Tagen für Hirntot erklärt und wir ließen die Maschinen abschalten.

    Seit dem kämpfe ich mich durch meine Gefühlswelt zwischen Schuldgefühlen und dem Trauerschmerz. Manche Tage habe ich das Gefühl ich funktioniere nur noch, drohe in der Trauer zu ersticken. Von jetzt aus gleich hat es mir den Boden unter den Füßen komplett weggezogen.

    Jetzt nach der Zeit tut es immer noch so weh. Er fehlt mir so, er war mein Lieblingsonkel, sind nur knapp 10 Jahre auseinander. Er is quassi wie ein Bruder für mich gewesen, da meine Großeltern so zeitig gestorben sind, war er viel bei uns. Warum ist da Schicksal so grausam!?

    Hallo. Ich bin neu hier, dennoch hoffe ich es gibt da jemanden der mich versteht, mir helfen kann. Ich fange einfach mal an.

    Im August letzten Jahres war ich mit meinem Freund auf dem Polterabend meiner Cousine. Wir feierten ausgiebig, da ich mit beim aufräumen helfen wollte schliefen wir bei Ihnen. Wir gingen gehen um eins ins Bett. Gegen um hörte ich Klingeln und Klopfen...."Hilfe, wir brauchen einen Notarzt", da ich Krankenschwester bin, rannte ich so wie ich war sofort los. Draußen angekommen, sah ich meinen Onkel 47 Jahre am Boden sitzen, mir wurde mitgeteilt, dass ihn eine Hornisse gestochen hat (war schon mal vor 2 Jahren passiert, damals wurde angeblich keine Allergie festgestellt). Ich rief sofort den Notarzt da war es genau 4:10 Uhr....im selben Moment wurde er ohnmächtig. Er fiel um atmete noch...wir drehten ihn in die stabile Seitenlage...kurze Zeit später war nichts mehr....sofort begann ich mit der Herz-Druckmassage und ein Kumpel versuchte ihn zu beatmen. Nach paar Minuten ging keine Luft mehr rein...alles war zugeschwollen. Inzwischen war es 4:26 Uhr und kein Rettungsdienst zu sehen! Also rief der Bräutigam nochmal bei der Leistestelle an und bekam nur als Antwort sie seien unterwegs. Ich gab ein bestes....drückte weiter. Kurz nach halb 5 kam endlich ein Rettungswagen. Zwei Sanitäter an Bord....einer hatte seine Lesebrille nicht mit, konnte also nicht lesen was auf den Ampullen stand, der Andere schien neu zu sein, kannte sich nicht aus. Ich schrie ihn an, er soll mich abwechseln. Und ich zog die Ampullen auf und bereitet Infusionen vor während der andere nen Zugang legte. Dann kam die Notärztin dazu...nach gut einer Stunde war er dann endlich transportfähig! Als der Rettungswagen weggefahren war bin ich dann zusammengebrochen. Mein Onkel lag dann im Koma, ich nicht mehr erwacht, wurde nach 5 Tagen für Hirntot erklärt und wir ließen die Maschinen abschalten.

    Seit dem kämpfe ich mich durch meine Gefühlswelt zwischen Schuldgefühlen und dem Trauerschmerz. Manche Tage habe ich das Gefühl ich funktioniere nur noch, drohe in der Trauer zu ersticken. Von jetzt aus gleich hat es mir den Boden unter den Füßen komplett weggezogen.

    Jetzt nach der Zeit tut es immer noch so weh. Er fehlt mir so, er war mein Lieblingsonkel, sind nur knapp 10 Jahre auseinander. Er is quassi wie ein Bruder für mich gewesen, da meine Großeltern so zeitig gestorben sind, war er viel bei uns. Warum ist da Schicksal so grausam!?