Beiträge von MECKY23. 8.

    Hallo Alsa,

    ich hoffe Du hast die Beerdigung relativ gut überstanden und Du hattest liebe Menschen um Dich, die Dir eine stützende Schulter zum Anlehnen/Weinen gegeben haben, die Dir Mut machen und stets für Dich da sind. An so einen Tag ist es wichtig jemanden bei sich zu haben, der einen Halt gibt.

    Ich hatte auch solche Angst davor, Abschied zu nehmen (ich sehe ihn noch an dem Morgen vor mir sitzen schwer atmend, Angst in seinen Augen....plötzlich fiel er um und weg war er)....im Krankenhaus an seinem Bett bin ich zusammen gebrochen....habe ihn Vorwürfe gemacht-es ist nicht fair, sich einfach so ausn Staub zu machen,schließlich habe ich so lange um ihn gekämpft. Als die Maschinen ausgeschaltet wurden...durfte niemand mehr hin und dann war die Staatsanwaltschaft präsent, alles nur weil in Deutschland Insektenstiche nicht als Todesursache anerkannt werden und sie keine Einstichstelle gefunden haben...er hatte die Hornisse höchstwahrscheinlich im Glas.

    Nach hin und her... Erst sollten alle zur Aussage die mit ihm in der Situation zu tun hatten, nur wir standen Schock...war niemand fähig dazu....gab der Staatsanwalt dann nach.

    An seiner Beerdigung nahmen fast 400 Leute teil...er war sehr bekannt und so ein liebenswerter Mensch....es war grausam...bin fast am Grab zusammengebrochen...mein Freund musste mich stützen, wurde dann quassi weggeführt...aber danach ging mir besser...seine Freunde waren alle da es gab so viele tolle Gespräche / Erinnerungen und Fotos von ihm zu erzählen...das tat so gut.

    Ich versuchte dann nach weiteren 2 Wochen endlich wieder ins Leben zurück zu finden, für mein Kind /für meine Familie. NIEMAND MACHTE MIR VORWÜRFE....täglich war jemand da zum reden, zusammen weinen oder schweigen....DAS TAT GUT! Auch meine Freunde und auch meine Kollegen waren stets für mich da. Wichtig ist das es gut tut! Tu das wonach dir ist! Alles kann nichts muss. Ich habe in dieser Zeit viel aufgeschrieben!

    Fühl Dich fest in den Arm genommen!

    Bis bald!

    LG Mecky

    Hallo Alsa! Auch ich möchte Dir mein herzliches Beileid wünschen, außerdem viel Kraft bei der Trauerbewältigung, des Abschied Rahmens und in der Phase der Trauerarbeit.

    Ich habe im August letzten Jahres meinen Lieblingsonkel mit 47 Jahren aufgrund eines anaphylaktischen Schocks nach einem Hornissenstich reanimiert und das auf dem Polterabend meiner Cousine. Ich bin Krankenschwester arbeite auf einer Herzstation, und trotzdem habe ich nach dieser Reanimation an Selbstzweifel und ja habe ich was falsch gemacht gelitten. Ich habe ihn über 20 Minuten reanimiert, der andere Ersthelfer konnte ihm nicht mehr beatmen alles zugeschwollen bis der Rettungsdienst da war, dann kam ins Krankenhaus, dort lebte er noch eine Woche bis er starb. Als sie ihn für Hirntot erklärten bin ich völlig zusammengebrochen. Fühlte eine absolute Leere war zu nichts fähig selbst essen und trinken....nix ging. Ich war im absoluten Schockzustand....es dauerte wirklich Wochen eh ich wieder zu mir selbst fand. War fast 5 Wochen arbeitsunfähig... Ich denke es ist absolut normal nach so einem Schicksalsschlag. Genauso unvorbereitet bist du ja auch in dies Situation gerutscht. In solch einer Situation funktioniert man nur da denkt man nicht nach. Hut ab wie gut du das gemeistert hast...das schafft nicht jeder. Das Leben geht für uns weiter...ein jeder muss das Geschehene verarbeiten und klar kommen damit... Irgendwie!

    Fühl dich gedrückt... Kopf hoch!

    Für mich war wichtig, er musste nicht mehr leiden und vegtiert nicht als Pflegefall irgendwo, denn das wäre nicht er gewesen, dass wolkte er niemals!


    LG Mecky

    Hallo AK.

    Ich habe genau das selbe durch....im letzten Jahr. Mir geht es genau wie dir. Vorwürfe etwas falsch gemacht zu haben oder gar...nicht genug getan zu haben...ist schlimm...ich fühlte danach völlig innere Leere... war kopflos. Konnte anfangs nicht mehr klar denken fühlte mich gelähmt.

    Auch ich musste zu den Ärzten zum Gespräch, zur Kripo und zur Staatsanwaltschaft sollte ich....was Dank eines Anwalts abgeblockt wurde...ich war nicht fähig. Und all das wegen eines verdammten Hornissenstiches. Das Schicksal ist grausam! Warum passierte mir das, warum immer ich... Fragen über Fragen. Nach fast einem dreiviertel Jahr fahren meine Gefühle immer noch absolut Achterbahn... Es fühlt sich komisch an...unser Leben geht weiter während einer meiner wichtigsten Menschen sterben musste. Und ich werde fast täglich mit reanimation auf Arbeit konfrontiert und immer wieder frage ich mich warum konnte nicht damals schnell Hilfe dasein so wie ich es auf Arbeit erlebe, wenn ich laut Notfall rufe...damals hatten wir absolut keine Chance ihn ohne Medikamente zuretten. Aber eine Antwort auf das Warum werde ich NIE bekommen. ;(


    Es tut irgendwann nicht mehr so arg weh!


    LG

    Hallo.

    Ich kann zum Thema Abschied auch bissel was sagen. Ich habe viele Menschen in der palliativ Pflege sterben sehen. Ich habe viele Gespräche geführt mit den Sterbenden und auch mit den Angehörigen. Oft können die Sterbenden nicht "gehen" /"einschlafen" solange die Angehörigen am Bett sitzen, ich versuchte immer den Raum/ die Gelegenheit für die Sterbenden zu schaffen. Ich schickte die Angehörigen an die Frische Luft oder mal in die Cafeteria oder manch einer ist eingeschlafen als der Angehörige nur mal schnell auf Toilette war. Ich kann euch definitiv sagen, jeder stirbt anders, jeder nimmt anders Abschied, dass ich such gut so. Meine Erfahrung hat mir gezeigt egal wie sehr die Menschen gegen den Tod kämpfen, umso zufriedener sehen sie dann aus. Gut ist, dass heut zutage niemand mehr leiden muss! Ich habe meine Arbeit immer gern gemacht!

    Hallo Karo,

    dass ist ein hartes Schicksal. Dein Mann hat sicher gekämpft und alle haben gehofft. Ja jemanden so dahin "sterben" zu sehen ist schwer, schwer zu ertragen und schwer auszuhalten. Doch niemand weiß wo uns der Weg hinführt!

    Ja das ganze aushalten zu müssen ist manchmal fast unerträglich. Und dennoch unser Leben geht weiter, irgendwie. Anfangs machte ich mir Vorwürfe etwas falsch gemacht zu haben ja schier versagt zu haben! Es war für mich schwer es zu akzeptieren, dass ich ihn in diesen Moment am Leben gehalten habe und keine andere Chance hatte. Auf Arbeit gerate ich immer wieder an meine Grenzen wenn ich reanimieren muss, ich bekomme regelrechte Panikattacken und versuche die dann irgendwie zu ignorieren und einfach zu funktionieren.


    LG Mecky

    Hallo. Ich bin neu hier, dennoch hoffe ich, es gibt da jemanden der mich versteht, mir helfen kann. Ich fange einfach mal an.

    Im August letzten Jahres war ich mit meinem Freund auf dem Polterabend meiner Cousine. Wir feierten ausgiebig, da ich mit beim aufräumen helfen wollte schliefen wir bei Ihnen. Wir gingen um eins ins Bett. Gegen um hörte ich Klingeln und Klopfen...."Hilfe, wir brauchen einen Notarzt", da ich Krankenschwester bin, rannte ich so wie ich war sofort los. Draußen angekommen, sah ich meinen Onkel 47 Jahre am Boden sitzen, mir wurde mitgeteilt, dass ihn eine Hornisse gestochen hat (war schon mal vor 2 Jahren passiert, damals wurde angeblich keine Allergie festgestellt). Ich rief sofort den Notarzt da war es genau 4:10 Uhr....im selben Moment wurde er ohnmächtig. Er fiel um atmete noch...wir drehten ihn in die stabile Seitenlage...kurze Zeit später war nichts mehr....sofort begann ich mit der Herz-Druckmassage und ein Kumpel versuchte ihn zu beatmen. Nach paar Minuten ging keine Luft mehr rein...alles war zugeschwollen. Inzwischen war es 4:26 Uhr und kein Rettungsdienst zu sehen! Also rief der Bräutigam nochmal bei der Leistestelle an und bekam nur als Antwort sie seien unterwegs. Ich gab mein bestes....drückte weiter. Kurz nach halb 5 kam endlich ein Rettungswagen. Zwei Sanitäter an Bord....einer hatte seine Lesebrille nicht mit, konnte also nicht lesen was auf den Ampullen stand, der Andere schien neu zu sein, kannte sich nicht aus. Ich schrie ihn an, er soll mich abwechseln. Und ich zog die Ampullen auf und bereitet Infusionen vor während der andere nen Zugang legte. Dann kam die Notärztin dazu...nach gut einer Stunde war er dann endlich transportfähig! Als der Rettungswagen weggefahren war bin ich dann zusammengebrochen. Mein Onkel lag dann im Koma, ich nicht mehr erwacht, wurde nach 5 Tagen für Hirntot erklärt und wir ließen die Maschinen abschalten.

    Seit dem kämpfe ich mich durch meine Gefühlswelt zwischen Schuldgefühlen und dem Trauerschmerz. Manche Tage habe ich das Gefühl ich funktioniere nur noch, drohe in der Trauer zu ersticken. Von jetzt aus gleich hat es mir den Boden unter den Füßen komplett weggezogen.

    Jetzt nach der Zeit tut es immer noch so weh. Er fehlt mir so, er war mein Lieblingsonkel, sind nur knapp 10 Jahre auseinander. Er is quassi wie ein Bruder für mich gewesen, da meine Großeltern so zeitig gestorben sind, war er viel bei uns. Warum ist da Schicksal so grausam!?

    Hallo. Ich bin neu hier, dennoch hoffe ich es gibt da jemanden der mich versteht, mir helfen kann. Ich fange einfach mal an.

    Im August letzten Jahres war ich mit meinem Freund auf dem Polterabend meiner Cousine. Wir feierten ausgiebig, da ich mit beim aufräumen helfen wollte schliefen wir bei Ihnen. Wir gingen gehen um eins ins Bett. Gegen um hörte ich Klingeln und Klopfen...."Hilfe, wir brauchen einen Notarzt", da ich Krankenschwester bin, rannte ich so wie ich war sofort los. Draußen angekommen, sah ich meinen Onkel 47 Jahre am Boden sitzen, mir wurde mitgeteilt, dass ihn eine Hornisse gestochen hat (war schon mal vor 2 Jahren passiert, damals wurde angeblich keine Allergie festgestellt). Ich rief sofort den Notarzt da war es genau 4:10 Uhr....im selben Moment wurde er ohnmächtig. Er fiel um atmete noch...wir drehten ihn in die stabile Seitenlage...kurze Zeit später war nichts mehr....sofort begann ich mit der Herz-Druckmassage und ein Kumpel versuchte ihn zu beatmen. Nach paar Minuten ging keine Luft mehr rein...alles war zugeschwollen. Inzwischen war es 4:26 Uhr und kein Rettungsdienst zu sehen! Also rief der Bräutigam nochmal bei der Leistestelle an und bekam nur als Antwort sie seien unterwegs. Ich gab ein bestes....drückte weiter. Kurz nach halb 5 kam endlich ein Rettungswagen. Zwei Sanitäter an Bord....einer hatte seine Lesebrille nicht mit, konnte also nicht lesen was auf den Ampullen stand, der Andere schien neu zu sein, kannte sich nicht aus. Ich schrie ihn an, er soll mich abwechseln. Und ich zog die Ampullen auf und bereitet Infusionen vor während der andere nen Zugang legte. Dann kam die Notärztin dazu...nach gut einer Stunde war er dann endlich transportfähig! Als der Rettungswagen weggefahren war bin ich dann zusammengebrochen. Mein Onkel lag dann im Koma, ich nicht mehr erwacht, wurde nach 5 Tagen für Hirntot erklärt und wir ließen die Maschinen abschalten.

    Seit dem kämpfe ich mich durch meine Gefühlswelt zwischen Schuldgefühlen und dem Trauerschmerz. Manche Tage habe ich das Gefühl ich funktioniere nur noch, drohe in der Trauer zu ersticken. Von jetzt aus gleich hat es mir den Boden unter den Füßen komplett weggezogen.

    Jetzt nach der Zeit tut es immer noch so weh. Er fehlt mir so, er war mein Lieblingsonkel, sind nur knapp 10 Jahre auseinander. Er is quassi wie ein Bruder für mich gewesen, da meine Großeltern so zeitig gestorben sind, war er viel bei uns. Warum ist da Schicksal so grausam!?