Beiträge von Karo

    Hallo Mecky!

    Lieben Dank für Deine mitfühlenden Worte! Ich bin schon in Pension und kann, wenn mich das heulend Elend packt, mich auf dem Sofa zusammenrollen und hemmungslos weinen! Du aber stehst noch mitten im Leben und im Beruf, noch dazu in so einem anstrengenden und fordernden, wie Krankenschwester!

    Dass Du da Panikattaken hast, kann ich mir sehr gut vorstellen! Du bist ein ganz toller Mensch der sich absolut keine Vorwürfe zu machen braucht, so wie Du Dich verhalten hast war genau richtig!

    Wir, die einen geliebten Menschen gehen lassen mussten ,müssen irgendwie weiter machen. Manchmal geht es ganz gut und dann wieder schleicht sich der Schmerz an uns heran und schlägt wieder zu. Wir müssen einen Tag nach dem anderen bewältigen und hoffen das es besser wird!

    Das Schreiben hier hilft vielleicht auch!

    Alles Liebe Karo

    Liebe MECKY23.8 guten Morgen!

    Auch ich bin neu hier, ich habe mich schon am 1.Februar hier im Forum registriert, kann aber erst heute schreiben, weil in mir Alles brennt und tobt! Ich habe immer wieder versucht Worte zu finden meinem Schmerz Ausdruck zu verleihen. Mein Mann ist am 30. Jänner im Krankenhaus an einer seltenen Form von Blut Krebs verstorben. Er war 1 Monat im Krankenhaus. Die Ärzte versuchten ihn schmerzfrei zu bekommen, so erhielt er schließlich eine zu hohe Dosis Morphin die dazu führte dass er bewusstlos wurde und Mageninhalt in die Lunge kam. Weil er auf einer “ normalen“ Station lag wurde dies erst am Morgen entdeckt. Man versetzte ihn für einige Tage in Tiefschlaf, als er geweckt wurde begann sein Leiden von neuem ich höre ihn noch immer flüstern :“lasst mich endlich sterben!“ Ein Wirbel war durch seine Krankheit zerbrochen und die Splitter verletzten das Rückenmark. Er wurde wieder in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Die Lunge erholte sich nicht die Nieren versagten und er war Querschnittgelähmt. Nun durfte er endlich gehen. Aus dem künstlichen Koma wurde er nicht mehr geweckt denn das hätte nur wieder unerträglichen Schmerz für ihn bedeutet! Ich hätte so gerne nochmal mit ihm gesprochen ohne dass er von unsäglichen Schmerzen gequält wurde oder von der hohen Dosis Morphin halluziniert! Ich hielt seine Hand als man die lebenserhaltenden Maßnahmen beendete und er von mir ging.


    Das Schicksal oder das Leben ist so grausam oder so gnädig wie man es eben nimmt, vielleicht, liebe MECKY 23.8, blieb deinem geliebten Onkel eine grausame Krankheit mit vielen Schmerzen erspart? Man weiß es nicht! Wir müssen unseren Kummer, unseren Schmerz und die Trauer einfach aushalten wenn wir auch manchmal nicht wissen wie das gehen soll! In Gedanken halte ich Deine Hand und weinen gemeinsam!

    Liebe Grüße Karo