Beiträge von BenniFalk90

    Mein Beileid Inge. Ich kann dich verstehen. Es ist unfassbar...


    Meine Mama ist gestern für immer eingeschlafen... Für mich ist nun eine Welt zusammen gebrochen... Papa 9.04.18...Mama 26.04.18... Es ist unglaublich, es ist eine Leere in mir die man nicht beschreiben kann. Für beide war es nun sicher eine Erlösung...aber sie waren ALLES für mich und ich fühle mich nun so alleine obwohl meine Brüder und Freundin hinter mir stehen. Wie brutal kann das Leben sein... Es fällt schwer noch an etwas zu glauben. Es fehlen mir die Worte...den Worte können nicht ausdrücken was ich fühle. Zwischen endloser Trauer, Frust, Hoffnungslosigkeit, Wut sind alle Gefühle dabei... Ich danke euch, das ihr mir auf diesem schweren Weg doch immer eine Stütze wart und seid. Ich werde es nicht vergessen.


    Für Alle die ähnliches durchmachen: Ich wünsch Euch alles alles Gute ! Viel Kraft, Mut und dass ihr NIEMALS die Hoffnung aufgibt. Auch für uns wird irgendwann wieder die Sonne scheinen und unsere Liebsten die gegangen sind werden in uns FÜR IMMER weiterleben.


    In Liebe

    Euer Benni

    Hallo zusammen,


    danke für die lieben Antworten. Papa ist am Montag den 9.4.18 für immer eingeschlafen. Für ihn war es nun eine Erlösungen. Kann es noch gar nicht richtig glauben, das er nicht mehr da ist. Alles so bitter... Vor einem Jahr waren wir alle glücklich und plötzlich wird man wach in nem Alptraum...


    Mit meiner Mama ist mega schwierig zurzeit. Sie hat durch die Chemo kein Hunger mehr, ihr is nur noch schlecht. Trinken mag sie au nix. Hab alles versucht. Hab ihr Lieblingsessen gemacht, versucht alles mögliche an Getränken ihr anzubieten. Das einzige was sich noch macht ist rauchen. Wir ihr ja wisst hat sie Pleuraergüsse aufgrund der Krebserkrankung und bekommt so schon mega schlecht Luft... Der Arzt meinte in dieser Situtuation in der sie ist, würde aufhören mit rauchen, alles noch viel schlimmer machen. Aber find das alles irgendwie schwierig, da ich ihr ja Zigaretten kaufen muss, da sie ja kaum mobil ist zurzeit. Haben versucht ihr immer nur paar Zigaretten zu geben für ne bestimmte Zeit, da wenn man ihr ein Päckchen hinlegt es innerhalb eines Tages aufgeraucht ist. Aber wenn man ihr die Zigaretten so einteilt wie wir es im Moment tuen, wird sie bockig und fordert die ganze Zeit Zigaretten. Hab ihr mehrmals versucht zu erklären, das wenn sie nichts isst und trinkt und mit ihrer Luftnot auch noch raucht wird alles nur noch schlimmer und sie nimmt sich so die Chance noch ne zeitlang zu leben. Das Problem ist halt für sie ist das Rauchen im Moment wohl der einzige "Genuss" und durch die eigene Erkrankung + Tod von Papa irgendwie auch so ne Art Entspannung/Ablenkung. Weiß halt net was da jetzt richtig ist: Sie soviel rauchen zu lassen wie sie will oder ihr das weiterhin so einzuteilen das sie über den Tag so 10-12 Zigaretten hat? Was denkt ihr ?. Und wenn sie nichts isst und trinkt, k.a wie ich da weitermachen soll. Ich red soviel mit ihr und versuch alles um sie zu motivieren und aufzubauen, aber irgendwie fühlt es sich an, als ob sie aufgegeben hat. Wenn sie so weiter macht wird es halt schwierig sie weiterhin hier zuhause zu betreuen. Alles sehr schwierig :(

    Hallo zusammen, vielen Dank für die lieben Worte und die Hilfestellungen.

    Es tat gut mal alles ein wenig von der Seele zuschreiben und dann von euch so eine liebe Rückmeldung zu bekommen.

    Wir haben für Papa nun ein sehr familiäres Pflegeheim gefunden. Waren gestern dort und haben alles besprochen. Ab morgen wird er dort sein. Waren alle sehr lieb da und ich hatte ein gutes Gefühl, das er dort Frieden finden kann. Hospiz fand ich eigentlich auch ne gute Idee aber das nächste Hospiz von hier sind fast 2 Stunden und wir wollten ihn halt in unserer Nähe haben, was glaub ich auch in seinem Sinne ist. Die Ärztin meinte gestern, das wir warscheinlich nur noch von Tagen sprechen. Er ist ziemlich schwach. Es tut unglaublich weh ihn so zu sehen. Muss dann immer wieder kurz aus dem Zimmer weil ich es fast nicht aushalte :( . Hoffe einfach, das er nicht lange leiden muss und friedlich gehen darf. Mama geht morgen wieder in die Uni-Klinik zur Weiterbehandlung. Ich hab leider bei ihr des Gefühl, das sie sich ein wenig aufgibt durch die Situation mit Papa... Hoffe ist für euch okay, wenn ich hier immer bissl schreib was zurzeit so passiert, es hilft mir das ganze ein wenig zu verarbeiten.


    Viele Grüße

    Benni

    Hallo zusammen. Zurzeit fühle ich nur noch unendliche Trauer. Im August 17 hat mein Papa die Diagnose Kleinzelliger Lungenkrebs mit Metastasen im Hirn bekommen. Die Diagnose bekam er an seinem Geburtstag... Er wurde dann seit August mit Chemo und Bestrahlung behandelt. Die erste Chemo schlug nich an und so bekam er eine stärkere. Durch die stärkere Chemo ging es ihm rapide schlechter. Er hatte so extremen Schwindel das er kaum einen Meter mehr gehen konnte. Durch die Bestrahlung am Kopf entstand auch ein Ödem wodurch er immer wieder Phasen mit extremer Verwirrtheit hatte und er mit hoch dosiertem Kortision behandelt wurde. Seit März geht es ihm sehr schlecht, er ist sehr schwach und stark verwirrt. Er brauch nun sehr viel Pflege und er hat nun Pflegegrad 4 bekommen. Habe morgen einen Termin im Krankenhaus um zu besprechen wie es weitergeht. Der Arzt sprach im letzten Gespräch das er ein Platz in einem Hospiz empfiehlt, da er mit seiner Diagnose und Krankheitsverlauf wohl nicht mehr soviel Zeit hat. Es tut mir so unglaublich weh. Er kämpft so extrem und hatte immer soviel Hoffnung, das er wieder gesund werden kann und noch ein bisschen Zeit bekommt. Ihn so zusehen zerbricht mein Herz...Er ist so ein wundervoller, lieber und immer hilfsbereiter Mensch. Er hat allen immer geholfen und ist der beste Papa den man sich wünschen kann. Dieses Gefühl von Trauer, Wut, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit zerreißt mich förmlich... Er möchte immer nach Hause... Ich versuche morgen mit dem Sozialdienst zu schauen ob es irgendwie auch möglich ist das er komplett daheim gepflegt wird. Dazu müsste halt die leider echt sehr enge Wohnung in der ich mit Mama und Papa wohne irgendwie so gestaltet werden mit Toilettenstuhl/Pflegebett/Pflegedienst usw usw, das er bestmöglich versorgt werden kann. Ob das alles so schnell geht+möglich ist weiß ich nicht...anstonsten müsste er in ein Pflegeheim/Hospiz k.a alles so schwierig und zerbreche mir extrem den Kopf, weils mir psychisch leider mittlerweile nich so gut geht und ich eine Mischung aus: Das best mögliche für Papa und *einigermaßen Klarkomm Lösung* für mich finden muss. Da mein Papa+Mama selbständig waren und eine Private Schule hatten muss ich auch nebenher noch schauen das Schritt für Schritt eine Geschäftsauflösung eingeleitet wird und das ist ein Riesen Berg an Arbeit, da die Schule recht groß war und sie einige Angstellte hatten. Haben über einen Richter nun wenigstens die Vollmacht das wir das überhaupt machen können. Meine Mama bekam im Dezember 17 die Diagnose CUP: Cancer of unknown Primary bedeutet, sie hat Metastasen aber der Haupttumor kann nicht gefunden werden. Die Ärzte gehen aber davon aus, das der Haupttumor warscheinlich wie bei meinem Papa in der Lunge ist. Sie hat Metastasen in der Pleura und hat dadurch immer wieder Pleuraergüsse und bekommt sehr schlecht Luft. Auch eine Knochenmetastase in der Schulter hat sie die ihr sehr Schmerzen bereitet. Sie hat 2 Zyklen Chemo bekommen. Durch die Chemo wurde ihr Blut schlecht und sie hatte keine Thrombozyten mehr. daraufhin hatte sie 2 Schlaganfälle. Nun soll sie eine Immuntherapie bekommen soll ja recht fortschrittlich bei der Behandlung von Krebserkrankungen sein. Bei ihr ist es halt durch die Pleuraergüsse bekommt sie sehr schlecht Luft, sie hatte kurzfristig einen Lungenkathether bekommen, dieser wurde aber wieder entfernt wegen geringer Abflussmenge. Ich versuche wirklich alles um meinen Eltern so gut es geht zu helfen. Wohne auch bei ihnen obwohl ich eine Wohnung mit der Freundin hab. Meine Eltern sind wirklich ALLES für mich, sie waren immer für mich da. Seit August 17 ist es echt eine Gefühlsachterbahn mit Hoffen, Bangen, verzweifeln, Hoffnungslosigkeit es ist unbeschreiblich... Ich wünsche allen Trauernden hier sehr viel Kraft und Mut, weiter zumachen und bedanke mich bei den Erstellern dieser Plattform es tut gut zu wissen, das man mit der unglaublichen Trauer nicht alleine ist !


    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und hat Tips wie ich besser mit meiner Trauer und Gefühlen umgehen kann ?


    Viele Grüße

    Euer Benni