warum immer die Guten???

  • Liebe Forumsmitglieder, liebe Leser!



    Ich möchte mich wieder einmal bei Euch melden. Am 24. Dezember war es genau ein halbes Jahe dass mein zweiter Bruder gehen musste und es ist noch immer ganz unwirklich und nicht begreifbar.


    Diese Verluste hinterlassen tiefe Narben auf unseren Seelen und den Sinn darin werden wir nie finden, weil es keinen gibt.


    Ich hoffe Ihr habt die "Feiertage" gut verbracht und konntet bei Euren Lieben sein.



    Ich weiss, den Beiden geht es gut und sie sitzen auf einem Gipfel und geniessen die Schöpfung Gottes.


    Alles Liebe Euch allen Anderl

  • am 21.mai 2011 ist mein freund bei einem radunfall ums leben gekommen...er wurde überfahren von einem lastwagen....ich kann es noch immer nicht glauben,dass er nicht mehr kommt.
    es vergeht kein tag an dem er mir nicht fehlt.....er hat mir gezeigt wie es ist zu leben....dann ,aus und vorbei von einer sekunde auf die andere...
    ich habe auch keine ahnung wie das weitergehn soll ...ich muss ja leben...ich wurde ja nicht gefragt ob ich auf dieser welt sein soll...und dass zeit alle wunden heilt ist schwachsinn....man kann vielleicht besser damit umgehen....da kannst du laut sagen....warum immer die guten?

  • Liebe Birgit, mein aufrichtiges Mitgefühl zu Deinem schweren Verlust. Es ist unglaublich und wird es immer bleiben.


    Wenn man so unvorbereitet und plötzlich einen geliebten Menschen gehen lassen muss, wird diese Leere nie wieder jemand füllen können. Dass sind Narben in unseren Seelen die nie wieder heilen werden. Oft ist das eine Last auf dem Herzen, als müsste man einen riesigen Stein innerlich mit sich herumtragen und es drückt einem förmlich die Luft zum atmen ab. Jede Sekunde, jeden Tages sind sie bei uns diese Gedanken die uns nicht mehr loslassen und uns umschlingen wie eine Schlange die man nicht mehr abschütteln kann.



    Du hast so recht, diese Wunden kann nichts und niemand heilen!!!


    Ich wünsche Dir dass Du einen guten Weg findest damit um zu gehen und wieder ein wenig "Lebensfreude" zu finden.


    Alles Liebe für Dich Birgit, ich umarme Dich Anderl

  • Hallo Dr Tom,


    so sehr wir uns alle hier bewusst sind, dass der Tod etwas Natürliches ist und zum Leben dazu gehört, so unfassbar erscheint er uns auch, wenn er uns begegnet. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, mit Verlust und Trauer umzugehen. Hilfe, Trost und Unterstützung in solch einem Lebensabschnitt ist nicht immer einfach, aber ganz wichtig ist es bestimmt, den Menschen in seiner Trauer anzunehmen, zuzuhören und mit Respekt zu begegnen.


    Patricia

  • Liebe Forumsmitglieder!



    Hallo, möchte mich wieder einmal melden.


    Der erste Jahrtag meines älteren Bruders nähert sich mit riesigen Schritten und es schnürt mir den Hals zu. Solche Tage sind besonders schwer, eigentlich vergeht noch immer kein Tag an dem es nicht furchtbar weh tut, die Gedanken und die Sehnsucht lassen einfach nicht nach.


    Auf meinem Herz liegt ein schwerer Stein. Meine Mama(85) wohnt jetzt bei mir, sie schafft es nicht mehr alleine.


    Ich liebe sie sehr, habe aber jetzt schon Angst vor dem Tag wann ich sie gehen lassen muss zu ihren zwei Buben.


    Natürlich werden wir uns eines Tages alle wieder sehen, daran glaube ich ganz fest.



    Ich wünsche euch alles Liebe Anderl



    ps Danke Patricia, du hast es genau getroffen.

  • Hallo Anderl,


    schön, mal wieder von dir zu lesen.


    Versuche, die Zeit mit deiner Mutter zu genießen. Wenn der Tag kommt, wo du sie gehen lassen musst, wird dir die Erinnerung an diese sehr intensive Zeit vielleicht Trost geben.
    Ich weiß, vieles ist so leicht dahin gesagt, und doch so schwer.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft, liebe Anderl!


    Patricia

  • Liebe Patricia,



    danke dir für deine lieben Worte.


    Du bist ein sehr wertvoller, einfühlsamer und netter Mensch und ich schätze dich sehr.


    Du findest immer die richtigen Worte und es ist eine riesengroße Hilfe für jeden den es gerade besonders erdrückt.


    Ja, ich versuche viel mit meiner Mama zu lachen und wir sprechen viel über die "Buben". Ich möchte es ihr einfach noch ganz fein machen und werde sicher danach Kraft aus unserer sehr engen und innigen Beziehung schöpfen.



    Du bist immer da, wenns brennt!!! Danke dir von ganzem Herzen dafür!!!


    Liebe Grüße Anderl

  • Ein Jahr und doch so nah!!!



    In einer halben Stunde vor einem Jahr habe ich erfahren dass mein Bruder nicht mehr am Leben ist.


    Wir konnten ihn noch sehen und Abschied nehmen, worüber ich heute noch sehr froh bin. Es tut furchtbar weh und fühlt sich an wie ein riesiger Stein auf dem Herzen, er und mein jüngerer Bruder fehlen mir so sehr, es ist so unbegreiflich und nicht fassbar.


    Es kommt mir vor als wärs gestern gewesen, irgendwie ist die Zeit stehen geblieben und alles andere ist so klein daneben.


    Ich bin froh in diesem Forum Menschen gefunden zu haben die das verstehen und wissen dass der Schmerz und diese Sehnsucht nicht nach ein paar Monaten verschwunden sind, sondern dass das sehr lange dauert bis man sich etwas leichter damit tut.



    Danke fürs zuhören, bzw. mitlesen


    Anderl

  • Hallo Anderl,


    ich kann mir gut vorstellen, dass vieles im vergangenen Jahr in den Hintergrund gerückt ist. Bestimmt war es ein sehr schwieriges Jahr für dich.


    Danke, dass du uns hier hast teilnehmen lassen an deinen Gefühlen und deiner Trauer. Du hast damit bestimmt dem ein oder anderen hier helfen können.


    Besonders bedanken möchte ich mich aber noch für die vielen herzlichen, anteilnehmenden und mutmachenden Worte, mit denen du dieses Forum sehr bereichert hast!


    Alles Liebe dir!


    Patricia

  • Hallo Patricia,


    danke für deine lieben Worte. Hab grad weinen müssen als ich das gelesen habe, dieses "sehr bereichert" hat mich geknackt.


    Danke, du musst ein Engel sein!!!



    Schön dass es dich und dieses Forum gibt, hier finde ich immer Trost und selbst wenn ich nur ein bisschen lese und mitfühlen kann wird es mir schon etwas leichter ums Herz. Große Anerkennung für eure Arbeit die ihr hier leistet.



    Liabe Griaß


    Anderl

  • Hallo Anderl, Sandra, Birgit und alle, die auch trauern.
    Ich würde euch so gerne trösten und etwas von dem Schmerz nehmen. Wenn ich's nur könnte.


    Vor eineinhalb Jahren ist mein Schatz bei einem Unfall gestorben. Ich
    konnte mich nicht verabschieden. Er ist im Krankenwagen gestorben und in dem Moment wusste ich es nicht einmal!
    Ich hätte so gerne seine Hand gehalten damit er weiss, dass er nicht alleine ist.
    Heute ist der Schmerz noch genauso da, er verändert sich etwas, damit man leben kann, aber es tut oft so weh!
    Es ist wahr, Zeit heilt keine Wunden, denn tiefe Wunden hinterlassen Narben, oder? Manchmal werde ich
    gefragt, "ob es denn nicht schon besser sei"...als ob man einen Schnupfen hätte.
    Ich sehe es wie Sandra, die geliebten Menschen, die gegangen sind, haben ihre Aufgabe erfüllt, wir müssen noch lernen in
    diesem Leben. Ein Trost ist es nicht wirklich, mehr etwas für den Kopf, nicht für's Herz.
    Und Anderl, geniesse die Zeit mit deiner Mama. Die schönen Momente, damit sie von den ängstlichen nicht verdrängt werden.
    Ich denke, du machst das richtig.
    Ich habe auch unheimliche Verlustängste und ich bekomme immer Angst, wenn mein Papa mal nicht ans Telefon geht.
    Euch allen ganz ganz viel Kraft und viele kleine schöne Momente, ...grosse Freude über irgendetwas fällt schwer, oder?
    Danke, es tat mir gut, hier etwas zu schreiben.


    Liebe Grüsse
    Dani

  • Liebe Dani,


    das tut mir leid, dass du dich nicht verabschieden konntest von deinem Schatz. Hast du für dich einen Weg gefunden das auf andere Weise zu tun? Mit einem Brief oder einem bestimmten Ritual, vielleicht würde dir das ein wenig helfen.


    Du hast eine Erfahrung machen müssen die einfach schrecklich ist und ganz unerklärlich.



    Ja, diese Fragen ob es denn schon besser geht sind sehr schwierig zu verstehen, ich glaube dass diese Trauerzeit den meisten Menschen zu lange dauert, zumindest denjenigen die das noch nicht selbst durchgemacht haben. Denn die Menschen die wir liebten werden uns immer fehlen und es gibt irrsinnig traurige Momente aber auch Momente in denen die schönen Erinnerungen überwiegen und man mit Freude an die gemeinsamen Stunden denkt.


    Du hast recht die Narben auf unserer Seele verändern uns und machen uns härter oder soll ich besser sagen alles relativiert sich und nichts kann mehr so schlimm kommen wie das was wir schon durchgemacht haben.



    Ich wünsche dir gute Freunde die dich verstehen, auch ohne Worte, die dich halten und stützen wenn du es brauchst und dich auch manchmal herausreissen aus schlechten Tagen.


    Dieses Forum ist mir immer eine große Hilfe, denn das darüber schreiben können hilft mir schon sehr und es gibt hier ganz viele sehr verständnisvolle liebenswerte Menschen die gut zuhören und trösten können.


    Liebe Dani danke für deine lieben Worte. Ich möchte dir auch ganz viele kleine schöne Momente wünschen und dich ganz herzlich umarmen


    liebe Grüße Anderl

  • Liebe Patricia,


    danke, das ist lieb von dir.


    Ich umarme dich, du bist so ein guter Geist hier und tust dein Bestes jedem zur Seite zu stehen und zu helfen.


    Du bist die gute Seele dieses Forums und immer sehr aufmerksam.


    DANKE für deine gute Arbeit hier.


    Ganz innige Grüße Anderl :)

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