Die Sache mit der Wahrnehmung

  • Die Sache mit den Wahrnehmungen



    Erst einmal freu ich mich, dass ich zu diesem Forum gekommen bin. Wer suchet der findet. Auch ich habe heuer meine Mutter verloren. Es ist jetzt schon drei Monate her aber die Traurigkeit ist nicht weniger geworden. Das ganze Wissen über positives Denken, über Esoterik hilft nicht gegen diese Traurigkeit. Sie läßt sich nicht abschalten und ich denke dass das ganz normal ist. Es ist nur nicht normal mit den Leuten, die man täglich trifft darüber zu reden. Sie wünschen einem Beileid und wechseln das Thema. So bleibt man wieder mit der Traurigkeit allein. Und wenn man vielleicht noch etwas von seinen Wahrnehmungen erzählen will wird abgeblockt. Es will keiner wissen obwohl jeder selber Wahrnehmungen hat, die dann eventuell mit Träumerei oder Nichts Genaues Weiß Man Nicht abgetan wird.


    Weil ich gestern wieder so eine Wahrnehmung hatte schreibe ich jetzt hier darüber. Nach dem Mittagessen lege ich mich manchmal gerne hin. Seit meine Mutter tot ist war gerade die Zeit nach dem Mittagessen, das Geschirrspülen besonders traurig. An vielen Tagen liefen mir dabei immer wieder Tränen über die Wangen. Diese Tätigkeit hat uns gerade in den letzten Jahren am meisten verbunden. Das Essen war doch noch ein fixer Bestandteil des Tages den sie auf Grund ihrer Demenz als einzigen noch wahrnahm.


    Gestern liefen mir keine Tränen runter dafür spürte ich meine Mutter sehr nahe bei mir. Ein Spüren, das ich versuchte zuzulassen. Nicht in Traurigkeit zu verfallen oder in erstaunte Freude. Es war ein weiches Gefühl. Als ich mich dann hinlegte wurde dieses Gefühl stärker und es war mir als würde ich ihr Gesicht ganz nahe an meinem sehen. Ich fühlte mich wohl und schloss die Augen. Nach einer Weile spürte ich für ein Hundertstel einer Sekunde auf meiner Stirn einen kühlen Hauch. Als würde ein Luftzug durch das Zimmer gehen. Dem war aber nicht so. Fenster und Türen waren ja geschlossen. Es war wie eine zarte Berührung ihrer Wange auf meiner Stirn. Als ich das realisiert hatte war alles wieder vorbei. Es war als wäre sie bei mir auf Besuch gewesen. Gestern war mir das noch gar nicht so klar aber heute finde ich diesen Gedanken wunderschön.



    Ich würde mich sehr freuen auch von Euch Wahrnehmungen zu erfahren. Es gibt so viele - ich hatte sie mein Leben lang und konnte sie lange nicht zuordnen. Schreibt mir darüber.



    • Antworten
  • Hallo Siviri,


    Ich bin ganz deiner Meinung in allem was du gesagt hast, vorallem die Reaktionen der Außenwelt. Und auch die Wahrnehmungen.

    Ich hatte schon einige bei bis jetzt Verstorbenen.


    Letzes Jahr habe ich zwei Babys früh an die Ewigkeit verloren. Meine Schwiegermutter und Mutter sind dieses Jahr mit Abstand eines Monats gestorben (habe meine Schwiegermutter im gemeinsamen Haushalt nach einem Schlaganfall gepflegt), beide 68. Beide unabhängig voneinander Lungenentzündung, bei meiner Mutter tragischerweise eine a typische, also unerkannt. Ich war zu diesem Zeitpunkt im dritten Monat schwanger (Baby ist mittlerweile da, gesund und munter).


    Das, was du beschreibst hatte ich sehr intensiv mit meinem Vater, eine Berührung am Kopf, wie ein Streicheln.... Mutter und Schwiegermutter fühle ich, trotz Schockstarre um mich herum.. Im Haus, im Garten... Sie sind noch da, irgendwie, und sei es nur weil ich es so will.


    Ich kann dir nur sagen, dass man seinem Gefühl vertrauen kann. Bekanntlich gibt es mehr zwischen Himmel und Erde als einem bewusst ist.....

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