Plötzlicher Tod meiner jungen Mutter

  • Hallo ihr lieben,


    ich bin 25 Jahre alt und meine Welt ist am 31.10.2019 stehen geblieben. Meine Mutter (57 Jahre) war in der Arztpraxis bei ihrer regelmäßigen Dialyse. Sie hat diese ohne Beschwerden verlassen, als es ihr plötzlich schwarz vor Augen wurde und sie mit dem Kopf auf die Straße geknallt ist.. Sie wurde daraufhin von einem Taxifahrer und der Ärztin betreut, war kurzzeitig noch bei Bewusstsein, als sich zehn Minuten der Zustand verschlechterte und das Bewusstsein verloren ging. Sie wurde sofort ins Klinikum gebracht, dort hat mein Vater sie Stunden später besucht, um vom Arzt gesagt zu bekommen, dass sie schwere Hirneinblutungen davon getragen hatte und man davon ausgehen müsse, dass sie sterben kann.. Trotz dieser Phase war ich arbeiten, konnte bis heute kaum essen oder mich beruhigen. Letzten Donnerstag 31.10. wurden wir angerufen und es kam zu schweren Komplikationen, der Hirndruck hätte sich zwar verbessert, aber eine Arterie im Bauchraum wurde scheinbar durch eine Thrombose (Blutgerinnsel) verstopft, was zur Folge hatte dass der Darm zur Hälfte abgestorben war. Eine Not OP war dementsprechend aussichtslos. Sie tat mir so unendlich leid, wir sind sofort ins Krankenhaus gefahren, wo nach Eintreffen ihre Geräte abgestellt wurden und wir sie noch einige Zeit verabschieden konnten. Diese Szenen laufen wie in einem Karussell vor meinem Auge ab und ich will es nicht wahrhaben.. Sie ist jetzt drei Tage weg und ich ertrage den Schmerz nicht. Sie wollte nur nach Hause kommen, zurück zu uns..ihr ging es vor diesem tragischen Tod so gut und sie hat sich wohl gefühlt.. Aufgrund dieses schlimmen Sturzes habe ich sie für immer verloren. Es ist eine Tragödie. Ich weiss nicht wie mein Leben weitergehen soll. Mein Vater ist am Ende und ich versuche alle Familienmitglieder zu trösten, obwohl es mir selbst unheimlich schlecht geht.. Ich weiss nicht wie ich die Beerdigung nächste Woche überstehen soll.. Bitte helft mir. ;(;(

  • Hallo Caro

    Mein herzlichstes Beileid zu Deinem Verlust. Uns verbindet hier der unfassbare Schmerz mit dem Tod eines geliebten Menschen zu recht zu kommen. Dein Schock ist sicher noch nicht abgeklungen, da der Tod Deiner Mutter wohl völlig unvermittelt eintraf. Viel zu früh, ohne Abschied, die Frage nach dem Warum und ein Nie wieder sind einige dieser immer wiederkehrenden Gedanken, mit denen man sich auseinander setzen muss. Ganz abgesehen von den Abläufen um die Abwicklung des Begräbnisses und den behördlichen Angelegenheiten, die gemacht werden müssen und Kraft kosten.

    Letzteres wirst Du sicher schaffen, man funktioniert. Den Schock, die Trauer und den Schmerz bewältigen zu können ist eine Herausforderung. Die Familie kann mit dem gemeinsamen Leid zusammen wachsen. Stützt Euch gegenseitig, jeder auf seine Art und nach seinen Möglichkeiten. Füreinander Dasein, zuhören, aussprechen. Hoffentlich gelingt Euch das.

    Mein Verlust liegt fast drei Monate zurück und die Bindung zur restlichen Familie hat zugenommen und mir sehr geholfen. Viele werden Dir Kraft wünschen in dieser unfassbaren und schweren Zeit. Die Kraft könnt Ihr Euch selbst geben. Ich wünsche es Dir und Deiner Familie.

    Liebe Grüße Nicolas

  • Vielen Dank Nicolas!

    Man will es immer noch nicht wahr haben. Wir sind als Familie regelmäßig zusammen und versuchen Zeit miteinander zu verbringen. Man hofft natürlich, dass es jeden Tag etwas besser wird. Dennoch wird die Beerdigung wieder alle Erinnerungen aufreißen.. Ich danke für deine Antwort und deinen lieben Text und wünsche dir ebenfalls ganz ganz viel Kraft für die kommende Zeit.. :( bleib stark! Ich möchte versuchen, zumindest bald wieder arbeiten zu gehen, auch wenn es vorerst nur Ablenkung ist. Wahrscheinlich werde ich auch dort früher oder später zusammenbrechen, aber ich kann und will mich nicht einsperren und tagelang abschotten. Mir tut es momentan sehr gut, mich anderen Menschen, Freunden oder Kollegen zu öffnen..

  • Hallo liebe Caro,


    Ich habe mit großem Mitgefühl deine Worte gelesen. Der Tod deiner ist ja erst 7 Tage her und du bist gerade in der heftigsten Phase.

    Ich verstehe sehr gut.

    Ich habe letztes Jahr zwei Babys im ersten Trimester verloren plus KH Aufenthalt, dieses Jahr im Jänner und Februar sind Schwiegermutter (die mit uns nach einem Schlaganfall gelebt hat und von uns gepflegt wurde) und Mutter verloren. Beide Lungenentzündung, bei meiner Mutter eine Atypische, deswegen unerkannte. Beide waren 68. Ich zu dem Zeitpunkt wieder schwanger.

    Wir stehen immer noch unter Schock. Es war und unglaublich hart.

    Unsere Tochter wurde mittlerweile geboren, aber die Großmütter hätten sie so gerne erlebt. Das bricht einen das Herz. Die ganze Angelegenheit, vor allem wenn der Tod so plötzlich kommt, lässt dich fühlen, als hätte dich ein Amboss getroffen, es ist einfach nur schlimm.... Ich kann es immer noch nicht glauben.

    Was ich dir raten kann: lebe deine Gefühle aus, unterdrücke nicht den Schmerz, egal wie lange es dauert, auch die psychologische Hilfe wenn du willst, geh da durch, sprich mit Freunden, mit deiner Mutter in Gedanken..... Aber wirklich in allererster Linie, lass den Schmerz zu......

    Es ist nicht nur so dahin gesagt.


    Es hilft auch sich mit den 5Trauerphasen auseinander zu setzen.


    Weine, schreie, du hast das Recht dazu.

    Sie war deine Mutter hat dich geliebt und war doch zu einem sehr großen Teil deine Welt.


    Es ist zwar der natürliche Lauf der Dinge, dennoch ist es furchtbar wenn es geschieht.


    Ich umarme dich unbekannterweise.

    • :)
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