Mama war alles für mich jetzt bin ich alleine

  • Hallo zusammen

    Ich bin hier weil ich so einsam bin mich so alleine fühle mit meiner trauer

    Ich bin 42 Jahre alt und habe am 18.2.2019 meine über alles geliebte Mama mit 74 Jahren verloren.

    Sie hatte sehr schwere Osteoporose und ist an COPD nach 5 Wochen Intensivstation an multiplen Organversagen gestorben. Sie hatte allgemein ein schweres etwas trauriges Leben. Ich lebte die meiste Zeit mit ihr da sie einfach den halt brauchte. Sie war kein Mensch der alleine leben konnte da lies sie sich zu sehr hängen. Also lebte ich die meiste Zeit mit ihr sie brauchte mich ich brauchte sie. Dann wurde sie leider immer kränker und ich war für sie da auch wenn es manchmal leider streit gab. Es brachen immer wieder mal Wirbel im Rücken dann der Oberschenkelhals dann kam Vorhofflimmern und so gings weiter. Dann kam noch schwere COPD mit Sauerstoffgabe Ich war restlos überfordert!

    Ich gehe 40 Stunden arbeiten und nebenbei die komplette verantwortung ihr die Medikamente zu richten ständig zum Arzt zu laufen und alles fragen was mir unklar war und ihm ihre beschwerden erklären Facharzttermine vereinbaren usw.

    Ich war so sehr verzweifelt aber was mich jetzt unendlich traurig macht ich hab meine verzweiflung manchmal an ihr ausgelassen. Ich war mit meinen nerven so am ende konnte die letzten 2 Jahre vor ihren Tod nichtmehr Schlafen ohne Schlaftabletten hörte sie im Traum rufen und erschreckte zu Tode. Ich hatte keine Ruhe mehr in mir egal wo ich war auch in der arbeit musste ich ständig mein Handy kontrollieren weil wenns ihr nicht gut ging musste sie mich anrufen.


    Sie war die letzten 2 Jahre fast wie mein Kind und sie sagte mir auch mal ziemlich zum schluss das sie sich wie mein Kind fühlte wie wenn ich ihre Mama wäre. Es freute mich das sie sich so wohl fühlte und machte mich aber auch sehr traurig.

    Jetzt ist sie Tod und sie fehlt mir so sehr! Ich habe keine Kinder zwar ein paar belanglose Freunde aber auch nichts sooo grossartiges. Sie fehlt mir und das umsorgen fehlt mir fühle mich so nutzlos und alleine es ist als hätte ich meine Mama und mein Kind verloren. Mein Leben ist so leer geworden.

    Ich habe unsere Wohnung renoviert wo wir gelebt haben und jetzt sitze ich hier und denke für was das alles.

    Ich bin so traurig welchen Sinn hat das Leben noch für mich?


    Lg Samara

  • Hallo Samara, ich lese deinen Beitrag erst jetzt. Als ich ihn nun gelesen habe erkenne ich mich selber darin wieder an deiner Stelle.

    Ich kann mich nur all zu gut in deine Lage jetzt wie auch als deine Mama noch gelebt hat hinein versetzen. Ich möchte dir mein tiefstes Mitgefühl zu den Verlust deiner Mama überdenden und fühl dich ganz lieb umarmt.


    Meine Mama ist am 11.08.19 gestorben, sie ist 89 Jahre alt geworden. Jetzt wo ich es schreibe will ich es trotzdem nicht glauben das sie tatsächlich tot ist.

    Mir fehlt meine Mama auch so sehr und ich bin tief traurig das sie nicht mehr bei mir ist.

    Ich habe mit meiner Mama immer zusammen gelebt im Grunde, 52 Jahre lang immer mit ihr zusammen gewesen. Als ich 12 war ist mein Papa an einem Aneuyrisma im Kopf was geplatzt ist gestorben, und von da ab hat sich ein ganz besonderes Verhältnis zwischen mir und meiner Mama entwickelt. Sie war für mich da, ich für sie und wir sind unzertrennlich geworden. Klar hat es auch mal heftigen Streit gegeben und ich bin oft zu unrecht gemein zu ihr gewesen was ich nun auch total bereue.



    Mir ist es aus Verzweiflung meiner eigenen Lage zum Schluss genau so wir dir ergangen. Ich habe es an meiner Mutter manchmal ausgelassen, völlig zu Unrecht und sie konnte ja auch nichts dafür und als sie älter und schwächer wurde konnte sie sich ja auch nicht mal verbal wehren. Das tut mir nun alles so sehr Leid und ich hoffe meine Mama hat es nicht ernst und mir böse genommen. Denn ich habe meine Mama viel, viel zu lieb gehabt und wollte immer nur das es ihr gut geht.


    Meine Mama ist lange Zeit nie wirklich krank gewesen, mal eine Erkältung, mal Durchfall weil sie etwas schlechtes gegessen hatte und das wars schon.

    2013..2014 bemerkte ich aber schon das Mama schwächer wurde, sie Nachts manchmal 2..3 mal zur Toilette raus musste und auch oft Nachts nicht fest schlief.

    Beim Kardiologen wo ich 2014 dann nach Überweisung ihres Hausarztes gewesen bin, stellte eine Aortenklappenstenose II-III Grades fest und eine leichte bis mittelgradige Insuffizienz dieser Klappe.


    Danach geschah aber nichts weiter, eine neue Aortenklappe die der Kardiologe meiner Mutter damals angeraten hatte, lehnte sie aber da sofort ab. Ein weiteres Gespräch beim Hausarzt danach erfolgte nicht, ebenso wenig das Mama zb ein Medikament verschrieben bekam, denn sie litt auch unter Bluthochdruck was der weiteren Verschlechterung der Stenose natürlich zu Gute kommt.


    26 Dezember 2018 bekam meine Mama dann auch zum ersten Mal ernstere Symptome, Atemnot, Wasser Ödem aug der Lunge und sehr hohen Blutdruck so das ich da den Notarzt kommen lassen habe. Mama erholte sich dann aber recht schnell und konnte am 3Tag bereits wieder entlassen werden.

  • Meine Mama ist als sie älter und schwächer wurde auch zu meinem "Kind" geworden und das sagte ich Mama da auch mal. Da sagte sie... ja, das ihr werdet wie die Kinder. ☺ das war so lieb und ehrlich von ihr.

    Aber natürlich ist sie immmer auch meine Mama geblieben um die ich mich kümmern muss wenn sie nicht mehr kann, und das habe ich bis zu ihrer letzten Sekunde getan so gut es ging und ich konnte.

    Obwohl ich keine 40 Stunden arbeiten musste, was im Fall der Pflege meiner Mutter dann auch garnicht mehr möglich gewesen wäre, bin ich auch öfter an meine phsychischen Grenzen gestossen.

    Ich musste zuletzt immer aufpassen das sie nicht stürzt als ich mit ihr draußen noch ohne Rollstuhl spazieren gehen konnte. Denn sie ist mir als sich Mama bei mir nicht am Arm eingehakt hat schon fürchterlich hin gefallen wo ich dachte, nun hat sie sich etwas gebrochen. Aber mit viel Glück und starken Knochen ist das nicht passiert, aber letztes Jahr hatte sie sich dabei eine ganz schlimme Prellung zu gezogen die ich ihr sicherlich 6 Wochen lang behandelt habe.


    Dann nach ihrem ersten Krankenhausaufenthalt ist sie mir 3 Monate später Nachts als sie von der Toilette runter wollte ganz schlimm gestürzt und sie ist auf ihre Nase gekracht die dann schlimm am bluten war und ich musste sie dann verarzten.

    Danach musste ich Nachts immer aufpassen das sie nicht alleine zur Toilette geht und stürzt, ich stellte ihr dann zuerst immer eine Wanne neben ihr Bett wo sie rein machen konnte, später erhielt ich einen Toilettenstuhl.


    Liebe Samara, ich kann sehr gut nachvollziehen das dir nun das umsorgen für deine Mama, dein Kind dir nun sehr fehlt, du dir nutzlos nun vorkommst und eine Leere spürst.


    Mir geht es ganz genau so, und ich bin auch ganz Alleine, wirkliche Freunde habe ich keine und dadurch das ich schon Vollerwerbsunfähig bin und nicht arbeite auch da keine Ablenkung.

    Aber ich weiß das es mir dann genau so gehen würde wenn ich nach Hause kommen würde und Mama wäre nicht mehr da.

    Ich kann mir dein Gefühl nun gut vorstellen in der renovierten Wohnung zu sein du dich aber fragst, wozu das Alles. Mir erginge es nicht anders jetzt.

    Wenn ich zb zurück denke als Mama und ich noch in unserem Haus gelebt haben, insgesamt 49 Jahre lang, ich noch das Schlafzimmer meiner Mutter mit schöner Deckenvertäfelung, neu tapeziert usw fertig gemacht hatte, wozu das Ganze?

    Da habe ich noch einen Sinn gesehen und ich wollte es meiner Mama einfach auch schön machen damit sie sich auch wohl fühlt.

    Jetzt ist mein Leben auch leer, richtig Leer um ehrlich zu sein und ich weiß nicht wie ich das wieder einen Sinn geben kann. Ich bin wie Du auch sehr, sehr traurig und stelle mir die selbe Frage welchen Sinn mein Leben nun noch hat. Ganz Alleine möchte ich keinen weiten Weg mehr durchs Leben gehen, meine Mama hat mir schon einen Sinn gegeben, den ich so Richtig erst jetzt erkenne.



    Lieben Gruß an Dich sende..

    Dieter

  • Danke das wenigstens du mir schreibst.

    Ich habe so sehr geweint bei deinen Worten den deine bindung zu deiner Mama war wirklich so wie meine. Ja ich weis echt nichtmehr wie es weitergehen soll es ist jetzt 7 Monate her und anstatt das es besser wird wird es jetzt erst so richtig schlimm.

    Die paar sachen was ich noch von Mama habe kleinigkeiten, zerreissen mir das Herz! Ich kann nicht glauben das ich NIE wieder mit ihr reden kann.

    Und das schlimmste ist ich bin mit meinen Kummer komplett alleine. Niemand in meinen bekanntenkreis versteht mich jeder meint nur naja Kopf hoch das Leben muss weitergehen. Ja stimmt es muss weitergehen aber wie? Ich werde nie mehr glücklich sein ich werde nur noch funktionieren und das ist traurig.

    Wenn sich andere nach der Arbeit auf zu Hause freuen gehe ich am Friedhof und sitze bei ihren Grab.

    Ich habe Angst schreckliche angst vor der dunklen Jahreszeit und vor Weihnachten! Ich weis nicht wie ich das schaffen werde.

    Deshalb suche ich Leute denen es so ähnlich geht das man sieht das man nicht ganz alleine ist den hier im realen Leben verstehe ich die Menschen nicht denn sie verlieren geliebte Menschen aber sie machen einfach weiter als wäre nichts geschehen. Und ich fühle mich so fehl am platz denn wenn ich abends noch spazieren geh oder so da hört man die Menschen lachen als wenn das Leben so glücklich wäre.

    Ich wünsche mir Menschen die das alles etwas verstehen können aber leider

  • Liebe Samara77,


    nachdem ich Deinen Beitrag gelesen habe, möchte ich Dir sagen, dass ich so sehr nach empfinde wie Du dich fühlst!

    Ich habe meine Mama für ca. 10 Wochen, mit 70 Jahren, ganz plötzlich und unerwartet verloren.

    Sie befand sich mit meinem Papa gerade in Alaska im Urlaub, als sie eine Lungenembolie bekam...


    Seither ist mein Leben eine einzige Leere. Zwar habe ich nicht wie Du mit meiner Mama zusammen gelebt, aber wir hatten auch ein sehr, sehr inniges Verhältnis und ich habe sie über alles geliebt. Wir haben jeden Tag mehrmals telefoniert und uns so oft es ging gesehen.

    Jetzt ist alles auf einmal anders und ich fühle mich auch so unfassbar alleine. Eigentlich bin ich in einer ähnlichen Situation wie Du. Ich lebe ebenfalls alleine und die bestehenden Freundschaften sind vielfach oberflächlich .

    Zar habe ich meine Mama nicht über Jahre pflegen müssen und sie auf ihrem begleiten. Vielmehr habe ich sie so plötzlich verloren, dass ich mich nicht einmal von ihr verabschieden konnte.

    Trotzdem denke ich, dass wir gerade gefühlsmäßig in einer vergleichbaren Situation sind.

    Ich finde, dass es gut tut sich mit Menschen auszutauschen, die wirklich nachempfinden können wie man sich wirklich fühlt, die verstehen, dass die Welt still steht...


    Ich schicke dir unbekannter weise eine große Umarmung.

  • Liebe Sab79


    Das tut mir sehr leid für dich das du deine Mama auf so tragischer weise verloren hast. Es muss wirklich schlimm sein wenn man sich nichtmal verabschieden kann!

    Ja ich denke auch das wir gefühlsmässig in einer vergleichbaren Situation sind. Fühl dich einfach mal ganz lieb gedrückt von mir!

    Es ist alles einfach so schwer so unendlich traurig ein Mensch stirbt hinterlässt alles was er hatte und man sitzt dann da mit 1000 erinnerungen die einem das Herz zerreissen.

    Ich kann irgendwie nicht glauben das das alles so endgültig ist! Das tut so weh und ist so schrecklich.


    Komischerweise gings mir bis vor 1 oder 2 Monaten eigentlich ganz gut konnte mit meiner Trauer ganz gut umgehen nur leider bin ich ein Mensch der sehr viel im Internet liest und ich hab viel gelesen über die Seele und so sachen denn ich glaube an ein Leben nach dem Tod und hab auch von der Seele meiner Mama Zeichen bekommen. Doch da bin ich leider auf ein paar Themen gestossen mit denen ich nicht umgehen konnte und das hat mich leider in ein sehr tiefes Loch gestossen

  • Liebe Samara77,

    lieben Dank für deine Nachricht. Ich finde es unheimlich tröstlich sich mit jemandem auszutauschen der sich in einer vergleichbaren Situation befindet.

    Ja, ich leide sehr darunter, dass ich mich von Mama nicht verabschieden konnte. Auf der anderen Seite bin ich , vor allem für sie dankbar, dass sie nicht leiden musste. Das muss für euch ja auch schrecklich gewesen sein. Was du geschrieben hast muss ja für euch zwei eine furchtbar schwere Zeit gewesen sein.

    Aber ich glaube, egal wie es passiert es ist immer unerträglich. Mir ist, als würde mir das Herz rausgerissen. Deshalb weiß ich genau wie du dich fühlst. Nach dem Tod von Mama habe ich mich auch sehr viel mit dem Thema „Leben nach dem Tod“ beschäftigt und ich glaube fest daran , dass unsere Mamas noch bei uns sind nur in einer anderen Dimension. auch ich bekomme von meiner Mama Zeichen, dass weiß ich!

    Darf ich fragen, was du gelesen hast, was Dir jetzt so zu schaffen macht?

    Was ich so schlimm finde, ist das Umfeld... teilweise... so nach dem Motto: das Leben geht doch weiter.... ja, das Leben MUSS weitergehen, aber einer der wichtigsten Menschen ist einfach nicht mehr greifbar und das ganze Leben, wie man es kannte, ist zerbrochen wie ein Spiegel und man muss mühsam versuchen die aber Millionen Teile irgendwie wieder zusammen zu setzen und das Gutbrod unfassbar weh. So sehr, dass ich manchmal nur schreien möchte...


  • Ja schreien das ist der richtige ausdruck! Ich war heute bei ihr am Grab und ich war sooo traurig! Bei uns neben dem Friedhof ist der Bahnhof und ich hörte Kinder schreien und lachen und ich blickte zum Himmel und bat ihm mir meine Mama noch einmal zu bringen. Mir liefen die Tränen übers Gesicht ich schwöre nur mit grosser mühe konnte ich meine gefühle halbwegs unterdrücken ich hätte am liebsten geschrien wie ein kleines Kind ich verstehe die Welt nicht wie kann das alles nur sein?

    Ich hatte zeit zum verabschieden aber dennoch gäbe es so viel was man noch gerne sagen würde aber ich konnte damals nicht da ich das leid auf der Intensivstation garnicht aushielt.

    Ich war jeden Tag bei ihr und wenn ich bei ihr war war ich geistig irgendwie weg denn ich musste soviel ausblenden sonst wäre ich dort zusammengebrochen.

    Soviele tragische fehler sind passiert von den Ärzten und ihr Leid wurde immer schlimmer so das ich sie oft garnicht ansehen konnte. Es tut mir im nachhinein so sehr weh das sie so leiden musste und ich mich obwohl ich bei ihr war mich dennoch so ausblendete.

    Soviele dinge sind passiert und die laufen jetzt durch meinen Kopf es ist wirklich schlimm.


    Ja und das mit dem Umfeld da gehts mir auch so klar ich weis das das Leben weitergeht und das es auch weitergehen muss das ist mir schon klar aber ich leide und das kann niemand verstehen.

    Ja das Leben nach dem Tod daran glaube ich fest zumindest das es die Seele gibt weis ich den 2 Tage nach Mamas Tod hat sie mich in der Nacht berührt sie hat mir deutlich über die Stirn gestrichen. Ich habe auch noch mehrere andere Zeichen von ihr bekommen also denke ich bis jetzt ist sie noch wo um mich ist und das ist deine Mama auch ganz bestimmt. Ich hatte auch 7 Wochen vor ihren Tod nachts ein erlebnis das ich nicht zweifel das es irgendwas grosses nach dem Tod gibt also daran zweifle ich überhaupt nicht.


    Aber was mich wirklich zerstört hat ist das Thema Reinkarnation und Wiedergeburt den ich glaube an ein Leben danach und das wir alle mal wieder vereint sind aber wenn das so stimmt wie alle denken mit der Reinkarnation dann gibt es das nicht dann ist sie längst Inkarniert bis ich mal irgendwann sterbe ;(

    Ich weis das klingt jetzt voll blöd aber dieser dumme Gedanke lässt mich nichtmehr los und ich finde keine ruhe mehr

  • Das kann ich verstehen, dass dich der Gedanke quält. Ich persönlich glaube ganz, ganz fest daran, dass sich alle geliebten Wesen nach ihrem Tod wieder sehen. Dafür gibt es so viele Anzeichen.

    Versuche an das zu glauben, was du denkst! Auch wenn es manchmal mehr als schwer fällt...

    Aber wenn du auch schon Zeichen von deiner Mama bekommen hast, ist das der beste Beweis und an die Zeichen glaube ich ganz fest!

    Immer, wenn ich zb. ganz doll weine und nicht mehr weiß, wie es weitergeht, spüre ich, das meine Mum mich umarmt... auch wenn das blöd klingt.


    Ich weiß genau wie du dich fühlst. Ich würde gerne auch noch so viel sagen und sie in den Arm nehmen, ihr sagen, wie sehr ich sie liebe. Ich spreche jetzt viel so mit ihr. Manchmal hilft das. Und sie wird mich hören, ebenso wie Deine Mama.


    Am schlimmsten wird es glaube ich, wenn die dunkle Jahreszeit kommt... davor habe ich so sehr Angst...

    Aber es tut gut zu wissen, dass man nicht allein ist mit diesem Schicksal

  • Hallo Samara, ich möchte nun nur kurz etwas schreiben, da ich eigentlich schon schlafen sollte. Aber auch das fällt nicht so leicht und wenn ich schlafe, wache ich eh früh wieder auf und mein erster Gedanke...Mama, und ich weiß sie ist nicht mehr da und ich bin traurig und die ersten Tränen fangen an zu kullern.

    Du hast geschrieben.." Ich war jeden Tag bei ihr und wenn ich bei ihr war war ich geistig irgendwie weg denn ich musste soviel ausblenden sonst wäre ich dort zusammengebrochen."


    Ja, dass ist das richtige Wort dafür, "ausblenden".

    Mir ist es im Grunde die letzten Tage mit Mama genau so ergangen, ich kann mich an gewisse Stunden und Tage garnicht mehr erinnern.

    So zb nicht genau an den Freitag Mittag als ich zu ihr ins Krankenhaus ging nachdem man Mama Morgens zum Krankenhaus brachte. Ich kann mich nicht daran erinnern wie es ihr da genau ging, ob sie da noch etwas gesagt hat oder oder, ich kann mich nicht erinnern. Als ich Abends zurück kam weiß ich das ich Mama noch eine halbe Schnitte Brot und eine Banane gefüttert habe und sie das auch noch gegessen hat, wenn auch sie sehr schwach gewesen ist.

    An den Freitag Morgen als man Mama mit dem Krankentransport abgeholt hat, kann ich mich nicht erinnern ob ich Mama da von Vorne gesehen habe als man sie hier aus dem Fahrstuhl heraus und dann durch die Haustüre geschoben hat an der ich stand. Ganz komisch das ich mich daran nicht erinnern kann.

    Denn ich kann mich zb ich genau daran erinnern als ich Mama im Dezember 2018 mit Krankenwagen abholen lies..da sehe ich noch Alles genau vor meinen Augen..auch Mama und wie ängstlich sie da gewesen ist. Ebenso auch vom 02.07 als ich auch nochmal Krankenwagen gerufen habe erinnere ich mich an Alles.


    Aber nun an fast Nichts von diesen Momenten? So zb habe ich auch nur das Bild im Kopf als sie meine Mutter mit deren Rollstuhl in den Wagen geschoben haben und ich Mama nur noch von hinten gesehen habe.

    Und normalerweise bin ich immer noch mit zum Krankenwagen oder wie zuletzt Krankentransport gekommen um Mama zu sehen und ihr zu sagen, dass ich gleich nachkommen werde zum Krankenhaus.

    Dieses Mal ist Alles anders gewesen, ich wollte mich zuerst noch wieder hin legen,da ich die Nächte zuvor auch nicht geschlafen hatte,weil Mama sehr unruhig gewesen ist und immer nach mir gerufen hat. Normalerweise wäre ich auch mit zum Krankenhaus gekommen zumal ich hätte hin laufen können.

    An den Samstag Mittag als ich bei Mama im Krankenhaus gewesen bin erinnere ich mich ebenso schlecht bis garnicht, ausser an den Abend dann erneut und das es Mama da schlechter ging und sie auch nichts mehr essen konnte, mich nicht mehr wahr genommen hat und in eine Art Dämmerzustand sich befunden hat. Es ist ein sehr trauriger Anblick für mich gewesen meine Mama so schnell sich in diesem verschlechterten Zustand sehen zu müssen.

    Ich weiß nicht ob man ihr den Tag über schon Morphim gegeben hat, oder am Freitag bereits schon, ich weiß nur noch, als ich am Samstag Abend zuerst noch nach Hause ging um etwas zu essen meine Mutter auf ihrer linken Seite lag ..sie zwar schneller atmete aber keine lauteren Geräusche zu hören waren.

    Weil meine Mama aber aufgrund der Lungenentzündung wohl auch Schmerzen hatte und wo sie versuchte sich umzudrehen dann immer Aua sagte, sagte mir die Nachtschwester bevor ich ging, dass sie Mama etwas geben wird gegen Schmerzen und damit sie leichter atmen könne.


    Als ich um kurz nach 23 Uhr zurück kehrte lag meine Mama auf dem Rücken, sie atmete schnell und ich hörte lautere Geräusche, nicht diese typische Rasselatmung sondern eher ein Gieven. Um 2 Uhr Nachts hörte Mama dann plötzlich auf zu atmen .. nach einer kurzen Weile atmete sie noch 2mal ein und aus, danach trat Stille ein. Ich holte die Schwester die 1 Stunde zuvor noch gucken kam und meinte das meine Mama nun etwas ruhiger atmen würde, was zwar stimmte aber nicht von sehr langer Dauer war und Mama erneut lauter zu atmen begann.


    Man sagte mir nicht das Mama Morphin gegeben hat und seit wann und in welcher Dosis.

    Als ich vorige Woche mit dem Stationsarzt nochmal sprechen wollte erwähnte er das gegen Ende unseres Gespräches nebenläufig das man Mama Morphin gegeben habe.

    Nun habe ich zb wiederrum gelesen, dass wenn der Patient schon ein flache Atmung hat, man kein Morphin geben darf. Denn das kann dann zum Atemstillstand und somit zum Tod führen, was bei meiner Mama dann ja auch geschehen ist.


    Ich möchte meine Mama auch in meinen Arm nehmen und ihr noch so viele Dinge sagen, nur ist es dafür nun zu spät. Und wirklich und schön verabschieden konnten wir uns Voneinander auch nicht mehr und ich bin sicher, dass Mama am Donnerstag als ich mit ihr noch auf der Couch gesessen bin, auch nicht mit ihrem Tod so schnell gerechnet hat. Sie hat mir zwar sagen wollen das sie meint zu ersticken..was ich aber nicht verstand weil Mama das nicht mehr deutlich aussprechen konnte, aber ich glaube sie hat auch nicht damit gerechnet nun sterben zu müssen.

  • hallo samara,

    ich kann dich gut verstehen. mir ging bzw. geht es genauso. obwohl meine mutter schon mehrere jahre unter der erde liegt, vermisse ich sie wie am ersten tag. auch ich fühle mich oft so richtig einsam, obwohl ich nicht alleine bin. leider kann das so gut wie niemand verstehen. ich würde mich sehr gerne mit dir austauschen.

    wünsche dir viel kraft und alles gute verena

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