Unerwarteter Tod meines Papas

  • Hallo zusammen,


    Ich bin neu in diesem Forum weil ich mich mit Menschen, die mich verstehen, über meine Trauer austauschen möchte.


    Am 23.02.2019 ist mein Papa sehr plötzlich gestorben. Ich war zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre alt.

    Ich war zu diesem Zeitpunkt auf einer 6 monatigen Reise in Australien. Ich habe die Nachricht von seinem Tod von meiner Mama per Telefon bekommen und für mich ist eine Welt zusammen gebrochen, vor allem da ich einfach so weit weg von Zuhause war. Das alles war wie ein Albtraum: meine Oma wollte meinen Papa besuchen, aber er hat nicht aufgemacht, also ist sie mit ihrem Zweitschlüssel in die Wohnung gegangen, wo sie ihn tot in der Küche gefunden hat... Er hatte wohl Krampfadern die geplatzt sind. Meine Oma hat mir im Nachhinein gesagt, ihm ging es wohl an dem Tag nicht so gut und auch schon die Tage davor aber niemand konnte ahnen dass es SO schlecht um ihn steht. Mein Papa hatte schon länger gesundheitliche Probleme aber ist nie zum Arzt gegangen... Keiner hat gemerkt, dass es ihm so schlecht ging und er ist einfach ganz alleine in seiner Wohnung zusammengebrochen. (Meine Eltern sind seit 13 Jahren getrennt)



    Der Tod meines Papas hat mir mein Herz gebrochen;(

    Nachdem ich die Nachricht erfahren habe, ging der Stress los: ich bin kurzerhand zurück nach Deutschland gekommen, habe geholfen die Beerdigung zu organisieren, die Wohnung leer zu räumen usw. Das alles ist sehr schwer für mich, da mein Papa für mich immer eine sehr wichtige Person war.


    Anfangs stand ich sehr unter Schock und habe auch die Beerdigung usw. wie 'in Trance' erlebt. Ich konnte einfach nicht fassen, was passiert ist. Gerade noch habe ich mit meinem Papa telefoniert, ihm Fotos gezeigt und nun war er auf einmal weg.


    Nach den ganzen Formalitäten musste natürlich das Leben irgendwie weitergehen. Ich habe es auch geschafft, wieder in den Alltag zu finden, habe einen Nebenjob und fange im Oktober an, zu studieren.

    Aber es beschäftigt mich sehr. Ich denke so oft an meinen Papa und vermisse ihn so schrecklich. ;(

    Wird das irgendwann besser ?

    Außerdem habe ich öfters Träume von ihm... Meine Mutter und meine jüngere Schwester reden nicht viel von ihm, ich habe das Gefühl, sie wollen es eher verdrängen. Ich merke aber dass es mir dabei nicht gut geht. Ich muss darüber reden.

    Was hat euch in eurer Trauer geholfen ?


    Ich habe das Gefühl, nicht viele Menschen können meine Trauer verstehen. Mein Freund war am Anfang sehr verständnisvoll und mir wirklich eine große Stütze, nach ein paar Wochen fing er damit an, dass ich nicht 'für immer' trauern könnte und ich mich so verändert hätte. Er erwartet allen Ernstes, dass ich nach ein paar Monaten wieder normal bin. Das ist doch nicht möglich, oder ?

    Wie lange habt ihr gebraucht, eure Trauer zu verarbeiten und bewältigen?


    Ich habe schon mehrere Bücher zu dem Thema gelesen und überlege nun auch, in eine Selbsthilfegruppe für trauernde Jugendliche zu gehen.

    Hat jemand Erfahrungen mit sowas gemacht ?:) wenn ja, hat euch so eine Gruppe geholfen ?


    Ich Versuche nun, meinen Alltag so gut wie möglich zu gestalten und ich glaube das gelingt mir auch, allerdings möchte ich den Tod meines Papas nicht "verdrängen", ich möchte mich dem Stellen damit es mir irgendwann besser gehen soll.

    Für mich ist es sehr schwierig, vor allem weil es so unerwartet kam und ich gemerkt habe, dass keiner wirklich wusste, dass es meinem Papa so schlecht ging... Er war übrigens 53 Jahre alt als er starb. Für mich unbegreiflich. Ich hoffe ich werde irgendwann darüber hinweg sein...

    Mich würde interessieren wie das bei euch so war und wie ihr am besten mit eurer Trauer umgehen konntet<3

    Vielen Dank schonmal !

  • Hallo ich hab einen ähnliche situation wie du nur der unterschied ist das ich 31 bin und mein paps 77 und ich schon 13 jahre ich mir wahnsinnige sorgen um ihn machte (hatte schwerer Herzinfarkt) wohne 750 Kilometer von zuhause weil ich zu meine Grosse liebe nachhause gezogen bin. Eigendlich wollte mein paps noch auf die Erstkommunion meiner grossen Tochter kommen doch leider hat das Herz ein wenig probleme gemacht und er musste zur Kontrolle ins lkh er meinte meine mama und Schwester samt familie sollen trotzdem auf die Erstkommunion er hätte eh noch mein bruder falls sein sollte den er hat einen Hof und der konnte nicht einfach so mal weg ein tag vor der Erstkommunion die nachricht von meinem bruder mein paps kommt nicht mehr heim mama war unterwegs zu mir und meine Schwester war schon da wir mussten es unserer mama sagen das ihr liebsten menschen nicht mehr sehen wird wenn sie nachhause kommt ich hab nur noch funktioniert aber es ist jeden tag aufs neue schwer wieder in den Alltag rein zu kommen ich vermisse ihn so und wie du sagst das gegenüber versteht das nicht mein freund versteht auch nicht mittlerweile ist es fast zwei monate her es vergeht leider keinen tag wo ich nicht an ihn denk oder Tränen über meine Wangen laufen und am schlimmsten ist wenn ich an zuhause denk und wenn ich zuhause bin ich kann nicht ins Wohnzimmer gehen wo er immer gesessen ist. Meine Freundin machte das auch mit bei ihr hat es 5 Jahre gedauert aber sie sagt es wird jahr zu jahr besser doch diesen Schmerz trägt man in sich. Versuch mit deinen Freunden darüber zu reden wie du dich fühlst das hilft mir auch ein wenig ansonsten kann ich dir auch nicht sagen was hilft ich bin selbst so hilflos meine Geschwister sind da auch ganz anderst wie ich.

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