Plötzlich oder wissend...es ist komisch

  • Hallo.

    Ich bin jetzt 32 Jahre.2010 war ich im 7.monat schwanger und eines nachts stand die Polizei vor meiner Tür und berichtete mir vom Unfall meines Lebensgefährten.Es war wie im Film.Hoffnung bestand.Doch ein späterer Anruf im Krankenhaus(er wurde in ein spezielles geflogen)zerstörte alles.Er ist gestorben.Ich dachte alles vorbei..Ich hab gelitten und musste stark für das kleine Mäusel sein.Ich hab es irgendwie alles geschafft.Noch jetzt passiert es das ich traurig bin deswegen.

    2017 hab ich geheiratet.Einen Mann der Verständnis hat.Mein Papa hat mich übergeben.Da wussten wir nicht das es sein letztes Fest sein wird.oktober kam die böse Nachricht.speiseröhrenkrebs.er kämpfte.ich bin schwanger geworden und er hat sich gefreut.er ließ sich operieren,machte Chemo und Reha.danach ging es ihm besser.im Oktober 18 kam mein sohn auf die Welt.danach ging es bergab.im Januar dann der Anruf.es ist soweit.ich fuhr hin.er wollte zuhause sterben.meine Mama und drei Schwestern begleiteten ihn zusammen mit mir.er hatte trotz Schmerzmittel schmerzen,schrie,und kam mehrmals zurück.es doch dann schon verwest,weil es von inne heraus war.er hat so gelitten und wir konnten ihm nicht helfen5 Tage lang.als er starb war ich irgendwie erleichtert.ich hab mir viele Aufgaben angenommen um meiner Mama zu helfen.meine zwei Kids zaubern mir ein Lächeln.der grosse is neben der Spur.ich kann nicht weinen.er fehlt unwahrscheinlich.aber ich kann es nicht rauslassen.ich hätte gern mehr für ihn getan.sorry länger Text.ich finde das plötzliche is wie Pflaster abreißen,das andere is quälend.ich weiß das da was ist.ein kloss,aber es geht nicht raus.viele Menschen sind mir nix.es ist komisch.

    Selbst bei meinem Mann kann ich nicht weinen.geht es wem noch so?

  • Liebe Gilafi,


    meine aufrichtige Anteilnahme! Das sind schwere Schicksalsschläge, die viel Kraft erfordert haben und auch weiter erfordern. Diese Kraft wünsche ich Ihnen aus ganzem Herzen. Kraft und Vertrauen. Vertrauen darauf, dass Sie für Ihren Vater, für Ihren Lebensgefährten, da waren. Da waren - in guten und schlechten Zeiten, sie begleitet haben.


    Ich wünsche Ihnen Menschen an Ihre Seite, die Sie durch diese schwere Zeit begleiten, für Sie da sind. Sie auffangen, wenn die Kraft nachlässt, wo Sie Ihre Gefühle und Empfindungen in Worte fassen können, wo Sie Ihre Trauer herauslassen können.


    Einen lieben Menschen zu verlieren, das ist schwer. Ein Platz bleibt leer. Aber nicht in unserem Herzen. Dort ist dieser Mensch, er hat sich eingeprägt, hat Spuren in unserem Leben hinterlassen.


    Für uns, die Hinterbliebenen, ist es sehr schwer, nimmt uns Lebenskraft. Wir dürfen (und sollen) uns Zeit zum Trauern geben und uns auch diese Zeit nehmen. Unsere Seele braucht Zeit, um mit dem Erlebten fertig zu werden, es zu verarbeiten. Wir haben etwas Vertrautes und Liebgewordenes verloren.


    Ihnen und Ihrer Familie alles, alles Gute!

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