Mein Mann ist verstorben

  • Im Mai vor zwei Jahren ist mein Mann bei einem Arbeitsunfall gestorben. Was die Sache besonders schlimm macht, wir haben an dem Tag, also am Morgen noch gestritten. Sind dann ohne Worte auseinander gegangen. Mein Mann wäre einen Monat später 40 geworden. War also noch sehr jung. Verarbeitet habe ich das nie. Am meisten tut es mir leid für unsere Kinder. Der kleine ist jetzt 11 und die große 18. Ich habe auch das Gefühl ich werde da nie drüber weg kommen.

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    Mein Mann ist verstorben

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      Im Mai vor zwei Jahren ist mein Mann bei einem Arbeitsunfall gestorben. Was die Sache besonders schlimm macht, wir haben an dem Tag, also am Morgen noch gestritten. Sind dann ohne Worte auseinander gegangen. Mein Mann wäre einen Monat später 40 geworden. War also noch sehr jung. Verarbeitet habe ich das nie. Am meisten tut es mir leid für unsere Kinder. Der kleine ist jetzt 11 und die große 18. Ich habe auch das Gefühl ich werde da nie drüber weg kommen.

  • Liebes Steffchen,


    es tut mir sehr Leid, dass dein Mann auf so tragische Weise verstorben ist!


    Einen Menschen zu verlieren, das ist immer schwer. Auch dann, wenn man sich verabschieden und auf das Sterben einstellen konnte. Es bleibt eine Lücke. Es bleibt Bedauern, über all das, was man noch gemeinsam machen und reden wollte.


    Es bleiben aber auch Zorn und Wut über sich selbst, über den Partner/die Partnerin, über dies und das, über Gesagtes und Gemachtes, aber auch Unterlassenem.


    Wir sind Zerrissene, werden von unseren Gefühlen gebeutelt, machen uns Vorwürfe.


    Warum? Diese Frage wird zu unserem Begleiter. - Und wir werden keine Antwort erhalten.


    Steffchen, es passiert so Vieles, was wir nicht verstehen können, wo wir uns Vorwürfe machen.


    Wenn i, Hätt i, Wär i - Die Zeit können wir nicht zurück drehen. Die Situation zum damaligen Zeitpunkt war so, wie sie war. Ihr habt entsprechend agiert und reagiert. Das ist das Leben.


    Versuche, Dir selbst zu verzeihen, Frieden zu schließen. Es ist schrecklich, was passiert ist, stimmt. Aber es wäre auch schrecklich, wenn ihr euch vorher nicht gestritten hättet.


    Ich wünsche dir aus ganzem Herzen, dass du eine Möglichkeit findest, dir zu verzeihen, Frieden zu finden. Du hast einen Anfang gemacht, indem du dich geöffnet und deinem Schmerz Worte gegeben hast.


    Vielleicht hilft dir Schreiben oder den Kummer von der Seele zu sprechen. Probiere aus, was für dich am besten passt, damit du wieder neuen Mut und Hoffnung fassen kannst! Mir hat zB Schreiben geholfen. Seite um Seite füllte sich, wirr und durcheinander, was mir gerade so in den Sinn kam, bestimmt mit massenhaft Fehlern drin. - Am Ende fühlte ich mich befreit! — Gelesen habe ich die Zeilen nie mehr. Das war und ist auch nicht wichtig.


    Alles Liebe und Gute für dich und deine Familie!


    Wende deinen Blick der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Vielen Dank für deine lieben und aufmunternden Worte. Ich werde das mit dem schreiben versuchen. Anfangs habe ich meinem verstorbenem Mann Briefe geschrieben. Kam mir dann aber seltsam vor. Aber vielleicht ist das gar nicht so falsch.

    Also nochmals vielen Dank

  • liebes steffchen!

    ich möchte dir mein aufrichtiges Beileid zum Tod deines Mannes aussprechen.

    es ist tragisch wenn man einen geliebten menschen mit dem man sein ganzes leben verbringen wollte so früh verliert.

    von einem auf den andren tag ist er nimma da und es ist nix mehr so wie es war.

    das ist ein sehr grosser verlust .

    er hinterlasst eine lücke die nicht mehr zu füllen ist.

    bezüglich des streits den ihr vorher hattet.

    mach dir deswegen keine vorwürfe.

    wie Regentropfen schon geschrieben hat...

    versuch dir zu verzeihen und frieden zu finden.

    ich find es gut dass du deinem mann regelmässig briefe geschrieben hast.

    denn das ist der beginn der Aufarbeitung.

    mach weiter .... wann immer dir dannach ist.

    denn das ist befreiend.

    ich möchte dir das Angebot machen dass du jederzeit hier her komme und über deine trauer und schmerz schreiben kannst.

    wie du wahrscheinlich bemerkt hast sind hier sind menschen die dich verstehn

    die oftmals selbst schon liebe angehörige verloren haben und wissen wie man sich in so einer Situation fühlt

    ich wünsche dir alles gute.

    melde dich einfach wenn dir dannach ist.

    wir sind für dich da -

    eine ganz liebe Umarmung elli

  • hallo ihr

    Mein Mann ist am 28.12.2018 gestorben mit 53 Jahren, wir wahren 34 zusammen und 33 Jahre verheiratet. Ich werde mit der Situation nicht fertig war schon in de Reha aber es hilft alles nichts. Haben drei Töchter und drei Enkelkinder und Schwiegersöhne es hilft wenn sie da sind. Aber abend bin ich immer alleine das tut alles so weh und hört nicht auf

    Gruß Ulli

  • Liebe Ulli,


    mein aufrichtiges Beileid und tiefstes Mitgefühl! Das war eine lange Zeit der Gemeinsamkeit und ich kann mir gut vorstellen, dass es da sehr schwer ist, mit der ungewohnten Einsamkeit fertig zu werden.


    Abend und Nacht, diese Stunden werden lang, ziehen sich dahin. Es wird ruhig, die Stille breitet sich aus, kriecht in Ecken und Ritzen. Man wird auf sich selbst zurück geworfen, kommt ins Grübeln und Studieren. Und das ist schwer auszuhalten, ja.


    Vielleicht helfen Konzertbesuche, Spaziergänge mit Freundinnen oder ein gutes Buch, das Fernsehen, eine Handarbeit, ... um abzuschalten. Oder Schreiben, sich den ganzen Kummer, alle Verzweiflung, alle Ängste, schöne Erinnerungen, ... von der Seele zu schreiben? Mein Vater hat wieder mit dem Malen begonnen.


    Eine gute Bekannte legte sich einen Computer zu, besuchte Kurse (waren meistens am Abend), um ihr Wissen zu erweitern. Manchmal hat es auch etwas für sich, einfach vor sich hin von einer Webseite zur nächsten zu springen, ziellos zu sein, Inhalte zu überfliegen - ohne etwas wirklich wahrzunehmen, die Buchstaben verschwimmen, Gedanken kommen und gehen. Ähnlich geht es mir mitunter auch beim Rosenkranzgebet.


    Das kann helfen, die Einsamkeit und Leere schwindet.


    Am besten aber hilft, und das schreibe ich hier aus tiefster Überzeugung, mit anderen Menschen zu sprechen. Vielleicht auch mit Personen, die eine therapeutische Ausbildung haben. Es ist wichtig, diese Phasen der Leere, der Trauer, Angst und Wut zuzulassen. Das schafft den Boden für eine Neuorientierung. Und es ist vollkommen in Ordnung, sich vom Arzt Medikamente verschreiben zu lassen, die helfen können, die schweren Stunden leichter zu ertragen, die den Schlaf fördern. Wer sich das Bein gebrochen hat, der geht mit Krücken. Für uns alle ist das selbstverständlich. Nur, wenn unsere Seele leidet, dann sollen wir uns keine Hilfe holen???


    Ich wünsche Ihnen aus ganzem Herzen Menschen an die Seite, die zuhören können, denen Sie vertrauen. Menschen, die diesen schweren Weg mit ihnen zusammen gehen, Sie unterstützen.


    Alles, alles Gute für Sie. In Gedanken bin ich bei Ihnen.

  • vielendank Regentropfen

    Ich versuche es mal, aber ich komm einfach nicht in Schwung. Mir fehlt der antrieb etwas zu machen, die Trauer ist halt noch so tief. Ich werde mal Rehasport machen und abends etwas laufen mit meiner Freundin. Bin auch oft mit meinen Töchtern und Enkeln unterwegs, sorry ich bin 57 Jahre alt. Habe in den letzten 10 Jahren vier geliebte Menschen verloren, und meine Mutter liegt auch sehr schlecht. Sie wohnt in NRW das sind fünf Stunden Fahrt von mir aus, ich warte jeden Tag bis mein Bruder anruft und mir sagt ich muss sofort kommen. Ich habe solche Angst davor aber sie brauchen mich das weiß ich

    Mfg Ulli

  • Liebe ulli!

    Deine re0aktion n0ach dem tod deines mannes ist verständlich.

    Das ist ein schwerer verlust und es braucht eben seine zwit um damit zurrecht zu kommen.

    Es ist gut dass du mit deinen kindern und enkerl etwas unternimmst.

    Aus eigener erfahrung kann ich dir sagen dass der zusammenhalt nach dem tod eines angehörigen sehr wichtig ist.

    Auch die treffen mit deinen freundinnen und der rehasport sind eine sehr gute ablenkung.

    Es tut mir leid dass es deiner mama so schlecht geht.

    Vor allem dass sie so weit weg wohnt und du sie net besuchen kannst ist eine grosse belastung für dich.

    Vielleicht ergibt sich die möglichkeit telefonisch mit ihr und wenn das nicht möglich ist mit deinem bruder regelmässig zu telefonieren um dich über den gesundheitszustand d.mama zu informieren.

    Ich wünsche dir alles gute.

    Lg elli

  • hallo ulli!

    Das ist sehr gut.

    Dann siehst endlich alle wieder einmal und kannst zeit mit deiner mama verbringen.

    Was die leere zuhause anbelangt.

    Aus eigener erfahrung weiss ich wie schwer das ist.

    Versuche dich abzulenken...

    Seis mit deinen enkerln der familie oder mit freunden

    Das hilft sehr gut.

    Alles liebe kathi

  • vielen Dank kathi

    Das werde ich haben und dann werden mein Bruder und ich danach schauen das sie eine 24 Stunden Pflege bekommt. Ob sie will oder nicht Sie braucht jemanden der immer bei ihr ist, weil mein Bruder arbeitet noch. Sie meint ja immer er Schaft beides sie und die Arbeit. Aber das geht nicht und ich kann es auch nicht habe meinen Mann lange gepflegt und jetzt wieder so was dann klapp ich irgendwann zusammen. Da für bin ich noch nicht bereit und es muss auch nicht sein weil es gibt auch andere Hilfe. Es geht einfach noch nicht und mein Bruder das geht auch nicht sonnst ist er vor meiner Mutter auf dem Friedhof. Und unsere jüngste Schwester die Schaft das imuzional nicht. Alles baut wieder auf mich aber diesmal geht es nicht sorry

    Mfg Ulrike

  • hallo steffchen, ich kann dich so gut verstehen, auch ich bin mit meinem verlobten so auseinander gegangen. Diese schuldgefühle fressen mich auf. Alle sagen er hat es so gewollt aber was wäre wenn? Bei mir ist es noch sehr frisch und ich hoffe das ich das alles verarbeiten kann.

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