Krebs im Endstadium - Mama

  • Hallo,

    meine Mutter, 47 Jahre jung, hat die maligne Melanom in der Nasennebenhöhle Schleimhaut. Ein sehr seltener Krebsart, der kaum behandelt werden kann, wenn sich Metastasen gebildet haben.

    Die Diagnose erfuhren wir im November 2017. Seither wurde sie einmal operiert und auch bestrahlt.. mit der Immuntherapie hat man es auch versucht. Die Ärzte waren auch irgendwie sehr zuverlässig, weil sie noch in der Anfangsstadion war. Wir hatten nie den Eindruck, dass die Therapien nicht wirken. Uns wurde von Anfang an gesagt, dass das eine langjährige Prozedur sein wird. Innerhalb zwei Monate haben sich Metastasen gebildet -Befall der Lymphen und Pankreaskopf inkl. Nebenniere.

    Kurz vor Silvester habe ich von den Ärzten erfahren, dass die Therapie nicht wirkt und man nicht mehr viel außer palliativen Maßnahmen tun kann. Auf die Frage wie lange Zeit uns noch bleibt, gab der Arzt 2 Wochen - max. 1 Monat.

    Zu wissen das die Mutter sterben wird und das sehr bald... Wie soll man damit umgehen können?

    Ich bin 25 Jahre alt und hochschwanger.. in 6 Wochen ist der errechneter Geburtstermin und ich kann nicht einmal mein Schmerz richtig leben.

    Ich sehe sie, wie sie sich von Tag zu Tag ändert. Ihr Situation verschlechtert sich. Sie hat Gelenkschmerzen und kann auf der linken Auge noch kaum sehen. Sie schläft ständig. Sie ist sehr müde und nicht mehr die alte, die sie mal war.

    Es ist ein unbeschreiblicher Schmerz in mir. Ich kann es nicht beschreiben und habe angst sie loszulassen. Ich versuche die Situation immer wieder zu Akzeptieren. Um richtig Abschied nehmen zu können verbringe ich so viel Zeit wie möglich mit ihr. -die meiste Zeit schläft sie und wir können kaum reden - ich lege mich zu ihr und höre zu wie sie noch atmet und versuche ihre noch warmen Hände zu halten.

    Eigentlich könnte ich noch so viel hier schreiben... Mir würde es wirklich helfen zu wissen, wie ihr in so einer Situation gehandelt habt. Ich kann kaum noch schlafen und ich bin auch generell eine Person die nicht so offen über ihre Gefühle spricht. Lieber spiele ich die starke Tochter. Ich weiß nur, dass diese Schmerz in mir nie enden wird. Keine Ahnung wie ich denken soll oder wie ich handeln soll..


    LG

  • Liebe Kamille,

    Meine Mama ist gestern an Krebs gestorben und obwohl ich 4 Jahre Zeit hatte, konnte ich mich nicht darauf vorbereiten. Ich machte mir so einen Stress, weil viele meinten ich solle los- lassen... Müsse los- lassen. Aber das musst du nicht. Loslassen ist so eine aktive Handlung und dazu ist man nicht bereit. Aber man kann versuchen mehr dem Leben und dem Fluß des Lebens zu vertrauen. Wir können es nicht bestimmten, wir haben es nicht in der Hand aber wir können versuchen den Moment zu leben und uns selber Druck zu nehmen.

    Und natürlich sollst du trauern dürfen auch dein Baby darf das erfahren. Es spürt doch genau den Kummer. Viel leichter ihn zu benennen und das Baby zu beruhigen und ihm erklären, dass du traurig bist aber gut für dich und sie/ihn sorgen wirst.

    Dein Baby ist das Prinzip Hoffung, welch schöne Erfahrung deine Mama durch deine Schwangerschaft noch machen durfte.

    Ich habe die Veränderungen an Mama schwer ausgehalten, alles habe ich bemerkt, jedes zittern, schwächer werden usw., weil es sich wie tausend Abschiede angefühlt hat. Ich wollte festhalten. Nichts hat sich verändern dürfen und das hat noch mehr weh getan, weil ich ja das Leben nicht stoppen kann. Eine Freundin meinte dann, ich solle versuchen sie jeden Tag neu kennen zu lernen. Wie bist du heute? Was möchtest du heute? Was möchte ich heute mit dir tun?

    Wenn Mama ganz schwach war, habe ich mich neben sie gesetzt und ihr Wolle in den Schoß gelegt, um daraus einen Schal zu häkeln (bin völlig unbegabt 😉) aber ich wollte etwas wärmendes und tröstendes haben.. Etwas das noch durch ihre Hände glitt.

    So schön, wie du beschreibst dass du neben ihr liegst und dich auf ihren Atem konzentrierst, dabei werdet ihr sicher alle drei beruhigt ❤️

    Das ist doch genau das richtige. Man muss nicht denken, nicht handeln nur Da-sein.

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Kraft und Liebe in dieser unfassbar schweren Zeit

    Bianca

  • Liebe Kamille,


    Ich kann sehr gut nachvollziehen wie du dich gerade fühlst. Meine Mama hat vor 2 1/2 Jahren die Diagnose Lungenkrebs bekommen. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Zwillinge ein halbes Jahr alt! Meine Mama hat sich so sehr über Ihre Enkel gefreut und ab der Diagnose konnte sie nicht mehr für sie in dem Ausmaß da sein wie sie sich das wünschte. Für mich brach eine welt zusammen! Meine Mama so leiden zu sehen, vorallem auch psychisch wegen der Kinder, hat mich täglich an meine Grenzen gebracht.

    Meine Mama ist vor 2 1/2 Wochen verstorben und ich kann es noch garnicht richtig realisieren! Es ging dann leider sehr schnell obwohl man ihren Krebs seit 2 1/2 Jahren stoppen konnte.


    Ich weiss genau wie du dich fühlst! Habe 2 1/2 Jahre die starke gespielt, für meine Kinder und für meine Mama und den Rest der ganzen Familie! Einen wirklichen Rat kann ich dir nicht geben. Was mir in den letzten Wochen erheblichen Trost gespendet hat, war das ich in der Zeit der Krankheit bedingungslos für meine Mama da war! Auch ich hatte schon vor der Krankheit ‚angstattaken‘ und habe mir immer gedacht, was ist wenn meinen Eltern was passiert. Und dann kam die Diagnose... ich dachte ich breche zusammen und halte das alles mit den Babys und Mama nicht aus. Aber irgendwie habe ich es doch geschafft! Ich hoffe du hast Freunde oder Familie mit denen du über deine Ängste und Sorgen reden kannst. Ich bin auch kein Mensch der das gut kann, aber ich hatte eine Freundin deren Mama auch an Krebs verstorben ist, mit der ich über alles reden konnte und die mich natürlich voll und ganz verstehen konnte. Das hat mir am meisten geholfen und mir sehen viel Kraft gegeben. Sie war zu dem Zeitpunkt genauso wie du hochschwanger als das mit ihrer Mutter war! Ich glaube es gibt kein patentrezept Aber sowohl meine Freundin und ich sind unendlich dankbar das war immer für unsere Mütter da waren und das gibt einem im nachhinein sehr viel, auch wenn man es jetzt noch nicht Glauben kann!

    ICh wünsche dir viel Kraft für die schwere Zeit!!!


    Lg Rita

  • Los lassen ist wohl die größte Herausforderung, die wir im Leben haben. Doch wenn du das machst und sie gehen lässt, dann wird es ihr und auch dir besser gehen. Sag ihr, dass du sie liebst und sie gehen darf. Es ist auch das größte Geschenk, dass du ihr machen kannst. Sie wird dich sowieso nie verlassen, weil wir nicht sterben können, nur den Körper verlassen. Das ist es was wir machen und somit sei du getröstet, sie wird immer um dich sein und du kannst immer mit ihr reden und sie wird dich immer unterstützen, so gut sie kann.


    Alles Gute an euch beide

    karoline

  • liebe karoline


    Deine zeilen haben mich sehr beeeindruckt darum muss ich dir hier heute schreiben

    Das los lassen die grösste herausforderung im leben ist die wir haben ist ein sehr wahrer satz und ich kann dir zu 100 prozent zustimmen

    Einen so geliebten wunderbaren menschen wie eine mama los zu lassen fällt unheimluch schwer das mzsste ich im jahre 2018 erleben

    Ich habe meine über alles geliebte mama am 22.1 2018 für immer gehen lassen müssen

    Ich weiss nicht wie ich das sogenannte trauerjahr überstanden habe ich habe irgendwie funktioniert war nehr im schockzustand und zu nuchts wirklich fähig

    Meine mami war mein ein und alles wir waren unzertrennluch wir haben miteinander gelebt 54 jahre durfte ich meine wunderbare mama haben wir hatten so viele schöne gemeinsame aber leider dann zum schluss sehr traurige momente und erinnerungen miteiander zu teilen

    Nama war so eintoller humorvoller lebensbejahender optimistischer mensch sie hat mein leben so sehr geprägt das sehe ich jetzt wo sie nicht mehr unter uns ist aber täglich in unserem herzen diese liebe die über den tod hinaus geht ist einfach was wunderbares was ich jetzt auf ganz beeindruckende art erleben darf

    Ich bekomme tägluch auf irgend eine art und weise hilfe von meiner mama da ich ja nun völlig auf mich gestellt bin habe keine familie mehr

    Bin vollwaise habe weder bekannte noch freunde ist sehr sehr schwer für mich

    Aber ich weiss dass meine mama stolz auf mich ist denn uch habe mir seit den jahrestag heuerv vorgenommen mein leben in die hand tu nehmen und schritt für schritt wieder ins leben zu finden auch wenn mich der schmerz oft zerreisst und mur mama so furchtbar fehlt

    Wir haben alle in unseren leben ja noch eine aufgabe zu erfüllen und das möchte ixh mit all meiner kraft im sinne meiner mama tun denn sie hat mur vorgelebt wie man das leben meistern kann und dafür bin uch unendlich dankbar

    In wunderbarer und dankbarer erinnerung an einen wundervollen einzigartigen menschen

    Meine MAMA die immer für much da war und gelebt hat ich danke gott für diese mama!!!!!!

    💝💝💝💝💝💝💝💝💝💝💝💝💝💝💝

    Lg an dich karoline von mir sendet ursula

  • lieber josef

    Danje dir

    Würde gerne mehr mit dir schreiben aber bitte lieber über whatsapp muss ja nucht jeder sehen


    Lg an dich von mir

    Ursula

  • Liebe Kamille,

    Ich habe meine Mama letztes Jahr im August verloren. Sie war 50 und ich 18. Sie hat im Dezember 2017 die Diagnose Magenkrebs bekommen und konnte vorerst auch gut damit leben. Ende Juli war sie dann zu einer routine Untersuchung im Krankenhaus und dort wurde festgestellt, dass sich ihre Blutwerte stark verschlechtert haben.

    Ein paar Tage später wurden mein Papa und ich dann von einer Ärztin zum Gespräch eingeladen und uns wurde erzählt, dass meine Mama aus therapiert ist. Das war ein großer Schock für mich. Ich konnte und wollte es nicht war haben und habe viel geweint. Ab dem Tag an habe ich versucht so viel es ging bei ihr zu sein, ihr lustige Geschichten zu erzählen und einfach ihre Hand zu halten. Einen Tag nach dem Gespräch hatte sich der Zustand schon sehr stark verschlechtert und sie hat viel geschlafen. Um nicht in schrecklichen Gedanken zu versinken, habe ich mir ein mandala Buch gekauft und gemalt, während ich gewartet habe, um da zu sein wenn sie aufwacht. Das tut wirklich gut.

    Zwei Tage nach dem Gespräch kam dann eine Trauerbegleiterin zu ihr ins Zimmer und hat mit uns gesprochen. Sie hat erzählt, dass meine Mama angst hatte uns alleine zu lassen und sich viele Sorgen gemacht hat. Ich habe ihr dann versucht die Sorgen zu nehmen, indem ich mich bei ihr bedankt habe für alles, was sie mir mit gegeben hat und ihr gesagt habe, dass sie mich gut auf alles vorbereiet hat und ich es auch ohne sie schaffen werde. Ich glaube es ist ganz wichtig deiner Mama die Angst um euch zu nehmen. Für eine Mama ist es nicht leicht ihre Kinder viel zu früh alleine zu lassen, aber ich habe gesehen, wie meine Mama entspannter geworden ist, als ich ihr versprochen habe, dass ich mein Leben weiter leben werde und mich fröhlich an sie zurück erinnere. Aber wir haben auch zusammen geweint. Das ist ein Moment, in dem wir uns nochmal richtig nah waren. Meine Mama ist dann noch am gleichen Abend gestorben und hat kurz vor ihrem letztem Atemzug noch einmal meine Hand gedrückt. Ich kann dir leider nicht die Angst nehmen und es wird sehr traurig sein, aber das Leben wird weiter gehen und sie wird ein Teil davon sein. Ich spüre oft, wie meine Mama bei mir ist und mir trotzdem Kraft gibt, um diese schwierige Zeit zu überstehen. Ich denke an dich und fühle mit dir. Denk immer dran, du bist nie allein!

    Ganz liebe Grüße und fühle dich gedrückt, Frederike

  • Liebe Kamille,

    ich befinde mich in einer ähnlichen Situation, meine Mutter ist unheilbar an Krebs erkrankt.

    Ich versuche stark zu sein, sie aufzuheitern und nicht mit ihr zu weinen, das schaffe ich einfach nicht. Daher habe ich auch grosse Angst vor den letzten Tagen/Stunden.....es hört sich vielleicht komisch an, aber ich will gar nicht dabei sein, wenn sie von uns geht, es zerreisst mir nur beim Gedanken daran das Herz...Frederikes Beitrag hat mich beeindruckt, ich finde toll, was sie für ihre Mama getan hat, dass sie mit 18 so stark war...

    Ich bin wohl nicht so stark....

    Liebe Kamille, ich wünsche dir Kraft und Stärke und ganz viel Freude mit deinem Baby.

    lg s

  • liebe saroy

    Habe deine zeilen gelesen

    Bin öfters mal hier wieder im forum

    Ich war leider auch nicht bei meiner geliebten mama als sie mich am 22.1.2018 für immer verlassen hat

    Uch war dann anschluessend 3 stunden in dem zimmer wo man such verabschieden kann habe einfach nur immer ihre hand gehalten und es nucht wirklich begriffen dass mama nun nue mehr kommen wurd in diesem leben


    Ich kam diese berühmten 10 minuten zu spät ins spital nachdem mich der arzt anrief und meinte mama würde nicht mehr munter werden sie hatte von so vielen medikamenten die letzlich schuld an ihrer furchtbaren erkrankung der leberzyrosse waren keine kraft mehr zum leben


    Ich habe 54 jahre mit meiner wundervollen mama mein leben geteilt wir hatten so so scjöne aber auch zum svhluss sehr traurige zeiten durch mamas erkrankung war sie dann über jahre ein pflegefall schrecklich ihren körperluchen verfall als tochter mitanzusehen und nichts tun zu können

    Das war so so schlimm für much ich konnte und wollte es nucht akzeptieren dass meine mams so keank und arm war


    Nun bin ich vollwaise habe keine fsmilie keine freunde es ist sehr sehr schwer

    Auch in den trauerforen findet man niemandem da die meisten nicht in wien sind das ist so schade da ein austausch sehr wichtig wöre unter gleich gesinnten



    Ich wünsche Dir auch viel viel kraft in der zeit der trauer die so viel an kraaft energie und seelischen schmerz kostet

    Wir haben alle das schlimmste erlebt was einem passieten kann

    Was gibt es schlimmeres als seine mama die immer für eimem da war zu verlieren

    Dieser schmerz zerreisst oft das herz und die Seele und man geht tägluch an seine grenzen


    Lg an dich

    Ursula aus wien

  • Am 22.03.2019 wurde mein 40 jährige lieber Mann mit metastasiertem unoperablen Magenkrebs diagnostiziert.... Ich war 6.5 Monate schwanden. Den Geburtstermin habe ich übermorgen. Wir waren 2 erfolgreiche Leute... Und auf einmal ist alles weg... Wir leben in Österreich ganz alleine, da wir beide Ausländer sind....ich kann es nicht akzeptieren....ich bete fü ein Wunder

  • Hallo zusammen,


    Ich lese eure Schicksal und weine wie ein Kleinkind....... bin auch in einer Situation die mich innerliche zerfrisst.... Meine Mama hat Anfang des Jahres die Diagnose Darmkrebs bekommen , zufällig bei einer Routine mäßigen Untersuchung gefunden...... wir wohnen ca. 650 km entfernt..... Sie ist heute ins Heim gekommen weil mein Vater die Pflege einfach nicht mehr machen kann sie ist jetzt bettlägerig und laut Arzt wird sie nicht mehr lange leben...... mein Bruder lebt in dem Ort und kümmert sich soweit es geht um alles ..... habe aber ständig das Gefühl was falsch zu machen .... nicht bei ihr zu sein ihr zu sagen wie sehr ich sie liebe .... es zerfrisst mich innerlich..... ich habe Zwei Kinder wir sind beide voll berufstätig und dann die Ferne dazu ..... ich habe mit ihr täglich telefoniert als sie jetzt fast 4 Wochen im Krankenhaus war ..... sie mag auch nicht mehr die Schmerzen das Leiden .... es gab Momente da haben wir gelacht am Telefon das hat soo gut getan ..... dann diese tage wo sie kaum ein Wort rausbrachte ...... zu Ostern haben wir sie das letzte Mal gesehen da war sie noch einigermaßen mobil und zuhause ..... aber jetzt.... ich habe Angst sie im jetzigen Zustand zu sehen

    Werde ich dies bereuen später???? Es macht mich wahnsinnig dieser Gedanke !!! Ich funktioniere zur Zeit nur ......


    Danke für dieses Forum es tut gut mal alles aufzuschreiben


    Seid gegrüßt

    Martina

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