Plötzlicher Tod der Mama

  • Hallo ich heiße Lisa und bin 28 Jahre alt.

    Vor 3 Monaten am 19.08.2018 ist meine geliebte Mama plötzlich verstorben.

    Wir hatten ein ganz ganz enges Verhältnis ich hab noch 4 weitere Geschwister undbin die kleinste von allen. Ich war quasi jeden Tag bei ihr ich bin mit 19 ausgezogen aber habe sie jeden Tag besucht. Mit 20 bin ich in eine Mutter Kind Einrichtung gegangen aber jedes zweite Wochenende war ich bei ihr.

    Danach hatte ich wieder meine eigene Wohnung aber hab da quasi nur geschlafen bin frühs bis abends zu ihr. Im März 2017 ist sie dann 60 km von mir weg gezogen aber trotzdem war ich oft da nicht mehr jeden Tag aber alle zwei Wochen bestimmt. Wir haben jeden Tag telefoniert oder geschrieben.

    Am 17.08 habe ich das letzte Mal abends mit ihr telefoniert ich und mein Mann wollten sie den nächsten Tag besuchen fahren über das Wochenende. Sie hatte mir erzählt das sie eine Woche schon Kopfschmerzen habe aber sie hat es angetan mit migräne oder ähnlichem. Am 18 habe ich den ganzen Vormittag nix von ihr gehört was sehr untypisch für sie ist. Ich habe so tausend mal angerufen ihr geschrieben nix. Dann am Nachmittag bin ich mit dem Zug hin meine große Schwester die in der Nähe vom ihr wohnt ist auch hin sie teilte mir dann mit das sie die Feuerwehr gerufen hat und sie auf dem Boden lag bewusstlos aber sie lebe.

    Sie ist dann ins Krankenhaus auf die intensiv Station gekommen und wir beide standen an ihrem Bett dann meinten die Ärzte das sie mit dem Hubschrauber abgeholt und verlegt wird. Nach Jena 60 km von ihrem Zuhause.

    Ich und meine große Schwester sind dann nachhause und sie meinte sie meldet sich wenn es was neues gibt. Ich habe kein anderen Gedanken gehabt außer sie wird sie die alte usw ich hatte so angst. Am Morgen vom 19.08 ca 1:40 hab ich ein Anruf bekommen von meiner Schwester das sie alles versucht haben aber sie es nicht geschafft hat wir sollten am morgen nach Jena kommen uns verabschieden. Es war die schlimmste Nacht in meinem Leben ich habe mich so leer gefühlt sie war immer da immer und jetzt soll sie weg sein für immer???

    Als wir dann in dem Krankenhaus waren und in das Zimmer sind wie sie da lag an schleuchen und Maschinen angeschlossen. Der arzt meinte sie wird nur noch davon am leben gehalten. Wir haben uns dann alle verabschiedet und dann wurden sie abgestellt. Ihr ist eine Ader im Hirn geplatzt und sie hat Blut verdünner genommen und dadurch ging das alles schnell.

    Ich vermisse sie so jeden Tag ohne sie ist so leer. Und ich wollte einfach mal meine Geschichte erzählen da ich kaum jemanden habe mit dem ich sprechen kann.

    Sie war erst 63 Jahre alt.

    Mama ich vermiss und liebe dich

  • Hallo Lisa, mein Name ist Nadine und ich bin 26 Jahre alt.

    Ich bin gerade ziemlich geschockt über das, was ich hier gelesen habe, weil mich am 09.08. das gleiche Schicksal ereilte.

    Meine Mama ist auch an einer schweren Hirnblutung gestorben, nur mit dem Unterschied, das sie erst 46 Jahre war :'(

    Ich leben die letzten Monate nur von Tag zu Tag und ich habe das Gefühl, umso mehr Zeit vergeht, umso schlimmer wird es und mir wird das ganze erst jetzt richtig bewusst.

    Ich habe die letzten Wochen immer wieder überlegt, ob ich mir das ganze nicht mal von der Seele schreiben soll, weil meine Mama einfach immer die jenige war, mit der ich immer gesprochen habe, wenn es mir nicht gut ging.

    Ich würde jetzt einfach mal erzählen...


    Ich war am 9.8. wie jeden Tag auf Arbeit und wollte gerade Mittagspause machen, als ich auf mein Handy schaute und gesehen habe, das meine Oma ein paar Mal versucht hat mich anzurufen und die Schwiegermutter meiner Mama mir geschrieben hat, das die bewusstlos wäre und der Notarzt da wäre.

    Ich habe meine Oma angerufen und sie sagte unter Tränen, das sie aussieht, als sei sie tot und sie nicht wissen, was los ist...dieses Wort hat mich sofort zum weinen gebracht und ich hab mich sofort auf den Heimweg gemacht.

    Auch bei uns stand in der Straße Feuerwehr und Krankenwagen...mein Onkel, Oma und ihr Freund standen vorm Haus und niemand sagte uns, was los war...als sie in den Krankenwagen transportiert wurde, wurde uns nur gesagt, wir sollen in 2h im Krankenhaus anrufen und die würden uns informieren.

    Wir haben schon eine Tasche mit Sachen für einen Aufenthalt im Krankenhaus gepackt und nach den 2h habe ich angerufen und schon am Telefon die Nachricht vom Arzt bekommen, das sie schwere Hirnblutungen hatte, wiederbelebt werden musste und sie keinerlei Reaktionen auf Tests zeigen würde...

    Ich war einfach nur geschockt...einerseits, weil ich garnicht begreifen konnte, was er mir da gerade gesagt hat und vor allem nicht, das ich meine Mama vom einen auf den anderen Tag verlor...

    Meine Oma, der Freund meiner Mutti und ich sind ins Krankenhaus gefahren und wurden noch einmal über alles aufgeklärt...an dieses Gespräch kann ich mich kaum erinnern, weil ich nicht glauben konnte, wie mir von jetzt auf gleich einfach meine Mama genommen wurde...an ihrem Krankenbett hab ich es keine Minute ausgehalten...Ich konnte sie so nicht sehen und dieses Bild wird sich auch für immer in meinen Kopf brennen.

    Wir sollten am nächsten Tag noch einmal mit dem Rest der Familie ins Krankenhaus kommen, damit sich alle verabschieden können...sie hatte noch 4 Brüder.

    Somit haben wir uns am 10.08.18 von meiner Mutti mit gerade mal 46 Jahren verabschiedet.

    So viel wie an diesen beiden Tagen habe ich noch nicht geweint und immer wieder habe ich mich gefragt, was ich falsch gemacht habe, das mir so ein schlimmes Schicksal wiederfahren musste...

    Ich habe eine Tochter von 4 Jahren und einen Freund. Wir wollten am 18.10. heiraten...die Hochzeitsfeier haben wir abgesagt, aber haben an den Tag trotzdem geheiratet, weil ich auch in den nächsten Jahren keine Hochzeit ohne meine Mutti haben könnte.

    Sie fehlt mir jeden Tag so sehr und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als sie noch einmal sehen zu können, um ihr zu sagen, wie sehr ich sie liebe.


    Es gibt noch viele andere Dinge die ich schreiben könnte, aber das reicht für den Anfang...wäre schön wenn man sich etwas austauschen kann oder einfach mal mit jemanden reden kann, der den gleichen Schmerz hat und auch alle Gefühle genau nachempfinden kann...denn das kann nur jemand, der so einen schlimmen Verlust leider selbst erfahren musste.


    Mama ich liebe dich unendlich doll und du bist und bleibst für immer in meinen Herzen!

  • Liebe Nadine

    Ja ich kann mehr als gut verstehen wie du dich fühlst ich bin gerade am weinen weil deine geschichte ja echt meiner sehr ähnlich ist. Es tut mir so leid für dich und du musst dir keine Vorwürfe machen das du was falsch gemacht hast und es darum passiert ist. Das habe ich am anfang auch gemacht ich wollte wie gesagt zu ihr fahren und hab dann immer zu meinem mann gesagt ich bin schuld das meine mama nicht mehr da ist warum bin ich nicht früher zu ihr gefahren warum hab ich sie nicht geschnappt und bin mit ihr ins Krankenhaus wo sie mir erzählt hat das sie als Kopfschmerzen hat.

    Aber ich konnte nix dafür keiner konnte was dafür der Arzt im Krankenhaus meinte das sie hätte am 15 operiert werden müssen dann hätte man ihr helfen können aber an dem tag war es viel zu spät. Sie muss wohl aufgestanden sein nachts und muss dann noch weil der Druck auf das Hirn so schlimm war gebrochen haben und dann ist sie umgefallen. Es ist sehr sehr unwirklich ich wohne wie gesagt 60km weg und denke noch heute sie ist noch da sie wird dich gleich anrufen ich werde wieder ihre Stimme hören.

    Oder ich sie besuche und sie auf dem Balkon steht und schon ungeduldig sagt wie lange sie schon wartet.

    Ich würde gerne wenn du magst schreiben ich denke sowas tut gut wie gesagt ich hab leider niemanden.

    Lg

  • Mir tut dein Verlust auch sehr leid :(

    Ich habe meine Mutti am Tag zuvor auch noch gesehen und sie hatte Kopfschmerzen, aber wer denkt dabei schon, das sie unbedingt untersucht werden muss, weil sie sonst sterben könnte, Sie hatte das auch öfter und meistens sind das ja auch Kopfschmerzen die von Verspannungen ausgehen.

    Uns wurde im Krankenhaus auch gesagt, das die Blutungen so stark waren, das man ihr nicht mal dort hätte helfen können, wenn sie dort auf dem Flur umgefallen wäre.

    Jeder Tag wird iwie schwerer und in jeder freien Minute denk ich über alles nach....wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit 3 Mietwohnungen, sie wohnte unten, meine Großeltern in der Mitte und wir im Dachgeschoss. Meine Großeltern wohnen schon viele Jahre hier, wir sind vor 4 Jahren ins Haus gezogen und meine Mutti im Jahr drauf. Ich war immer in ihrer Nähe und am schlimmsten fand ich die Situation es meiner Tochter zu sagen....sie hat es zum Glück gefasst aufgenommen und kommt bis heute auch gut klar damit, aber was will man auch von einer 4-jährigen erwarten?!

    Jetzt wo die Weihnachtszeit vor der Tür steht, geht es mir immer schlechter...sie mochte diese Zeit so sehr....alles zu schmücken, Geschenke zu machen, Plätzchen backen usw.

    Dieses Jahr habe ich richtig Angst vor dem Fest....es wird schrecklich ohne sie werden.

    Es ist wirklich schwer nicht zu denken, das man damit bestraft werden soll....ich bin ihr einziges Kind und mit meinem Vater habe ich schon seit sehr vielen Jahren kein Kontakt mehr...ich hatte nur noch sie und wir haben ein paar Tage zuvor noch über meine Hochzeit gesprochen. Ich hätte so gern eine Feier mit meiner Familie und Freunden gehabt, aber ohne sie ist es mir einfach nicht möglich...auch war uns das Datum wichtig, der 18.10.18, nach 8 Jahren Beziehung genau an unserem Jahrestag....die 8 hat mit allem gepasst, wegen dem Unendlichkeitszeichen.

    Sie verpasst alles was noch kommt und wir müssen es ohne sie durchstehen....meine Oma tut mir auch so unendlich leid. Das eigene Kind zu begraben ist das allerschlimmste, was einem passieren kann. Ich war zuvor auch noch nie auf einer Beerdigung und ich hätte niemals gedacht, das die erste, die meiner Mutti sein wird.

    Ich hatte auch immer Angst einen Menschen der mir nahe steht, durch so ein Schicksal zu verlieren....wenn jemand krank ist und man weiß, das es dazu kommen wird, ist es auch sehr schlimm, aber man hat Zeit sich zu verabschieden und jeden Tag anders zu nutzen, aber so ist es unbegreiflich und ich hoffe jeden Tag, das es ein elend langer Albtraum ist und ich endlich aufwache....hätte ich meine Tochter nicht, hätte ich mich schon lange aufgegeben und würde mich am liebsten im Bett verkriechen.

    Wie gehst du im Moment damit um? Machst du iwas, um es dir erträglicher zu machen?


    Liebe Grüße

  • Liebe Nadine


    Es echt unfassbar wie gleich unsere Geschichte ist ich denke ich lese meine und muss wieder heulen.

    Ja uns hat man wie gesagt auch gesagt das wenn sie paar Tage vorher ins Krankenhaus gekommen wäre es gut gegangen wäre. Und weil ich mir so Vorwürfe gemacht hab hat mir der arzt dann auch gesagt das selbst wenn ein artz neben ihr gestanden hätte sie den samstag im Krankenhaus gewesen wäre es einfach zu spät war. Sie hätten sie wohl noch operieren können aber das hätte nix gebracht sie hätte da nur gelegen und früher oder später wäre es auch so gewesen. Und das wollte sie auch nicht sie meinte immer wenn mir was passiert und es geht nicht mehr geht es halt nicht mehr. Aber wie du schon sagt wer rechnet damit. Ich hab im Januar erst meine Oma beerdigen müssen und dachte da schon es war schlimm aber das zerreißt mich jeden Tag aufs neue. Ich bekomme es einfach nicht in meinen Kopf. Ich habe auch ein 8 jährigen Sohn der aber nicht bei mir lebt er hatte so wenig zeit mit ihr und hat auch schlimm geweint. Ich hab ihm erzählt Oma is jetzt im Himmel und passt da auf.

    Das mit eurer Hochzeit kann ich mir denken wie das ist da will man nicht groß feiern weil der wichtigste mensch fehlt.

    Ich habe auch sehr sehr große Angst vor Weihnachten jetzt schon wo alles geschmückt ist könnte ich heulen und es fällt mir unfassbar schwer. Am liebsten würde ich mich auch verkriechen. Wir haben letztes Jahr noch Weihnachten gebacken es sah aus wie sau aber es war einer der schönsten Tage für mich. Sie hat dieses Jahr Geld geerbt und wusste das letztes Jahr schon und meinte da nächstes Jahr backen wir in meiner neuen Küche 😢

    Wenn mir das einer vor einem Jahr erzählt hätte ich hätte das nie geglaubt ihr ging es eigentlich immer soweit gut. Und wie du schon sagst wer denkt bei Kopfschmerzen an sowas? Ich wünschte ich könnte die Zeit zurück drehen und sie retten.

    Und zu deiner Frage naja im Moment hab ich öfters Momente wo ich mich einfach verkriechen und richtig heule das befreit mich meist ein wenig. Und ich hab mir vor einem Monat ein gedenk Tattoo stechen lassen ich brauchte einfach ein gegen Schmerz. Also ich merke gerade obwohl wir noch nicht viel geschrieben haben tut es doch gut mit jemanden darüber zu schreiben.

    Danke 😔

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