Ich komme mit dem Tod meiner Mama nicht klar

  • Hallo,

    morgen ist es soweit. Trauerfeier um 14 Uhr. Weiss nicht, wie ich es durchstehen soll. Ich weiss ich werde es schaffen, schon meinem Vater zu liebe. Ich begreife immer noch nicht, dass meine Mama nicht mehr da ist. Mein Vater leidet so sehr. Ich habe große Angst, dass er sich irgendwann was antut. Er plant für dieses Jahr ganz viel Ausflüge mit uns. Und heute sagte er sowas wie: ach das muss ich auch noch vorher erledigen. Als meine Schwester ihn darauf ansprach, was er mit vorher meint, fing er an zu weinen. Vielleicht sehe ich auch Gespenster. Aber mein Mann, der eigentlich nicht solche Gedanken hat, meinte sogar, dass mein Vater etwas vorhat in Sachen Suizid. Ich könnte es sogar verstehen. Meine Mama und er waren unzertrennlich.

    Am Dienstag ist dann die Urnenbeisetzung und Mittwoch wäre sie 73 geworden. .........

  • Hallo Antje,

    hast du die Beisetzung gut überstanden? In dem Augenblick realisiert man die Endgültigkeit mit voller Wucht.Aber man versucht,sich zusammenzureißen.Wie hat es dein Vater verkraftet?Du konntest deiner Mutter heute nicht zum Geburtstag gratulieren,das war sicher schwer.Bei mir ist es anders herum,ich habe Geburtstag und das erste Mal ohne die lieben Wünsche meiner Mutter.Eigentlich wollte ich ihr heute frische Blumen bringen,aber ich habe es nicht geschafft,mich anzuziehen.

    Eine Trauergruppe habe ich tatsächlich gefunden,war schon einmal dort,hat mich auch durchaus angesprochen,aber besser geht es mir trotzdem nicht,eher im Gegenteil.

    Kornelia

  • Hallo Kornelia, hallo liebe Antje, ja mit der Beerdigung geht das irdische Leben mit dem geliebten Menschen endgültig zu Ende.

    Ich habe meine Mama am 17.08 zu ihrer letzten Ruhestätte begleitet, unserem letzten gemeinsamen Weg der mein schwerster in meinem bisherigen Leben gewesen ist.

    Nun ist die unendliche Trauer und der Schmerz da der immer schlimmer wird. Das Vermissen der Mama die immer so selbstverständlich da gewesen ist, zu der man reden konnte und sie gesehen hat.

    Alles ist mit einem Male weg, kommt nicht zurück nur die Erinnerung bleibt zurück.

    Es ist unbeschreiblich schwer die eigenen Gefühle wieder zu geben weil man das nicht in Worte wieder geben kann. Und dieses Endgültige macht es einem so schwer es wahr haben zu wollen, wahr haben zu müssen, denn ich will es nicht wahr haben obwohl ich es muss.

    Mein Herz weint, meine Gefühle weinen, mein Inneres ist am weinen, ich liebe meine Mama so sehr und ich würde ihr das nun so gerne sagen. Zu ihr gehen, sie in meinen Armen nehmen , ihr einen Kuss geben und sagen, Mama ich liebe Dich.


    Liebe Kornelia, mit anderen Menschen die selbes durchmachen wie wir zu reden tut sicher gut so wie in einer Trauergruppe das möglich ist. Wenn ich wüsste wo sowas bei mir statt findet, würde ich bestimmt auch mal hin gehen.

    Aber mir ist klar, wenn wir dann wieder für uns alleine sind, ist halt diese Leere da die durch nichts mehr ersetzt werden kann. Und unsere Mamas werden uns unser Leben lang fehlen, mir ist das nun die letzten Wochen sehr bewusst geworden. Mir wird sie immer fehlen jetzt und ich werde immer an meine Mama denken, ich versuche mir vor zu stellen das sie mich fühlen kann, sie weiß das ich sie sehr vermisse ihr es nun aber gut gehr und Mama mir nur etwas voraus gegangen ist und ich nachkommen werde.


    Liebe Antje, ich wünsche dir auch viel Kraft und das du die Beisetzung deiner Mama gut überstanden hast und das dein Papa trotz des herben Verlust auch an Dich denkt , denn du das Kind bist was er deiner Mama geschenkt hat.


    Liebe Grüße an Euch beide..

    Dieter

  • Liebe kornelia, lieber Dieter,

    Lieb, dass ihr an mich gedacht habt. Es war einfach nur schrecklich. Ich habe meinen Vater gestützt und wir haben die ganze Zeit unsere Hände umklammert. Er sagte immer: ich schaff das alles nicht. Wir haben uns aber gegenseitig halt gegeben. Meine beiden Schwestern haben es ganz gut überstanden. Meine eine Schwester ist seit einem Verkehrs unfall behindert. Sie war zwar traurig aber sie vergisst auch wieder sehr schnell. Ihr Kurzzeitgedächtnis funktioniert nicht mehr so richtig. Zwischendurch fällt ihr es dann immer wieder ein und dann ist sie traurig. Und meine andere Schwester hatte nicht so die Bindung zu meiner Mutter, da sie die Stiefmutter war. Sie haben sich aber trotzdem sehr geliebt. Sie hat schon mal ihre Mutter verloren. Mein Vater (Stiefvater) ist also zum zweiten Mal Witwer.

    Er ist aber trotzdem wie mein leiblicher Vater. Ich liebe ihn sehr.

    Die Urnenbeisetzung war auch nochmal sehr emotional. Das war so endgültig. Naja und der Geburtstag gestern .......

    Liebe kornelia, lass dir Zeit mit der trauergruppe. Man muss ja auch erst vertrauen zu den anderen Teilnehmern fassen. Schön dass du den ersten Schritt dahin geschafft hast.

    Ich habe am 23.2. Geburtstag. Meine Mama hat mich immer um 10:23 Uhr angerufen, sogar auf der Arbeit. Um die Uhrzeit wurde ich geboren. Das sind dann so Momente, die besonders Schmerzen. Und an Weihnachten mag ich gar nicht denken....

    Lieber Dieter, genau diese Gedanken habe ich auch. Das Gefühl dass sie nie nie mehr wiederkommt ist so furchtbar. Ich möchte sie auch riechen, anfassen. Ich kann im Moment noch keine Fotos anschauen. Vielleicht kommt das noch. Ich hoffe für uns alle, dass der Schmerz weniger wird. Liebe Grüße und fühlt euch von mir umarmt. Schreibt eure Gedanken auf. Möchte gerne wissen wie es euch geht. Fühle mich mit euch verbunden

  • Ich schalte mich mal mit ein, da ich mich in Euren Trauergedanken wiederfinde.

    Meine Mutter verstarb Mitte August völlig überraschend nach kurzer, schwerster Krankheit. Sie war 87 aber bis August noch fit und scheinbar gesund. Das Verhältnis zwischen uns war sehr innig und warmherzig. Mein Vater musste schon vor 5 Jahren gehen. Sein Verlust war ebenfalls sehr schwer, aber wir stützten uns gegenseitig. Jetzt ist es heftiger. Nach einer Woche war die Trauerfeier mit Sarg, am 7. September die Urnenbeisetzung. Nur noch Staub. Keine Wärme, keine Anrufe, kein Kontakt...für immer. Nur noch Bilder, Erinnerungen. Das ist brutal. So brutal, dass eine Depression nicht weit ist. Mir hilft es derzeit, darüber zu reden, Trauer zulassen, aber auch sich nicht permanent dieser Brutalität aussetzen. Soll heißen, nicht unaufhörlich sich dem Selbstmitleid hingeben und runter ziehen. Auch mal Verdrängen und Momente der Ablenkung und Freude zulassen. Das gelingt nicht oft, aber doch zunehmend und tut mir gut. Sich Zeit geben für die Verarbeitung. Mal mit Tränen, mal mit tiefem Schmerz und mal mit Ablenkung. Ich hoffe, ich bin auf dem richtigen Weg.

  • hallo Nicolas,

    Mein herzliches Beileid. Du machst es meiner Meinung nach genau richtig. Trauer zulassen und sich aber dem nicht zu 100 Prozent hingeben. Sonst zerbricht das Herz .

    Ich versuche, die trauer einmal am Tag heftig zuzulassen. Da weine und schreie manchmal auch. Danach gehst mir komischerweise besser. Ich darf mich nur nicht reinsteigern. Und wenn ich merke, dass durch irgendeine Sache die trauer zurück kommt, versuche ich mich abzulenken. Ich bin von Beruf Erzieherin, da wird man genug abgelenkt. Da darf ich auch nicht nur traurig sein. Und falls doch, dann sage ich es den Kindern einfach. Manchmal gibt es Tage, da gelingt es mir und manchmal auch nicht. Ist ja alles auch noch ziemlich frisch.

    Nicolas du bist meiner Meinung nach auf einem richtigen Weg.

  • Liebe Antje,

    ich war sehr gerührt,als ich gelesen hatte,dass deine Mama dich immer zur Geburtszeit angerufen hat.Eine so liebe Geste.Gut,dass du noch ein paar Monate Zeit hast,bis du wieder Geburtstag hast.Die Rituale werden fehlen,auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

    Meine Mutter ist in einer Grabeskirche beerdigt,dort wurde ich damals getauft und trotz der Schönheit der Kirche macht es mich diese Tage besonders traurig,wenn ich mir vorstelle,dass meine Eltern an diesem Tag in diesem Gebäude bestimmt sehr glücklich waren und jetzt ruht nur noch ihre Asche da.

    Vielleicht muss man nur das erste Jahr über stehen,bis man wieder auf die Beine kommt.Immer ein erstes Mal ohne die verstorbene Person,Geburtstag,Weihnachten etc.Der Platz bleibt für immer leer.

  • Lieber Dieter,

    ich habe die Trauerbegleitungsgruppe zufällig in der Zeitung entdeckt.Ich hatte schon vorher überlegt,ob es für mich in Frage käme,aber doch zurückgeschreckt.Vielleicht weil ich generell eher zurückhaltend bin,aber hauptsächlich,weil ich Angst hatte,da mein Trauerfall einfach dem normalen Gang des Lebens entspricht,meine Mutter alt war und ich sogar beim Einschlafen die Hand halten konnte und man ja nicht weiß,welche Schicksale andere hatten.Aber meine Bedenken waren unbegründet,es war sogar eine Frau da,deren Mutter noch älter war und sie konnte alle meine Gefühle nur unterschreiben.Jeden Monat wird ein Treffen sein,jedes Mal ein anderes Motto.Im Oktober sind die Trauerphasen an der Reihe,ich habe mich schon etwas schlau gemachr. Bis vor kurzem dachte ich,ich sei in der Phase 2,aber jetzt scheine ich manchmal wieder am Anfang zu sein,das Nichtwahrhabenwollen.Eventuell weil die mehrmonatige Haushaltsauflösung beendet ist,meine Wohnung auch langsam umgeräumt ist und nur noch 2 Kisten mit Briefen,Photos etc.unberührt auf dem Boden stehen.Nun denke ich oft,jetzt ist genug gepackt,geräumt,gemacht und getan und es soll alles wieder sein wie vorher.

  • Hallo Nicolas,

    ich denke auch,dass du auf dem richtigen Weg bist.Deiner Mutter ist eine lange Leidenszeit erspart geblieben,aber dadurch war der Schock für dich umso größer.

    Eigentlich war ich auch schon so weit,hatte sogar Urlaubspläne geschmiedet,war im Konzert,zwar immer mit einem traurigen Gefühl dabei,aber es schien aufwärts zu gehen.Aber ca.2,5 Monate nach dem Tod meiner Mutter bin ich von diesem Weg wieder abgekommen und die Traurigkeit überwiegt und beherrscht den ganzen Tag. Bald sind es schon 4 Monate und ich sehe es als Erfolgserlebnis,dass ich mich in den Supermarkt schleppen kann.Arbeiten geht sporadisch,lenkt ab,aber manchmal möchte ich da auch nur weinen.

  • Hallo zusammen,


    ich möchte euch mein tiefstes Beileid aussprechen. Auch ich habe einen großen Verlust erfahren müssen. Ich bin 41 Jahre alt, männlich,verh. 2 Kinder und leide seit Jahren unter Depressionen. Ich habe im Juli meine Mutter verloren, sie war 59 Jahre alt. Ich bekam morgens um halb vier eine sms von meinem Vater in der stand, deine Mutter ist im Krankenhaus lass sie erstmal in Ruhe. Das war schon mal sehr seltsam aber nicht so verwunderlich für mich( später lest ihr warum ). Natürlich habe ich versucht sie zu erreichen was mir irgendwann kurz gelang. Sie sagte mir sie wäre umgekippt und es wird untersucht. Ich arbeitete an dem Tag normal weiter und fuhr abends in Krankenhaus. Dort empfing mich mein Vater mit den Worten : lass deine Mutter jetzt los sie wird sterben ist voller Krebs. Ich war dann nochmal an dem Tag auf der Intensivstation bei ihr, sie lag im künstlichen Koma. Es wurde versucht ihre Venen in den Beinen zu weiten. Ich sagte den Schwestern das ich am nächsten Tag dabei sein wolle wenn Sie ihre Diagnose bekommt damit sie nicht alleine ist. Mein Vater war auch dabei kippte aber kurz vorher um. Also war ich alleine bei ihr.

    Dann wechselte sie mehrmalig die Stationen. Mein Vater und ich hatten nie ein gutes Verhältnis ich war ja das ungewollte Kind. Bin Einzelkind. Also fuhr ich jeden Tag ins Krankenhaus am Wochenende auch 2 mal am Tag. Es ging stetig Berg ab mit ihr. Mein Vater wurde immer heftiger es sagte ich sei nur der Sohn solle nicht mit den Ärzten reden usw das wäre seine Aufgabe. Ich wollte nie was böses wollte nur Infos da ich diese von ihm nie bekam. Ich wollte auch ein konsilgespräch mit den Ärzten um für mich Vorsorge treffen zu können. Ich rief eine Woche vor ihrem tot auf der Station an um zu hören wie es ihr geht. Das tat ich jeden Mittag von der Arbeit aus. Sie sagten mir wir sollen unbedingt kommen für ein Gespräch da es jetzt jeden Tag soweit sein kann. Ich rief meinen Vater an und sagte es ihm. Dummerweise weckte ich ihn und er sagte wieder ich solle mich nicht einmischen ich sei nur der Sohn sie wird schon nicht in den nächsten stunden sterben er werde das am nächsten Tag klären. Ich bin hingefahren und habe erfahren das es auf das Ende zu geht mehr dürfe man mir nicht sagen. Am nächsten Tag war ich wieder bei ihr mit meinem Vater . Sie lag schlecht und wollte anders liegen. Ich habe ihr Kissen unter den Rücken gelegt und alles versucht bis mein Vater sagte ich solle sie nicht so pampern. Für mich zerbrach alles immer mehr - wie konnte man einen Sterbenden Menschen so behandeln. Nach drei Wochen wurde meine Mutter dann auf Morphium und diazepam gesetzt und schlief nur noch. Ich war samstags da. Sie schlief nur noch. Bin dann samstags abends nochmal hin um zu schauen ob sie wach war. Die Schwester sagte mir es wäre besser zu bleiben. Ich war die ganze Nacht dort. Sonntags Abend schlief sie dan endgültig ein. Ich bin noch immer total traumatisch belastet. Darüber geht nun auch meine Ehe kaputt. Ich weiß nicht mehr weiter .....


    lg


    chris

  • lieber Chris,

    Mein Beileid zum Verlust deiner Mama. Es ist schlimm zu lesen, was du durchgemacht hast und durchmachst. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg mit der trauer umzugehen. Dein Vater macht es auf diese Weise. Er hat glaub ich bis zum Schluss verdrängt, dass es deiner Mama so schlecht ging. Natürlich ist es nicht in Ordnung dich so zu behandeln. Lass ihm die Zeit die er braucht, um es zu verarbeiten. Eines Tages wird ihm bewusst sein, dass nur noch du da bist. Ihr müsst euch gegenseitig halt geben. Er wird irgendwann auf dich zu kommen, oder du auf ihn. Auch wenn euer Verhältnis leider nicht so gut ist. Vielleicht ist bald die zeit gekommen, um euch anzunähern. Er wird bestimmt genauso trauern, zeigt es aber nicht. Wichtig ist, dass du dein Leben mit deiner Frau und deinen Kindern lebst. Nimmst du aufgrund deiner Depression Hilfe in Anspruch? Teile deine Gedanken mit deiner Frau, dann kann sie dich besser verstehen. Auch mein Sohn leidet unter Depressionen. Am Anfang konnte ich nicht verstehen, was mit ihm los ist. Doch jetzt habe ich mich mit der Krankheit auseinandergesetzt und viel darüber gelesen. Auch deine Frau kann sich Hilfe holen. Ich wünsche euch ganz viel Kraft. Liebe Grüße Antje

    Melde dich doch zwischendurch mal

  • Hallo euch allen,

    erstmal mein aufrichtiges Beileid, an die die Verluste erlitten haben.

    Sowie vielen anderen habe ich meine Mutter auch verloren und kann es auch noch nicht richtig begreifen. Meine Mama starb vor wenigen Tagen mit 54 Jahren an Krebs. Vor 3 Monaten bekam sie diese Diagnose, sie erhielt Bestrahlung und alles. Nur leider hatte der Krebs schon zu stark gestreut gehabt, weswegen uns die Ärzte vor einer Woche sagten, dass keine Chancen mehr bestehen und ihr nur noch wenige Wochen bleiben. Aus diesen wenigen Wochen wurden schlussendlich Tage, in denen sie rasend abnahm. Ihr Kopf war bis zum Ende klar, der Körper allerdings brach immer mehr ein. Sie war durch den Krebs von der Brust abwärts her gelähmt und hatte auch nur noch Schmerzen. Sie sagte auch so oft, dass sie nicht mehr will. Ihre Seele war in diesem Körper gefangen. Für meine Mama ging es zum Glück schnell und sie schlief friedlich ein. Allerdings dreht sich natürlich für alle anderen die Welt weiter und sie hat eine große leere in vielen Herzen da gelassen. In ein paar Tagen ist die Beerdigung und selbst das ist so unrealistisch. Ich habe noch ihr lachen in den Ohren, vor ein paar Monaten war alles gut und jetzt.. einfach ohne Worte. Ich bin 23 Jahre alt und die Gedanken, dass meine Mama meinen weiteren Werdegang nicht miterleben kann, lässt mir die Luft zum Atmen. Sie wird niemals erfahren können, wie es ist Oma zu sein. Alle Dinge die wir uns vorgenommen haben und immer wieder aus irgendwelchen unnötigen Dingen verschoben haben, können wir nicht mehr machen. Ich kann meiner Mama nicht mehr nach Rat fragen oder Ereignisse mitteilen, die im Leben so passiert sind. Den Traum von ihrer neuen Wohnung konnte sie auch nur kurz genießen.. Es sind einfach so viele Sachen, die meine Mama noch vor sich hatte. Diese unglaublich starke Frau, meine Heldin, die alles meistern konnte in den Jahren, wurde erschlagen von diesem ekligen Krebs. So viele Menschen fallen dem zum Opfer und so viele Menschen müssen darunter leiden. Es ist einfach unbegreiflich. Dabei hatte ich nur noch meine Mama, der wichtigste Mensch in meinem Leben. Und nun ist sie weg.. Dieser Gedanken, dass man einen Menschen nie wieder sehen kann oder mit dieser Person sprechen kann macht einen kaputt.

  • Hallo liebe Tessa, mein tiefstes Mitgefühl für Dich und deinen schweren Verlust deiner Mama.


    Ich verstehe sehr gut wie Du dich fühlst. Meine Mama ist nun vor 2 Monaten gestorben, ich bin mit ihr 52 Jahre lang unzertrennlich gewesen und hab immer mit ihr unter einem Dach zusammen gelebt.

    Meine Mama ist zwar 89 Jahre alt geworden, aber glaube mir, nach so einer langen Zeit des Zusammenseins mit meiner Mama und nun plötzlich ist sie nicht mehr, fällt unglaublich schwer und tut höllisch weh. Meine Mama hat eine Lungenentzündung sehr schnell das Leben gekostet, ich habe nicht im Ansatz geahnt ,dass sie sich eine zugezogen hat.


      • Dieser Gedanke, dass man einen Menschen nie wieder sehen kann oder mit dieser Person sprechen kann macht einen kaputt.


    Ja, genau so geht es mir nach nun 2 Monaten auch. Ich würde so gerne mit meiner Mama über alles reden, sie sehen...aber das wird nie mehr der Fall sein und ich fasse es einfach nicht.

    Ich wünsche dir sehr viel Kraft für die kommende Zeit Tessa, bei mir ist es nach nunmehr 2 Monaten schlimmer geworden das ich meine Mama vermisse.


    Lieben Gruß

    Dieter

  • Liebe Tessa,lieber Dieter,

    eure Erlebnisse haben mich auch traurig gemacht.Egal,wie alt der Mensch geworden ist,der Verlust trifft einen einfach mit so einer Wucht,dass er schwer ist,standzuhalten.Ich finde es auch am schlimmsten,dass die Person für immer weg ist und alles so endgültig ist und man jetzt alles vermisst,das Lachen,typische Gesten,jede Banalität,man wünscht sich alles zurück,selbst,wenn es nur für einen Augenblick wäre.Und mir fallen auch immer neue Situationen ein,wo ich vielleicht mal nicht so nett zu meiner Mutter war und wenn es Dinge aus der Kindheit sind.

    Ich sehe es wie Dieter,wenn der erste Schock vorüber ist,wird einem so richtig bewusst,dass das Leben nie mehr so sein wird wie früher.

    Ich hoffe,Tessa,dass du die Beerdigung gut überstehst.Das Schicksal scheint nicht fair zu sein,Krebs ist erbarmungslos und eine Geißel der Menschheit.So wie du es schreibst,war es für deine Mama eine Erlösung,es wäre nur noch schlimmer geworden.Nur wenn die Krankheit so schnell um sich greift,ist man als Angehörige gar nicht vorbereitet. Meine einzige Hoffnung ist,dass man sich im Himmel wiedertrifft und man dort vielleicht von seinen Liebsten empfangen ist.Es wäre so schön.

  • "Meine einzige Hoffnung ist,dass man sich im Himmel wiedertrifft und man dort vielleicht von seinen Liebsten empfangen ist.Es wäre so schön."


    Liebe Kornelia, ja genau das ist auch meine Hoffnung. Ich hoffe das die Trennung auf Erden nur vorrübergehend sein wird und man sich auf der "anderen Seite, in welcher Art und Weise auch immer, sich dann wieder sehen wird.

    Ich vermisse meine alte liebe Mama so unendlich. 😢

    "dass die Person für immer weg ist und alles so endgültig ist und man jetzt alles vermisst,das Lachen,typische Gesten,jede Banalität,man wünscht sich alles zurück,selbst,wenn es nur für einen Augenblick wäre".


    Ja Kornelia, ganz genau so ergeht es mir nun auch.


    Lieber Gruß

    Dieter

  • Ich kenne dich nicht, aber ich sitze gerade vor dem rechner und erlebe es gerade genau so. meine mutter hat mich angerufen, um halb sieben morgens! der schleim in der lunge geht nicht mehr heraus. ich schreibe jetzt grammatikalisch völlig falsch ... aber

  • hallo ihr lieben, ich wollte mal fragen, wie es euch so ergangen ist in der letzten Zeit.

    Bei mir schwankt es täglich. Mal denke ich, mir geht es besser, und dann falle ich in ein tiefes Loch. Jetzt kommt eine schreckliche Zeit auf uns zu. Weihnachten war eigentlich immer ein Fest auf was ich mich gefreut habe. Meine Mama hat es auch sooo geliebt alles schön zu schmücken . Ich schwanke hin und her, ob ich dieses Jahr überhaupt was mache. Ich lass es auf mich zukommen und entscheide dann, wie es dieses Jahr zelebriert wird. Meinem Papa geht es sehr schlecht. Die Sorge um ihn kommt dann noch dazu. Mir fehlt sie so unendlich..........

  • Mal erträglich, mal unerträglich.

    Erträglich im Alltag, weil die Gewöhnung greift. Oberflächlich gelebt wimmert zwar ein dauerhafter Schmerz, der zu ertragen ist, weil mir bewusst ist, dass der Schmerz auch viel heftiger sein kann. Schwer zu sagen, wie oft ich ihn bewusst wahr nehme. Verdrängen und gewöhnen.

    Doch hin und wieder kommt die Trauer unerträglich. Momente, Situationen, Begegnungen, Lieder, etc, die die Erinnerung wecken und das Unfassbare wieder ins Bewusstsein rufen. Das quält unglaublich. Nie wieder....

    Weihnachten kann da richtig schlimm werden. Aus dieser Befürchtung heraus aber evtl gar nicht so. Ich werde mit meiner Schwester die gepflegten Rituale bewusst weiter begehen, in der Hoffnung, die Zeit etwas zurück drehen zu können.

    Weiter leben und weiter verarbeiten. Täglich aufs neue.

  • An alle mein herzliches Beileid habe gestern meine Mutter verloren mit 88 . Wir wussten nach einen ähnlichen Vorfall im Sommer wo wir auch schon in der Notaufnahme am Bett standen das sie jederzeit vielleicht stirbt das ihre Gesundheit einergehen mit Demenz nicht gut ist. Aber sie hat dort aus eigener Kraft nochmals geschafft. Letzte Woche wurde die mit einer Ohnmacht wieder eingeliefert hat am Donnerstag mit meinen Geschwistern noch einen schönen Nachmittag verbracht wo sie sich bei uns bedankt hat das wir (6 Kinder) ofz im Pflegeheim besucht haben und das sie glücklich ist alle Kinder und Enkelkinder (14) sind gesund und am Leben. Gestern nun waren wir 3 Schwestern dort und um 16.30 haz sie einfach aufgehört zu atmen einfach micht zufassen .Diese Entgültigkeit.Aber mein Trost das ich da war und ihre Hand halten durfte.

    • :)
    • :(
    • ;)
    • :P
    • ^^
    • :D
    • ;(
    • X(
    • :*
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