Beide Eltern schwer an Krebs erkrankt

  • Hallo zusammen. Zurzeit fühle ich nur noch unendliche Trauer. Im August 17 hat mein Papa die Diagnose Kleinzelliger Lungenkrebs mit Metastasen im Hirn bekommen. Die Diagnose bekam er an seinem Geburtstag... Er wurde dann seit August mit Chemo und Bestrahlung behandelt. Die erste Chemo schlug nich an und so bekam er eine stärkere. Durch die stärkere Chemo ging es ihm rapide schlechter. Er hatte so extremen Schwindel das er kaum einen Meter mehr gehen konnte. Durch die Bestrahlung am Kopf entstand auch ein Ödem wodurch er immer wieder Phasen mit extremer Verwirrtheit hatte und er mit hoch dosiertem Kortision behandelt wurde. Seit März geht es ihm sehr schlecht, er ist sehr schwach und stark verwirrt. Er brauch nun sehr viel Pflege und er hat nun Pflegegrad 4 bekommen. Habe morgen einen Termin im Krankenhaus um zu besprechen wie es weitergeht. Der Arzt sprach im letzten Gespräch das er ein Platz in einem Hospiz empfiehlt, da er mit seiner Diagnose und Krankheitsverlauf wohl nicht mehr soviel Zeit hat. Es tut mir so unglaublich weh. Er kämpft so extrem und hatte immer soviel Hoffnung, das er wieder gesund werden kann und noch ein bisschen Zeit bekommt. Ihn so zusehen zerbricht mein Herz...Er ist so ein wundervoller, lieber und immer hilfsbereiter Mensch. Er hat allen immer geholfen und ist der beste Papa den man sich wünschen kann. Dieses Gefühl von Trauer, Wut, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit zerreißt mich förmlich... Er möchte immer nach Hause... Ich versuche morgen mit dem Sozialdienst zu schauen ob es irgendwie auch möglich ist das er komplett daheim gepflegt wird. Dazu müsste halt die leider echt sehr enge Wohnung in der ich mit Mama und Papa wohne irgendwie so gestaltet werden mit Toilettenstuhl/Pflegebett/Pflegedienst usw usw, das er bestmöglich versorgt werden kann. Ob das alles so schnell geht+möglich ist weiß ich nicht...anstonsten müsste er in ein Pflegeheim/Hospiz k.a alles so schwierig und zerbreche mir extrem den Kopf, weils mir psychisch leider mittlerweile nich so gut geht und ich eine Mischung aus: Das best mögliche für Papa und *einigermaßen Klarkomm Lösung* für mich finden muss. Da mein Papa+Mama selbständig waren und eine Private Schule hatten muss ich auch nebenher noch schauen das Schritt für Schritt eine Geschäftsauflösung eingeleitet wird und das ist ein Riesen Berg an Arbeit, da die Schule recht groß war und sie einige Angstellte hatten. Haben über einen Richter nun wenigstens die Vollmacht das wir das überhaupt machen können. Meine Mama bekam im Dezember 17 die Diagnose CUP: Cancer of unknown Primary bedeutet, sie hat Metastasen aber der Haupttumor kann nicht gefunden werden. Die Ärzte gehen aber davon aus, das der Haupttumor warscheinlich wie bei meinem Papa in der Lunge ist. Sie hat Metastasen in der Pleura und hat dadurch immer wieder Pleuraergüsse und bekommt sehr schlecht Luft. Auch eine Knochenmetastase in der Schulter hat sie die ihr sehr Schmerzen bereitet. Sie hat 2 Zyklen Chemo bekommen. Durch die Chemo wurde ihr Blut schlecht und sie hatte keine Thrombozyten mehr. daraufhin hatte sie 2 Schlaganfälle. Nun soll sie eine Immuntherapie bekommen soll ja recht fortschrittlich bei der Behandlung von Krebserkrankungen sein. Bei ihr ist es halt durch die Pleuraergüsse bekommt sie sehr schlecht Luft, sie hatte kurzfristig einen Lungenkathether bekommen, dieser wurde aber wieder entfernt wegen geringer Abflussmenge. Ich versuche wirklich alles um meinen Eltern so gut es geht zu helfen. Wohne auch bei ihnen obwohl ich eine Wohnung mit der Freundin hab. Meine Eltern sind wirklich ALLES für mich, sie waren immer für mich da. Seit August 17 ist es echt eine Gefühlsachterbahn mit Hoffen, Bangen, verzweifeln, Hoffnungslosigkeit es ist unbeschreiblich... Ich wünsche allen Trauernden hier sehr viel Kraft und Mut, weiter zumachen und bedanke mich bei den Erstellern dieser Plattform es tut gut zu wissen, das man mit der unglaublichen Trauer nicht alleine ist !


    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und hat Tips wie ich besser mit meiner Trauer und Gefühlen umgehen kann ?


    Viele Grüße

    Euer Benni

  • lieber benni!

    auch ich habe deine zeilengelesen und bin wirklich sehr erschüttert darüber.

    für deine Eltern aber auch für dich ist das eine sehr schwierige zeit.

    zuerst mal dein vater der an seinem Geburtstag diese Diagnose hirnkrebs bekommen hat...

    in so einem Moment wennst sowas erfahrst so denk ich reissts einem den boden unter den füssen weg und ist verzweifelt...

    die vielen Behandlungen die bestrahungen und chemos zwischendurch die Erkenntnis dass eine nicht die erhoffte Wirkung erbracht hat und noch eine weitere die folgen wird ist für einen schwer kranken menschen eine grosse Belastung.

    leider sind diese Behandlungen und die Medikamente so heftig dass sie oft grosse Nebenwirkungen haben und es den Patienten oftmals schlechter geht....

    der arzt hat im letzten Gespräch ein Hospiz empfohlen da ihm net mehr so viel zeit bleibt...

    für dich ist es natürlich auch sehr schwierig...

    denn du siehst wie sehr er kämpft und noch immer die Hoffnung hat dass ihm noch zeit bleibt ,er sogar wieder gesund werden kann.

    diese hoffnung hält ihn aufrecht und man sollte sie ihm auf keinen fall nehmen.

    für dich ist das ganze eine Ausnahmesituation.

    du liebst deinen papa und möchtest ihm seinen letzten wunsch...dass er nach hause kommen und dort gepflegt werden kann erfüllen.

    nun bevor du dich beim sozialdienst bezüglich der pflege daheim erkundigst solltest du das vielleicht auch noch morgen bei dem Gespräch mit dem Arzt ansprechen...

    was er davon hält..

    ob das möglich wäre.

    ich würde dir raten dass du dir all die fragen die du noch bezüglich deinem papa hast aufschreibst damit du sie ihm alle stellen kannst und nichts vergisst.

    weisst du der Arzt kann das ganze Situation gut einschätzen und dir genau darüber Auskunft geben was die pflege anbelangt.

    erst wenn alles geklärt ist und der Arzt sein ok gegeben hat solltest du dich beim sozialdienst erkundigen.

    ich möchte dir noch einige denkanstösse mitgeben.

    wenn du also beschliesst dass dein vater zuhause gepflegt werden soll so solltest du bedenken dass da nicht nur sehr viel zu organisieren gibt.

    du hast geschrieben dass ihr zu dritt in einer keinen Wohnung lebt..

    wenn er nun eine rundumbetreuung braucht so sollte es auch eine schlafmöglichkeit für den Pflegedienst geben.

    oft sind alte Wohnungen nicht barierefrei.wie schauts also mit Waschgelegenheiten und wc aus?

    ist das barierefrei zugänglich?

    es sind 4 menschen in einer Wohnung.

    hast du eine rückzugsmöglichkeit ?

    wenn man auf so engstem raum zusammen lebt kann das oft sehr schwierig werden.

    nicht zu vergessen ist dass es für dich weiterhin eine sehr grosse psychische Belastung ist wenn du mit ihm unter einem dach lebst...

    im Hospiz wäre er rundum versorgt und bekäme die entsprechende pflege.

    ausserdem gibt es auch für Familienmitglieder eine Unterstützung in dieser schweren zeit.es sind immer Ärzte und Schwestern da die deine fragen beantworten können.

    aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass das wirklich eine gute Sache ist ...

    weisst du ich durfte damals einen freund bis zum schluss begleiten und ich hatte den eindruck dass man gut auf ihn dort gschaut hat...

    er durfte in würde sterben...

    ich bin sicher die letzte die dir hier was einreden will...das würde ich mir nicht anmassen...und es steht mir auch net zu...

    es ist selbstverständlich deine eigene Entscheidung...

    du hast geschrieben...

    ZITAT

    Da mein Papa+Mama selbständig waren und eine Private Schule hatten muss ich auch nebenher noch schauen das Schritt für Schritt eine Geschäftsauflösung eingeleitet wird und das ist ein Riesen Berg an Arbeit, da die Schule recht groß war und sie einige Angstellte hatten. Haben über einen Richter nun wenigstens die Vollmacht das wir das überhaupt machen können.

    ZITAT ENDE

    da hast du noch eine grosse aufgabe zu bewältigen...

    ein erster schritt eine vollmacht über einen richter zu bekommen hast ist schon getan..

    bis dann wirklich alles erledigt ist wird es sicher noch eine zeit dauern...

    ich wünsche dir sehr viel kraft dafür..

    zu all dem was du schon mitgemacht hast hat deine mama ebenfalls am krebs erkrankt..

    bei ihr ist es sicher auch sehr schwierig da sie viele methastasen hat aber man net genau weiss wo der haupttumor sitzt.

    ob er tatsächlich in der lunge sitzt wie die Ärzte vermuten ist schwer zu sagen...

    aber es wird alles getan um ihr zu helfen..

    dennoch hatte sie schon 2 chemotherapien und 2 schlaganfälle.

    du hast geschrieben...

    ZITAT

    . Nun soll sie eine Immuntherapie bekommen soll ja recht fortschrittlich bei der Behandlung von Krebserkrankungen sein. Bei ihr ist es halt durch die Pleuraergüsse bekommt sie sehr schlecht Luft, sie hatte kurzfristig einen Lungenkathether bekommen, dieser wurde aber wieder entfernt wegen geringer Abflussmenge:

    es bleibt zu hoffen dass diese Therapie die so vielversprechend ist gut wirkt...

    die Schwierigkeit die sich bei deiner mama noch zusätzlich einstellt sind ja siese pleurärergüsse die verursachen dass die schlecht luft bekommt.

    auch wenn sie kurzzeitig einen lungehkatheter hatte und der jetzt wieder entfernt worden ist so ist zu hoffen dass diese Therapie die erhoffte Wirkung erbringt.

    es ist bemerkenswert wie du das alles schaffst...

    du bleibst in der elterlichen wohung und schaust drauf tust alles was menschen möglich ist um ihnen zu helfen.

    ich kann mir vorstellen dass du derzeit ein grosses gefühlschaos erlebst..

    zwischen hoffen und bangen.

    es wäre jetzt ganz wichtig dass du in dieser schweren zeit selbst Unterstützung bekommst..

    von freunden aber auch professessionelle hilfe kann da sehr viel bewirken.

    ich denke das ist ganz wichtig damit dir das alles nicht zu viel wird und du am end zusammen klappst.

    wäre das eine Option für dich?

    ich wünsche dir von ganzem herzen sehr viel kraft!

    ich möchte dir das Angebot machen dass du dich jederzeit melden kannst wenn du jemanden zum reden brauchst.

    weisst du oft kann es sehr hilfreich sein wenn man mit aussenstehenden spricht/bzw schreibt..

    denn oft haben diese eine andere Sichtweise.

    wenn du möchtest werde ich gerne weiterhin deine ansprechpartnerin bleiben.

    alles liebe und pass bitte auf dich auf.

    glg elli

  • Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Ich kann mir vorstellen, wie Du dich fühlst. Eine ähnliche Situation habe ich auch durchlebt ( vielleicht hast Du es ja gelesen). Ich arbeite seit drei Jahren ehrenamtlich im ambulanten Hospizdienst und fahre zu Leuten nach Hause um für sie bzw. den Angehörigen zur Seite zu stehen. Wie Elliot schon geschrieben hat, jemanden zu Hause zu pflegen ist nicht einfach. Das Hospiz ist für den letzten Lebensweg , wenn man es so sagen darf, wirklich eine Bereicherung für beide Seiten. Dein Vater, da bin ich mir sicher, wird sich dort wohl fühlen und auch Du weisst er ist optimal versorgt. Es ist immer jemand für ihn da und man wird versuchen ihm die letzte Lebensphase so angenehm wie möglich zu gestalten. Das deine Gefühle z. Zt. Achterbahn fahren ist verständlich, man hat soviel Gedanken im Kopf. Was ist richtig oder falsch? Wie soll es weitergehen? Warum ich und und und. Irgendwie schafft man alles zu bewältigen aber wichtig ist , dass man redet oder auch schreibt. Versucht auf sich zu achten. Denn eines ist sicher, die schönen gemeinsamen Erinnerungen kann einem niemand nehmen. Ich wünsche Dir für die nächste Zeit, dass Du Leute hast die in dieser schweren Zeit an deiner Seite stehen.

  • angel ihr leistet wirklich grossartige arbeit im Hospiz..

    es ist eie sehr schwere aufgabe die emotional sehr viel abverlangt.

    dafür ist dir und deinem Team aber alle in diesem Bereich arbeiten meine hochachtung und höchsten respekt aussprechen.

    ich war am anfang mehrmals dort und später durfte ich ihn bis zu seinem ende begleiten.

    es war sehr emotional ....ich weiss es noch wie heute..

    dennoch hab ich immer das gfühl ghabt dass er dort bestens versorgt wird.

    ein herzliches vergelts Gott für dich und alle andren die in diesem Bereich arbeiten.

  • Hallo zusammen, vielen Dank für die lieben Worte und die Hilfestellungen.

    Es tat gut mal alles ein wenig von der Seele zuschreiben und dann von euch so eine liebe Rückmeldung zu bekommen.

    Wir haben für Papa nun ein sehr familiäres Pflegeheim gefunden. Waren gestern dort und haben alles besprochen. Ab morgen wird er dort sein. Waren alle sehr lieb da und ich hatte ein gutes Gefühl, das er dort Frieden finden kann. Hospiz fand ich eigentlich auch ne gute Idee aber das nächste Hospiz von hier sind fast 2 Stunden und wir wollten ihn halt in unserer Nähe haben, was glaub ich auch in seinem Sinne ist. Die Ärztin meinte gestern, das wir warscheinlich nur noch von Tagen sprechen. Er ist ziemlich schwach. Es tut unglaublich weh ihn so zu sehen. Muss dann immer wieder kurz aus dem Zimmer weil ich es fast nicht aushalte :( . Hoffe einfach, das er nicht lange leiden muss und friedlich gehen darf. Mama geht morgen wieder in die Uni-Klinik zur Weiterbehandlung. Ich hab leider bei ihr des Gefühl, das sie sich ein wenig aufgibt durch die Situation mit Papa... Hoffe ist für euch okay, wenn ich hier immer bissl schreib was zurzeit so passiert, es hilft mir das ganze ein wenig zu verarbeiten.


    Viele Grüße

    Benni

  • lieber benni!

    gerade wenn man so wie du eine sehr schwierige zeit durchmacht ist es wichtig dass man unterstützung bekommt.

    seis von angehörigen freunden oder auch in foren.

    denn hier gibt es immer wieder menschen die sich die zeit nehmen und zuhören den hilfesuchenden unterstützen.

    auch ich durfte die erfahrung machen und ich bin den jenigen die sich damals mir angenommen hat heute noch unheimlich dankbar.

    es ist mir ein anliegen das so weiter zu geben.

    es war eine sehr wichtige entscheidung deinen vater in einem pflegeheim und nicht im hospiz unterzubringen.

    denn eine fahrzeit von 2 stunden pro fahrt kauf zu nehmen ist sehr zeitaufwendig.

    so hast du sie möglichkeit dass du ihn jederzeit besuchen kannst.

    natürlich war es wichtig das ganze vorher anzuschaun um zu sehn ob das heim geeigent ist wie der eindruck vom haus der umgang vom pflegepersonal mit den patienten ist.

    nachdem wie es scheint alles gut verlaufen ist darf er heute dort einziehn.

    wie lange er noch zu leben hat kann keiner so genau sagen.

    das wichtigste ist dass er gut versorgt ist-

    die ärzte und schwestern werden alles tun um ihm die zeit die ihm noch bleibt so angenehm wie möglich zu machen.

    es ist verständlich dass es dir weh tut ihn so zu sehn...und dass du immer wieder aus dem zimmer gehn musst weil dir das ganze zuviel wird.

    auch wenn es sehr weh tut und du weisst dass deinem papa nicht viel zeit bleibt so hoffst du dass er bald gehn kann und nicht mehr lange leiden muss.

    vielleicht hast du auch die möglichkeit selbst professionelle hilfe anzunehmen.

    weisst du gerade wenn ein mensch so einen schwere zeit durchmacht die für einen selbst sehr belastend ist kann das sehr hilfreich sein.

    wäre das vielleicht eine option für dich?

    nun zu deiner mama...

    es ist wichtig dass sie die behandlung ins krankenhaus geht.

    natürlich ist die situation mit deinem papa auch für sie belastend..

    das kann jeder verstehn...dennoch sollte sie auf keinen fall aufgeben.

    sie sollte die behandlungen unbedingt fortsetzen -die hoffnung dass sie wieder gesund wird nicht aufgeben.

    die ärzte und das pflegepersonal werden alles tun was sie können um das zu ermöglichen..

    ich schick dir ganz viel kraft für diese schwere zeit.

    selbstverständlich kannst du jederzeit herkommen und alles was dich belastet aufschreiben.

    du bist nicht allein...wir sind für dich da !!

    alles gute elli

  • Lieber Benni,

    ja es tut gut ein wenig von der Seele zu schreiben.

    Ich will Dir / euch viel viel Kraft schicken.

    Viele Grüße

    Josef

  • Hallo zusammen,


    danke für die lieben Antworten. Papa ist am Montag den 9.4.18 für immer eingeschlafen. Für ihn war es nun eine Erlösungen. Kann es noch gar nicht richtig glauben, das er nicht mehr da ist. Alles so bitter... Vor einem Jahr waren wir alle glücklich und plötzlich wird man wach in nem Alptraum...


    Mit meiner Mama ist mega schwierig zurzeit. Sie hat durch die Chemo kein Hunger mehr, ihr is nur noch schlecht. Trinken mag sie au nix. Hab alles versucht. Hab ihr Lieblingsessen gemacht, versucht alles mögliche an Getränken ihr anzubieten. Das einzige was sich noch macht ist rauchen. Wir ihr ja wisst hat sie Pleuraergüsse aufgrund der Krebserkrankung und bekommt so schon mega schlecht Luft... Der Arzt meinte in dieser Situtuation in der sie ist, würde aufhören mit rauchen, alles noch viel schlimmer machen. Aber find das alles irgendwie schwierig, da ich ihr ja Zigaretten kaufen muss, da sie ja kaum mobil ist zurzeit. Haben versucht ihr immer nur paar Zigaretten zu geben für ne bestimmte Zeit, da wenn man ihr ein Päckchen hinlegt es innerhalb eines Tages aufgeraucht ist. Aber wenn man ihr die Zigaretten so einteilt wie wir es im Moment tuen, wird sie bockig und fordert die ganze Zeit Zigaretten. Hab ihr mehrmals versucht zu erklären, das wenn sie nichts isst und trinkt und mit ihrer Luftnot auch noch raucht wird alles nur noch schlimmer und sie nimmt sich so die Chance noch ne zeitlang zu leben. Das Problem ist halt für sie ist das Rauchen im Moment wohl der einzige "Genuss" und durch die eigene Erkrankung + Tod von Papa irgendwie auch so ne Art Entspannung/Ablenkung. Weiß halt net was da jetzt richtig ist: Sie soviel rauchen zu lassen wie sie will oder ihr das weiterhin so einzuteilen das sie über den Tag so 10-12 Zigaretten hat? Was denkt ihr ?. Und wenn sie nichts isst und trinkt, k.a wie ich da weitermachen soll. Ich red soviel mit ihr und versuch alles um sie zu motivieren und aufzubauen, aber irgendwie fühlt es sich an, als ob sie aufgegeben hat. Wenn sie so weiter macht wird es halt schwierig sie weiterhin hier zuhause zu betreuen. Alles sehr schwierig :(

  • lieber benni!

    ich möchte dir mein aufrichtiges Beileid zum Tod deines vaters aussprechen...

    es ist ein grosser verlust den du nur schwer begreifen kannst..

    du hast alles getan was möglich war.

    auch wenn es für dich sehr schwer ist...er wurde von seinem leiden erlöst.

    so sollte man das sehn..

    allerdings bleibt dir nicht viel zeit zum trauern da du dich ja sehr intensiv um deine mama kümmern musst.

    du hast deine eigenen Bedürfnisse zurrück gesteckt um für sie da zu sein.

    du tust alles um ihr zu helfen.

    du kochst ihr Lieblingsessen redest ihr gut zu und unterstützt sie wos nur geht...

    die Sache dass du ihr die Ration an Zigaretten einteilst und sie immer mehr fordert ist nicht leicht.

    weil du ja siehst dass sie grosse probleme mit der atmung hat.

    du hast geschrieben..

    ZITAT

    Das Problem ist halt für sie ist das Rauchen im Moment wohl der einzige "Genuss" und durch die eigene Erkrankung + Tod von Papa irgendwie auch so ne Art Entspannung/Ablenkung

    ZITAT ENDE

    es ist sicher so wie du es schreibst...

    nun stellt sich die frage wie man darauf reagieren soll.

    sollte man sie lassen?

    aber wenn man dies tut wird sich das noch mehr Auswirkung auf ihre Erkrankung hat.

    jede Erklärung und gutes zureden hilft nichts es ist verständlich dass du verzweifelt bist.

    was hier noch dazu kommt ist dass du angst hast sie auch noch zu verlieren.

    und du fragst dich zurrecht wie es weiter gehen soll ..

    in dieser Situation wäre es vielleicht gut wenn du dir professionelle hilfe holst.

    denn hier ist ja nicht nur die sorge und die pflege deiner mama...nein es geht auch darum eure trauer aufzuarbeiten...

    was ebenfalls zur sprache kommen sollte ist was man tun kann wenn eine pflege zuhause nicht mehr möglich sein sollte.

    welche Möglichkeiten es gibt.

    ich denke das wäre sehr ratsam.

    denn sonnst kanns passieren dass es dazu kommt dass du nimma kannst und umkippst

    und was dann?

    es ist ganz wichtig dass du aunbedingt unterstützung bekommst,

    wäre das eine Option für dich?

    selbstverständlich bleibe ich weiterhin deine ansprechpartnerin wenn du es möchtest.

    alles liebe elli

  • Hallo Benni,

    auch von mir mein tiefstes Mitgefühl. Ich kann Dich sehr gut verstehen, dass Du im Moment nicht weisst was Du machen sollst und Dir alles über den Kopf wächst. Mit meinen Eltern war es ähnlich. Wenn sie solange gemeinsame Wege gegangen sind, ist es auch für den zurück gebliebenen Partner sehr schwer den Weg alleine weiter zu gehen . Man ist so hilflos, obwohl man versucht alles menschenmögliche zu tun. Es bleibt keine Zeit, um zu trauern aber irgendwann holt es Dich ein.

    Ich arbeite ehrenamtlich im Hospiz und dort ist es so, dass den Leuten jeder Wunsch erfüllt wird sei es das Rauchen, oder mal nen Schnaps zu trinken und wenn sie nichts essen und trinken möchten, dann auch das. Ich weiß das dies schwer zu verstehen ist. Ich wünsche Dir für die nächste Zeit viel Kraft

    Liebe Grüße

    Angel

  • Und wieder sind ein paar Wochen vergangen, aber der Schmerz über den Verlust meines Mannes lässt einfach nicht nach.

    10 Monate sind es nun schon her ............und trotzdem, es ist sehr sehr schwer mein leben neu einzurichten.

    Gehe sehr oft zum Friedhof, nun ist endlich sein Grabstein da. Habe meinen gesamten Schmuck dafür verkauft, aber sehr gern, denn mein Schatz soll es so schön wie möglich haben.

    ich weiß nicht wie es weitergehen soll und manchmal kommt es mir vor, als wäre ich nur noch ein halber Mensch.

    Könnte Er doch wieder bei mir sein. Er war mein Leben................

  • Mein Beileid Inge. Ich kann dich verstehen. Es ist unfassbar...


    Meine Mama ist gestern für immer eingeschlafen... Für mich ist nun eine Welt zusammen gebrochen... Papa 9.04.18...Mama 26.04.18... Es ist unglaublich, es ist eine Leere in mir die man nicht beschreiben kann. Für beide war es nun sicher eine Erlösung...aber sie waren ALLES für mich und ich fühle mich nun so alleine obwohl meine Brüder und Freundin hinter mir stehen. Wie brutal kann das Leben sein... Es fällt schwer noch an etwas zu glauben. Es fehlen mir die Worte...den Worte können nicht ausdrücken was ich fühle. Zwischen endloser Trauer, Frust, Hoffnungslosigkeit, Wut sind alle Gefühle dabei... Ich danke euch, das ihr mir auf diesem schweren Weg doch immer eine Stütze wart und seid. Ich werde es nicht vergessen.


    Für Alle die ähnliches durchmachen: Ich wünsch Euch alles alles Gute ! Viel Kraft, Mut und dass ihr NIEMALS die Hoffnung aufgibt. Auch für uns wird irgendwann wieder die Sonne scheinen und unsere Liebsten die gegangen sind werden in uns FÜR IMMER weiterleben.


    In Liebe

    Euer Benni

  • Lieber Benni,

    mein tiefstes Mitgefühl, es tut mir sehr leid .

    Ich kann Dich gut verstehen, wie Du dich fühlst, bei mir war es genauso ausser das meine Mutter nicht krank war und ganz plötzlich gestorben ist. Das reisst einem den Boden unter den Füßen weg. Anfangs schafft man alles relativ gut, man funktioniert einfach. Ich kann nur von mir schreiben und dann ging nichts mehr. Man muss sich die Zeit nehmen zu trauern. Es ist jetzt 1/2 Jahr her, zwischendurch habe ich immer noch das Gefühl es war gestern. Sie fehlen mir so sehr. Mich tröstet es, dass sie nun wieder zusammen sind und sicher das eine oder andere mal auf uns hinab schauen . Wir tragen Sie tief in unseren Herzen und das wissen sie.

    Ich wünsche Dir für die kommende Zeit viel Kraft und nimm dir die Zeit zu trauern und auch zu weinen. Irgendwann tut es nicht mehr ganz so weh aber es gibt auch immer wieder Momente die sehr schmerzhaft sind.

    Liebe Grüße

    Angel

  • lieber benni!

    Ich môchte dir ebenfalls mein aufrichtiges beileid aussprechen.beide elternteile in so kurzer zu verlieren ist wirklich hart.

    Auch wenn es fûr dich schwer zu verstehen ist..aber sie wurden von ihren leiden erlôst.

    So sollte man es sehn.

    In deinem herzen werden sie immer bei dir sein.

    Es ist wichtig dass dich deine freundin und deine brûder beistehn und fûr dich da sind.

    Es ist verständlich dass deine gefûhle durcheinander sind...

    Wann immer du jemanden zum reden brauchst kannst du jederzeit herkommen.wir werden fûr dich da sein wann immer du uns brauchst.

    Eine ganz herzliche umarmung von mir fûr dich.

    Elli

    • :)
    • :(
    • ;)
    • :P
    • ^^
    • :D
    • ;(
    • X(
    • :*
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