Tod der Eltern innerhalb von drei Wochen

  • liebe Claudia!

    erst einmal herzlich willkommen bei uns im Forum.

    es war eine gute Entscheidung dass du dich angemeldet hast.

    hier ist ein geschützer rahmen und die menschen die hier herinnen sind sind sehr einfühlsam und verständnisvoll.

    du wirst menschen finden die dir zuhören und für dich da sind und so find ich ist das allerwichtigste.

    du hast in deinem leben sehr viel mitgemacht.

    du hast deinen vater durch seine schwere Krankheit verloren und seit einigen jahren kämpft eine mama gegen den Brustkrebs.

    für dich als tochter ist das eine sehr schwierige Situation.

    du siehst wie schlechts ihr geht und kannst nichts tun.

    es war wichtig dass sie gut dass sie in diesem Wohnheim untergekommen und versorgt wird.

    mit dem wissen dass es so ist ist dir eine last von der schulter genommen worden.

    trotz alledem bleibt die sorge um sie aufrecht und begleitet dich tag für tag.

    es ist verständlich dass du dich nur sehr schwer auf die neue arbeit konzentrieren kannst.

    vielleicht würde es dir helfen dass du dich mit menschen die in einer ähnlichen Situation sind auszutauschen.

    das könntest dies in einer Selbsthilfegruppe machen...

    eine weitere Möglichkeit wäre dass du dir professionelle hilfe holst.

    zb im Hospiz oder paliativverein.

    aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen dass das eine gute Sache ist.

    selbstverständlich kannst du jederzeit herkommen und alles was dich belastet hier aufschreiben.

    du wirst einige antworten erhalten sie für dich sehr hilfreich sind.

    ich wünsche dir alles gute.

    lg elli

  • Hallo Elli, vielen Dank für deine lieben Worte.

    Momentan ist die Situation so bei mir: meine Mutti kann sich nicht mehr bewegen, isst und trinkt nichts mehr ( der Schluck Reflex funktioniert nicht mehr, und sie starrt nur vor sich hin😔bekommt aber alles mit! Ich bin sooft es geht bei ihr, streichle ihre Hand, erzähle ihr alles mögliche.laut dem Wohnheim kann es jetzt jeden Tag soweit sein.und mittlerweile bete ich sogar dafür , dass dieses Leiden ein Ende findet. Mir gibt mein Glauben da schon auch halt...und ich finde es schade dass meine Mutter nicht an Gott glaubt. Das würde einiges leichter machen.

    Hatte zwei versuche zu je 3 Sitzungen in einer Therapie ausprobiert. Und auch mit dem Palliativ Team gesprochen; im Endeffekt waren beide der Meinung das ich die Antwort bereits in mir tragen würde, und wüsste wie es weitergehen wird und auch muss.. es bleibt ja nichts anders über als sein Leben neu zu gestalten. Meine Mutter würde das auch nicht wollen, dass ich vor Trauer nichts mehr auf die Reihe bekommen würde.

    Eine Selbsthilfegruppe könnte eine Möglichkeit sein.ich lese gerade ein Buch von Viktor E. Frankl - trotzdem ja zum Leben sagen; ein sehr hilfreiches Buch! Ein Tipp für alle die für jede Hilfe offen sind.

    Und letztendlich findet ja alles bei uns im Kopf statt, wir sind diejenigen die letztendlich in der Lage sind anhand unserer Gedanken über Glück 🍀 und Unglück zu entscheiden... nun ganz liebe Grüße an alle die momentan eine schwierig Situation ertragen müssen..

    Liebe Grüße Claudia

  • liebe clauda!

    Ich möchte dir mein aufrichtiges beileid zum tod deiner mama aussprechen.

    Es ist schwer einen geliebten menschen zu dem man eine besonders intensive beziehung hat gehn zu lassen.

    Auch wenn es für dich nicht einfach war da es eine sehr intensive zeit war so ist es für sterbende ganz wichtig net den letzen weg allein zu gehn.

    Ich hoffe dass du jemanden hast der für dich in der schweren zeit für dich da ist.

    Selbstverständlich hast du die möglichkeit jederzeit herkommen um über deine trauer zu schreiben.

    Wir lassen dich nicht allein.

    Wir sind für dich da.

    Melde dich wenn dir dannach ist.

    Natürlich kannst mir auch ein pn schreiben wenn dir das lieber ist.

    Alles liebe elli

  • Hallo Elli,

    Danke für die tröstenden Worte.

    Der Tod meiner liebsten Mama is nun ein paar Tage her.. ich bin in der glücklichen Lage mir jetzt für 2,5 Wochen eine Auszeit zu nehmen um halbwegs einen klaren Kopf zu bekommen.

    Die Trauer um meine Mutter fühlt sich anders an als vor 23 Jahren bei meinem Vater!im Nachhinein war die Trauer damals pathologisch ... jetzt - nachdem ich mich mehrere Monate mit der Thematik Tod und Sterben auseinander gesetzt habe , gehe ich anders damit um.ich bin natürlich sehr traurig, denke so ziemlich den ganzen Tag daran was meine Mutti wohl zu verschiedenen Themen gesagt hätte..fühle mich krank ,

    Hilflos, irgendwie verloren. Ich habe jedoch einen Mann der mein Fels in der Brandung ist und mir zu 100 % zur Seite

    steht.Für ihn, meinem Neffen und meine Schwester, möchte ich stark sein

    und optimistisch. Weil ja alle sehr darunter leiden.ich kann Gott sei dank

    Gut schlafen, esse ganz normal, kann mich an der Blume am Wegesrand erfreuen. Und dennoch ist es Furchtbar ohne Sie zu sein. Ich hätte die Gelegenheit für 2-3 Tage einen Kurzurlaub zu machen- also 2 Wochen nach Ihren Tod- um den Kopf frei zu bekommen, wandern , andere Umgebung und versuchen mich abzulenken. Hab aber dann wieder ein schlechtes Gewissen?!weil das nach so kurzer Zeit ja eigentlich kein Thema sein sollte... was soll ich nur tun? Ich war bis jetzt selbstbewusst und stark; jetzt kenn ich mich nicht mehr aus was in mir vorgeht? Bitte um deine Meinung...

    Mit lieben Grüßen Claudia

  • Liebe Angel .zuerst mein tiefstes Mitgefühl.

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Wenn ich deine Zeilen lese denke das ich das geschrieben habe. Meine Mutter ist 2014 nach einer Bronchoskopie die ich ihr aufgrund eines Tumors an der Luftröhre ,eingeredet habe verstorben. Ich war am Vormittag noch bei ihr . Dann bis zum endgültigen Einschlafen mein Bruder. Weil ich nach Hause zu unseren Krebskranken Vater gefahren bin um ihm mitzuteilen dass Mama sterben wird. In dieser Nacht ist sie dann auch wirklich gestorben . Mein Bruder war bei ihr. Nur wir beide haben es nicht geschafft sie zu begleiten. 5Monate danach erfuhren wir dass unser Vater noch etwa 3 Monate leben wird. Genau so war es auch. So haben wir unsere Eltern innerhalb von 8 Monaten verloren.

    Ich wohne in der elternlichen Wohnung. .Wo ich meinen Vater in der Hospitzkarrenz bis zur letzten Stunde begleitet und gepflegt habe. So konnte ich zumindest für ihn noch etwas tun. Aber ich bringe es nicht übers Herz die Wohnung zu räumen .

    Auch bei mir ist es so dass mich niemand merkt fragt wie es mir und meinen Bruder geht.

    Ich kann Dich soooo gut verstehen.

    Daher wünsche ich Dir dass du viel Kraft von deinen Eltern spürst die dich bestimmt immer begleiten.ich kann dir nur raten lass dir mit deiner Trauer Zeit und lass dich nicht drängen. Höre auf dein Herz und Bauchgegühl. Weine wenn dir danach ist.;(

  • Liebe Claudia. Mein tiefes Mitgefühl.

    Ich habe vorhin an Angel geschrieben. Und deinen Beitrag leider erst danach gelesen.

    Ich denke es gibt nichts Schlimmeres als die Mutter /Eltern zu verlieren. Ausser umgekehrt, dass muss noch schlimmer sein.

    Auch dir wünsche ich viel Kraft und uns Allen in dieser Situation die Einsicht dass es ihnen jetzt gut geht.

  • Hallo Stern,

    Danke für die lieben Worte.

    Ja es geht keinem von uns - der einen geliebten Menschen verloren hat -anders.der Umgang mit der Situation ist halt unterschiedlich.

    Es wird noch eine schwierige Zeit werde n, dessen bin ich mir bewusst.

    Was bleibt ist der Gang zum Friedhof und das Zwiegespräch 🙄und der Glaube an GOTT , und dass es ihr jetzt gut geht.

    Ich wünsche allen Leidtragenden da draußen ganz viel Kraft und Zuversicht!🍀glg Claudia

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