Tod der Eltern innerhalb von drei Wochen

  • hallo angel!

    erst einmal ein ganz herzliches grüss gott hier bei uns im Forum.

    wie ich gelesen habe hast du innerhalb von kürzester zeit deine Eltern verloren..

    ich möchte dir mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

    es ist ein schwerer verlust gleich 2 geliebte menschen zu verlieren...

    wenn du möchtest kannst du gerne hier deine geschichte erzählen..

    aber nur wenns dir möglich ist...

    lass dir zeit damit.

    ich werde für dich da sein wenn du mich brauchst.

    alles liebe elli

  • Danke für die lieben Worte, es tut gut zu wissen das jemand da ist und man sein Herz ausschütten kann.

    Als meine Mutter gestorben war hst mein Vater auch den Lebensmut verloren. Zu seiner Lungenerkrankung kamen auch noch Hirnmetastasen hinzu. Das schlimmste war das mein Vater sich nicht von meiner Mutter verabschieden komnte, sein Gesundheitszustand hatte sich sehr schnell verschlechtert. So bat er mich zur Leichenhalle zu fahren und Fotos zu machen, was ich dann für ihn getan habe. Dann kam die Beerdigung auch da durften wir ihn nicht mitnehmen. So bin ich mit der Urne meiner Mutter zu ihm ins Krankenhaus gefahren, wo wir in der Kapelle (mein Vater im Bett) im engsten Familienkreis mit einem Pfarrer meine Mutter verabschiedet haben. Danach sind wir dann wieder mit der Urne zum Friedhof gefahren zur Trauerfeier. In dieser Zeit war ein Krankenhaus Seelsorger bei meinem Vater. In der nächsten Tagen wechselten mein Bruder und ich und uns ab, damit mein Vater nicht alleine war. Ich funktionierte einfach nur noch.

  • liebe angel!

    nichts zu danken...dafür bin ich ja da.

    aus eigener Erfahrung weiss ich wie wichtig es ist dass man jemanden über seine trauer reden kann der einem zuhört und ein wenig tröstet.

    es tut gut verstanden zu werden...

    das was du innerhalb so kurzer zeit erleben musstest war heftig.

    alle beide Eltern zu verlieren und das innerhalb so kurzer zeit...

    es ist oft so dass wenn ein partner verstirbt der andre den lebensmut verliert..

    immerhin waren sie ja viele jahre zusammen haben gemeinsam geschafft...gute aber auch schlechte zeiten erlebt..

    und auf einmal wird einem bewusst..dass man allein überbleibt..

    was für deinen vater noch erschwerend dazu gekommen ist war dass er durch seine schweren krankheit keine Möglichkeit hatte sich von ihr zu verabschieden aber auch dass er nicht zum Begräbnis mitkommen hat können.

    das war sicher auch eine sehr grosse belastung für ihn..

    du hast hier sehr gut agiert...

    du hast nicht nur alle wege die zu erledigen waren gemacht und hast die vorbereitungen fürs begräbnis getroffen du hast dafür gesorgt dass dein vater sich in der Kapelle des Krankenhauses doch noch die Möglichkeit bekommenen hat in eurem beisein von seiner frau zu verabschieden.

    dass der seelsorger bei eurem vater war als ihr zur trauerfeier auf den friedhof gefahren seid war ganz wichtig.

    denn in dieser zeit hat er ihm trost spenden können.

    denn das war sicher einer seiner schwersten tage seines lebens...

    was ich besonders gut finde ist dass ihr euren vater abwechselnd besucht und bei ihm geblieben seid.

    er war nicht allein .seine kinder waren da um ihn in dieser schweren tage zu begleiten...

    ich denke mal dass das für schwer kranke menschen sehr wichtig ist.

    das gefühl nicht allein zu sein...bis zur letzen stunde ihres lebens.

    es ist oftmals so dass angehörige in dieser zeit einfach funktionieren...

    dennoch möchte ich meine hochachtung aussprechen was ihr geleistet habt...

    jetzt ist es ganz wichtig dass du auf dich schaust...

    ich hoffe du hast in dieser schweren zeit jemanden der für dich da ist und mit dem du drüber reden kannst.ich möchte dir anbieten dass du dich jederzeit hier melden kannst wenn dir dannach ist.

    ich werde für dich da sein.

    alles liebe elli

  • Nach der Beerdigung verschlechterte sich der Gesundheitszustand meines Vaters drastisch. Er wollte auch seber nicht mehr. Zweimal wurden wir in der Zeit ,wo er im Krankenhaus lag, angerufen das mein Vater die Nacht nicht schaffen würde. Mein Bruder und ich haben Stunden an seinem Bett gesessen. Jedesmal kam er nicht zur Ruhe und konnte noch nicht gehen. Dann bekamen wir die Diagnose Hirnmetastasen und das er den Jahreswechsel nicht schaffen würde. Darf man sagen, dass mein Bruder und ich uns wünschten das er nicht leiden muss und in Ruhe einschläft? Er sollte entlassen werden, doch wir fanden so schnell keinen Hospizplatz. So sprachen wir mit dem Pflegeheim, wo wir zum Glück nach dem Tod meiner Mutter sehr schnell einen Platz bekamen und dort war es kein Problem, dass er als Palliativ Patient aufgenommen wurde. Er war glücklich quasi nochmal zurück in seinen Heimatort zu kommen und ich sage immer er hatte sich noch ein paar Ziele gesetzt. Besuch eines Nachbarn, Versöhnung mit seinem Bruder und das streicheln des Hundes meines Bruders. Er wurde zusätzlich mit dem SAPV Netz versorgt, was sehr gut war. Im Pflegeheim war er dann sechs Tage, ständig war jemand bei ihm und dann ist er eingeschlafen und niemand war da. Ich weiß das sich die Sterbenden oft Momente aussuchen, wo sie alleine sind aber das tat mir sehr weh. Vor allem weil ich an dem Tag vorher auch nicht bei ihm war, ich brauchte eine Auszeit um neue Kraft zu tanken und dann das.

  • hallo angeL!

    leider ist es oft so dass sich wenn ein Ehepartner verstirbt sich das leben des andren komplett ändert.

    im falle deiner etern hat sich nach dem td deiner mama der gsundheitszustand deines vaters sehr verschlechtert und er hat sich aufgegeben ...er wollte nicht mehr.

    in der zeit als es geheissen hat dass er die nacht nicht mehr erleben würde haben dein bruder und du alles getan um bei ihm zu sein..

    ihr ward bei ihm.

    allerdings war es ihm nicht möglich zur ruhe zu kommen und konnte auch nicht loszulassen.

    als er die dagnose hirnmethastasen hat war sowohl für ihn als auch für euch eine weiterer schwerer schlag für euch.

    dennoch habt ihr alles getan damit er nach seiner Entlassung einen platz im plegeheim als paliativpatient aufgenommen worden ist um seine letzten tage dort zu verbringen.

    euer wunsch dass er nicht zu lange leiden musste und bald gehen konnte wurden nicht erfüllt.

    denn es gab noch einige dinge die er erledigen musste..

    das war ihm wichtig...

    auch die Rückkehr in seine Heimat zählte dazu..

    oft ist es so dass Patienten dann erst zur ruhe kommen wenn alles was getan werden muss erledigt ist.

    es war wichtig dass in den letzten 6 tagen seines lebens immer jemand bei ihm war.

    er das gefühl hatte dass er den letzten sehr schweren weg nicht allein gehen musste.

    ich denke das wusste er sehr wohl zu schätzen.

    es ist tatsächlich so dass menschen warten bis ihre lieben gegangen sind um dann in ruhe einschlafen zu können.

    du solltest dir auf keinen fall vowürfe machen dass du am tag davor als auch an dem tag seines todes nicht bei ihm warst,

    dein bruder und du ihr habt so viel für ihn getan ward immer abwechselnd bei ihm.

    dass du dir einen tag vorher eine Auszeit genommen hast um kraft zu tanken ist für angehörige von schwer kranken menschen sehr wichtig.

    denn sonnst laufen sie Gefahr zusammen zu klappen und das bringt keinem was.

    abgesehn davon war er ja zu diesem Zeitpunkt vom

    pflegepersonal betreut und versorgt worden.

    dass du sehr schwer mit seinem Tod zurrecht kommst und traurig bist ist verständlich.

    er ein wichtiger teil in deinem leben.

    auch wenn es für hinterbliebene sehr schwierig ist zu akzeptieren....er ist von seinem leiden erlöst worden..

    so sollte man es sehn.

    natürlich bin ich weiterhin für dich da...

    alles liebe elli

  • Ich weiß gar nicht wieviel mein Vater in den letzten Tagen vor seinem Tod noch mitbekommen hat. Teilweise hat er auf Ansprachen nicht reagiert,dann wieder wohl hat kaum noch was gegessen und getrunken. Zumindest war er so gut mit Medikamenten eingestellt das er keine Schmerzen ertragen musste. Als er sich noch äussern konnte, hatte er darum gebeten egal was kommt auf keinen Fall mehr ins Krankenhaus zu müssen und keine Schmerzen . Lange Zeit hatte ich immer wieder Bilder vor Augen von ihm. Die letzten Tage im Krankenhaus war er oft sehr abwesend, zwischendurch hat er uns beschimpft und gesagt wir sollten ihn aus dem Krankenhaus holen das wäre alles nur gespielt es wären auch keine richtigen Schwestern und Pfleger. Mein Bruder ist Polizist,er sagte er könnte ihn doch wohl daraus holen und und und. All das hat uns nervlich wahnsinnig mitgenommen,da er auch zwischendurch auch sehr sehr böse war. Aber ich glaube das auch die Hirnmetastasen ihres zu diesem Verhalten beitrugen, dass war nicht mehr der ausgeglichene, ruhige und liebevoller Papa von früher. Und irgendwie blieb die Trau er um meine Mutter im Hintergrund.

    Nach der Beerdigung mussten wir dann noch das Haus meiner Eltern leer räumen, was ein wirklich schwerer Kraftakt war unsere ganze Kindheit wurde weggeräumt (so habe ich es zumindest empfunden). Nun haben wir soweit alles erledigt und jetzt geht nichts mehr. Bin seid vier Wochen krank geschrieben habe nur noch geweint. Ich hatte gedacht die Arbeit tut mir gut und lenkt mich ab aber so war es auf einmal nicht mehr. Allein schon wenn ich einen Krankenwagen hörte brach ich in Tränen aus.

    Nun wird es langsam etwas besser war bei einer Psychologin, führe Gespräche mit einer Seelsorgerin und habe Freunde die mich auffangen. Ich hätte nicht gedacht das es mich Wochen später noch so aus der Bahn wirft.

  • meine liebe angel!

    es ist oft so dass schwerkranke menschen in den letzen tagen ihres lebens nichts mehr zu sich nehmen können oder wollen manchmal ein wenig bis gar nicht mehr auf ansprachen reagieren und wieviel sie wirklich mitbekommen..

    das ist von patient zu patient verschieden.

    das wichtigste ist dass er von den medikamenten so eingestellt war dass er keine schmerzen hatte.

    dass du immer wieder diese bilder im kopf gehabt hast ist verständlich.

    das prägt sich ein und sowas vergisst man nicht.

    nun das verhalten dass er zwischendurch an den tag gelegt hat mit den beschimpfungen und sein wunsch dass ihr ihn aus dem krankenhaus holen solltet weil alles nur gespielt war und es dort keine richtigen ärzte und pfleger gäbe ist dein bruder dem ganzen nicht nachgekommen,

    nachdem ihr genau bescheid wusstet was los war war es sicher keine option .

    das wäre ja gar net möglich.

    wie hättet ihr ihn denn versorgen sollen?

    seine ganze wesensveränderung hat bestimmt auch mit seiner krankheit zu tun gehabt.

    zusätzlich hat der tod eurer mama eine wesentliche rolle gespielt.

    alles in allem war das ganze sowohl für deinen bruder als auch für dich eine sehr grosse belastung.

    nach dem tod eurer eltern habt ihr noch eine weite sehr schwere aufgabe zu erledigen

    nämlich das elternhaus in dem ihr als familie lange zeit gelebt und viele schöne manchmal auch schwierige tage miteinander verbracht habt auszuräumen.

    viele persönliche dinge aber auch erinnerungen die man mit diesem haus und dem leben als familie damit verbindet..muss man auf einmal loslassen.

    das ist oft eine sehr emotionale sache und nicht ohne.

    umso wichtiger ist es dass jetzt alles erledigt und ihr damit abgeschlossen habt.

    es ist verständlich dass dich all diese belastungen der letzten wochen sehr strapaziert haben du aber so viel zu erledigen gehabt hast so dass du keine zeit gehabt hast das ganze zu realisieren bzw um zu trauern,

    nachdem jetzt alles erledigt ist lässt alles aus...

    auch wenn du gemeint hast die arbeit kann dich ablenken so hast du einsehn müssen dass du noch nicht soweit bist.

    das ist auch gut so.

    denn du bist von den ganzen ereignissen so traumatisiert dass dich sogar ein vorbeifahrendes rettungsauto in tränen ausbrechen lässt.

    das was du jetzt brauchst ist zeit um das ganze aufzuarbeiten.

    es spielt keine rolle wie lange es dauert.

    wichtig ist es dass du jetzt Gespräche mit einem Seelsorger und Psychologen führst.

    du hast die Möglichkeit mit ihnen offen über deine trauer zu sprechen.

    aber auch die Unterstützung deiner freunde die dich auffangen ist ganz wichtig.

    selbstverständlich bin auch ich weiterhin für dich da wenn du es möchtest.

    alles liebe elli

  • Es tut so gut sich alles von der Seele zu schreiben DANKE. Ich habe auch zu Hause angefangen alles aufzuschreiben. Nicht jeder kann oder möchte sich mit dem Thema Tod auseinander setzen für viele ist es ein Tabu Thema. Ich versuche langsam wieder in den Alltag zurück zu kehren aber es gibt immer wieder Augenblicke die wahnsinnig schmerzen und sie mir so unendlich fehlen. Dann denke ich oft, wie können alle anderen so tun als würde das Leben ganz normal weiter gehen, als sei nichts passiert? Keiner merkt das es mir nicht gut geht oder fragt mich, wie es mir geht? Aber das ist der Lauf des Lebens oder? Ich hoffe das es irgendwann nicht mehr so weh tut.

  • nichts zu danken meine liebe.

    dafür bin ich ja da.

    ich weiss ja wie wichtig ist dass man darüber reden kann.

    da ich schon sehr lange ehrenamtlich arbeite dort aber auch im persönlichen umfeld einige liebe menschen verloren habe denke ich dass ich ein guter Ansprechpartner dafür bin.

    es gibt sicher menschen die können oder wollen nicht über das Thema Tod sprechen weil es ihnen unangenehm ist

    nach dem verlust eines geliebten menschen. versuchen sie so schnell als möglich wieder in den altag zurrück zu kehren und das ganze zu verdrängen.

    aber keiner weiss wie es in ihrem inneren ausschaut.

    wie sehr sie wirklich unter dem verlust leiden.

    jeder hat da seine eigene art und weise damit umgzugehn

    ich finde es sehr gut dass du beschlossen hast alles daheim aufzuschreiben.

    all deine gedanken und trauer.

    das kann sehr hilfreich sein.

    es ist gut dass du versuchst wieder in den altag zurrück zu kehren allerdings wird es immer wieder momente geben in denen du an deine Eltern denkst und sie vermisst.

    das ist ganz normal.

    ich denke dass die menschen in deinem Umfeld die darüber bescheid wissen was passiert ist sehr wohl ahnen wie es dir geht-

    einer der gründe warum sie net nachfragen könnte sein dass sie angst vor deiner Reaktion haben.

    denn durch ihre frage könnte es einem Gefühlsausbruch deinerseits kommen und damit kommen viele menschen net zurrecht und wissen net wie sie reagieren sollen,

    wie lange es dauert bis der verlust nicht mehr so weh tut kann ich dir nicht sagen da das bei jedem menschen sehr unterschiedlich ist.

    eines ist aber sicher.ich bin für dich da...was auch immer kommen mag.

    alles liebe elli

  • auch mir ist es ein anliegen angehörigen die einen lieben menschen verloren haben beizustehn,zuzuhören und sie zu trösten.

    ich tus von herzen gerne weil ich aus eigener Erfahrung weiss wie schmerzhaft so ein verlust ist.

    das sehe ich hier herinnen als meine aufgabe.weil ich weiss wie wichtig das in dieser schweren zeit ist.

    das gilt für dich liebe angel aber auch für alle andren user hier.

    alles liebe elli

  • Jeder Bericht in diesem Forum ist so unglaublich. Ich habe eine große Zuneigung für dich und ich respektiere den Schmerz jedes Einzelnen immens. Trauer ist notwendig. Und der Schmerz des Verlustes ist unvermeidlich. Ich könnte niemals das Grab besuchen oder die Überreste meines Vaters nehmen. Meine Mutter hatte Diabetes, Bluthochdruck und wurde eine traurige Person. Und wir leben glückliche Tage und traurige Tage. Ich bin gerade dabei, meinen Abschluss zu machen und Dad hat meinen Fortschritt nicht gesehen. Es gibt Tage, an denen ich den Tag des Barschschmerzes lebe. Und ich gestehe, dass ich viel Therapie gemacht habe. Und was lässt mich weniger denken und weitermachen. Da bete ich. Ich bitte um Vergebung des Universums. Und ich bitte um Vergebung meiner selbst. Meine Mutter und mein Neffe, die ich als Kind erziehe, geben mir Kraft zu leben. Und dieses Forum betreten. Ich habe das Ziel, denen zu lauschen und zu trösten, die brauchen ... Und ein wenig zu entlüften. Nun, niemand versteht das auch nach langer Zeit. Es gibt Tage, an denen Sehnsucht schmerzt. Dann, nachdem ich geweint habe, werde ich so leicht. Ich erhebe meinen Kopf und werde für den Kampf erneuert. Tue Gutes und denke über bessere Tage nach. Es lässt mich die Stärke zurückgewinnen, die die Rückschläge des Lebens uns nehmen. Entschuldigung für mein schlechtes Deutsch. Hier im Südwesten Brasiliens gibt es keine guten Schulen und alles, was ich weiß, habe ich von lutherischen Missionaren gelernt.

  • Heute abend muss ich meine Gefühlslage einfach mal wieder niederschreiben. Meine Mutter ist nun schon 1/2 Jahr tot und oftmals kommt es mir vor, als sei es gestern gewesen. Ich gehe vielmehr, als kurz nach der Beerdigung, zum Friedhof, weil ich mich dort meinen Eltern viel näher fühle . Dann stehe ich vor dem Urnenfach und mir gehen soviele Erinnerungen durch den Kopf. Es fehlt mir ein Grab, wo ich was Pflanzen und eine Kerze anzünden kann, doch das wollte mein Vater nicht (damit wir nicht soviel Arbeit haben). Es gibt nur ein gemeinsames Feld auf dem Friedhof, wo jeder der ein Urnenfach hat, etwas niederlegen oder hinstellen kann. Ich habe auch zu Hause ein Bild von Beiden stehen mit frischen Blumen und einer Kerze. Manchmal erschreckt es mich, dass ich nicht mehr soviel weinen muss, obwohl sie Beide mir so wahnsinnig fehlen. Der normale Alltag geht einfach weiter und nur wenige fragen noch nach wie es mir eigentlich geht. Ich trage eine Kette mit einem Herz Anhänger, dieser enthält ein kleines bisschen Asche meiner Eltern, ich schaffe es nicht, mal nur einen Tag diese Kette nicht zu tragen.

  • Liebe Angel,


    ich glaube, da kann ich Dich gut verstehen.

    So oft wie möglich gehe auch zum Friedhof um Blumen hinzugeben und ein Licht anzuzünden.

    Ich verweile dann immer noch etwas in der kleinen Kirche dort und gehe auch am Friedhof etwas spazieren.


    Viel Kraft will ich Dir schicken.


    Liebe Grüße

    Josef

  • Ich habe die schönen Gedichte und Sprüche gelesen, an vielen ist soviel wahres. Das der Tod bzw.die Trauer uns verändert. Die Tage und Wochen seit dem Tod meiner Eltern vergehen und ich kann nicht glauben das schon 7 Monate vergangen sind. Mutter- und Vatertag waren wieder Tage, wo der Tod der Beiden, für mich gefühlsmäßig erst vor ein paar Tagen war. Geburtstage wo sie fehlen, immer wieder Erinnerungen an viele Momente, sogar beim kochen, als ich versucht habe was zu zubereiten was meine Mutter immer für mich gemacht hat. Es schmeckte einfach anders und ich habe in der Küche gestanden und geweint weil ich es einfach nicht hinbekommen habe. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen feiern zu gehen, obwohl ich weiß das meine Eltern das nie gewollt hätten, dass ich nicht gehe. Der Alltag geht einfach weiter und es gibt nur noch wenige die fragen, wie es mir geht. Für alle anderen ist dieses Thema schon in weiter Ferne für mich aber noch so nah.

  • leider ist das wirklich so.

    bei uns hier im Forum ist es allerdings anders.

    die menschen die hier her kommen haben selbst schon ein oder mehrmals einen geliebten menschen verloren und sie wissen wie weh das tut.

    deswegen zeigen sie mehr Verständnis den trauernden gegenüber.

    und das ist gut so.

    selbstverständlich bleibt mein Angebot dass du dich jederzeit melden kannst jederzeit aufrecht.

    alles liebe elli

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