Angstattaken nach Tod der Mutter

  • Hallo!

    Ich heiße Bettina, bin 39 Jahre alt und habe meine Mutter im September vollkommen überraschend verloren. Sie erlitt einen Herzinfarkt in ihrer Wohnung. Als sie nicht wie verabredet zu uns kam, fuhr ich zu ihr und fand sie tot.


    Ich kämpfe seit vielen Jagren mit der Angst, hab schon Therapien gemacht, die mir auch zeitweise gut geholfen haben, aber der Tod meiner Mutter haut mich jetzt richtig von den Socken. Habe vor allem Angst, quäle mich durch den Arbeitstag, habe Angst den Alltag nicht zu schaffen. Ich habe zwei kleine Kinder die mich brauchen und es fällt mir alles so schwer. Diese Verantwortung habe ich mir früher mit meiner Mutter oft geteilt. Sie hat mich mit demün Kindern entlastet und war immer für mich da. Nun fehlt sie mir so schrecklich. Ihre Unrüerstützung, ihr Lachen.

    Mein Mann unterstützt mich wo er kann, aber mir will es einfach angsttechnisch nicht besser gehen. mache auch gerade wieder eine Therapie, aber es ist alles sehr schwer momentan..

  • Liebe Bettina, als ich deine Zeilen gelesen habe, habe ich gedacht meine eigene Geschichte zu lesen. Ich bin 31 und habe vor 2 Wochen auch völlig unerwartet meine Mama an einem Herzinfarkt verloren. Ich kann daher unheimlich gut nachfühlen, wie es dir momentan geht. Ich habe zwar noch keine Kinder, aber ich kann gut nachempfinden, dass diese zusätzliche Verantwortung derzeit sehr erdrückend sein muss. Ich finde es sehr gut, dass du eine Therapie machst. Auch ich habe mich jetzt zu einer Therapie angemeldet. Ich finde es großartig von dir, dass du arbeiten gehst und versuchst den Alltag irgendwie zu meistern. Deine Mama ist bestimmt unheimlich stolz auf dich.

    Bei mir ist es derzeit auch sehr sehr schwer, ich habe keinen Antrieb, ich schaffe kaum etwas derzeit. Morgens habe ich Angst vor dem Tag, weil ich nicht weiß, wie ich ihn bewältigen soll und abends habe ich Angst vor der Nacht, die immer ewig dauert. Wie geht ihr mit dieser "Hilflosigkeit" um? Danke, alles Liebe Theresa

  • Liebe Bettina, als ich deine Zeilen gelesen habe, habe ich gedacht meine eigene Geschichte zu lesen. Ich bin 31 und habe vor 2 Wochen auch völlig unerwartet meine Mama an einem Herzinfarkt verloren. Danke, alles Liebe Theresa

    Liebe Theresa,

    ich will Dir meine aufrichtige Anteilnahme aussprechen. Ich habe leider meinen Vater durch Krankheit verloren und glaub zu wissen wie Du fühlst und wie es Dir geht.

    Liebe Grüße

    Josef

  • Lieber Josef, danke für deine Worte. Wie lange ist es her, dass du deinen Vater verloren hast? Konntest du dich damals in Ruhe verabschieden? alles Liebe Theresa

  • liebe Bettina!

    ich möchte dir mein aufrichtiges Beileid zum Tod deiner mama aussprechen.

    es ist schwer einen besonders lieben menschen zu dem man eine sehr enge bindung hat verliert.

    sie war ein teil deines lebens und hat dich wo immer es gegangen ist unterstützt.

    jetzt ist sie nicht mehr da und die ganze Verantwortung liegt bei dir und deinem mann.

    auch wenn er dir sehr viel hilft..,

    eine mama kamma halt net ersetzen.

    es muss ein riesen schock für dich gewesen sein als du deine mama aufgefunden hast und ihr nicht mehr helfen hast können.

    solche bilder so denk ich vergisst man wohl sein ganzes leben nicht.

    dass dich das alles belastet ist verständlich.

    trotz dieser schrecklichen Erlebnisse und deiner tiefen trauer versuchst du deine arbeit und deine familie unter einen hut zu bringen.

    das ist wohl sehr schwer und vor allem sehr belastend.

    es ist ganz wichtig dass du sowohl als du dich wegen deiner angstzustände eine Therapie gemacht hast.

    auch nachdem was alles passiert ist ist es ganz wichtig wieder in therapeutische Behandlung begeben hast.

    das wird dir hoffentlich helfen das ganze aufzuarbeiten.

    wenn du möchtest kannst du dich hier jederzeit hier melden.

    wir sind gerne für dich da um dich in dieser schweren zeit zu unterstützen.

    alles liebe elli

  • liebe teresa!

    auch dir möchte ich als erstes mein aufrichtiges beileid zum tod deiner mama aussprechen.

    einen geliebten menschen zu verlieren ist ein schwerer verlust .

    besonders wenn es sich um einen Elternteil handelt.

    mama ist mama...sie war etwas besonders und ein sehr wichtiger teil in deinem leben.

    niemand kann sie ersetzen...

    es ist verständlich dass du sie vermisst.

    du hast geschrieben

    ZITAT

    Morgens habe ich Angst vor dem Tag, weil ich nicht weiß, wie ich ihn bewältigen soll und abends habe ich Angst vor der Nacht, die immer ewig dauert:

    ZITAT ENDE

    das kann ich sehr gut verstehn.

    diese Hilflosigkeit der man hier ausgelieftert ist ist sehr schwer zu ertragen.

    ich hoffe du hast menschen um dich die für dich da sind...

    mit denen du reden kannst.

    aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen dass das sehr hilfreich sein kann.

    es ist gut dass du dich für eine Therapie angemeldet hast um das ganze aufzuarbeiten.

    ich hoffe sehr dass es dir hilft.

    ich möchte dir auch das Angebot machen dass du jederzeit herkommen kannst wenn du jemanden zum reden brauchst.

    hier gibt es menschen die für dich da sind und dich unterstützen wollen.

    alles liebe elli

  • liebe theres!

    da mir die anliegen der user hier sehr wichtig sind möchte ich (so wie josef es schon getan hat)nachfragen wie es dir ergangen ist.

    hast du jemanden der dich unterstützt?

    jemanden der dir bei der Bewältigung deines altags unterstimmt und dir ein wenig die Ängste nimmt?

    hast du mittlerweile mit der Therapie angfangen?

    wenn ja wie ist es dir dabei ergangen?

    ich weiss das sind sehr viele fragen.-

    vielleicht möchtest du die eine oder andre ja beantworten(wenns net möglich ist ist das auch ok.)

    wie du vielleicht schon festgestellt hast sind hier menschen die es wirklich gut mit dir meinen und dir helfen möchten.

    was immer grad anliegt.

    wir sind für dich da.

    melde dich einfach wenn es dir dannach ist.

    alles liebe elli

  • liebe bettina!

    es sind einige tage seit deinem letzten beitrag vergangen..und ich möchte nachfragen wie es dir ergangen ist.

    vielleicht wunderst du dich ein wenig darüber.

    aber es ist tatsächlich so dass mich hier die beiträge jedes einzelnen users berühren .

    ich möchte für euch da sein...möchte schaun wo der/die trauernden hilfe und unterstützung brauchen...

    es wäre sehr fein wenn du dich wieder einmal melden würdest.

    lg elli

  • Hallo ihr lieben ich habe vor 2 Wochen auch meine Mama plötzlich verloren , sie hatte auch von einer Minute auf die andere einen Herzinfarkt und wir haben sie in der Wohnung leblos gefunden , ich bin auch in eurem Alter(35) und habe einen Sohn , ich möchte euch mein Beileid aussprechen und würde gerne wissen wie es euch mittlerweile geht ?! Ich überlege auch eine Therapie anzufangen da ich ihren Tod nicht akzeptieren kann und mir lauter Fragezeichen im Kopf bleiben und ich irgendwann sonst wahnsinnig werde:( sie war meine Mama meine beste Freundin meine Schwester und alles was man sich wünschen kann , ihr Verlust ist als wäre ich auch gestorben

  • Hallo, auch ich habe meine Mama letztes Jahr Ende August nach einer ganz schlimmen neurologischen Erkrankung verloren. Von Beginn der Krankheit bis zu ihrem Tod waren das ganze 3 Jahre. Zusätzlich habe ich letztes Jahr einen Monat vor dem Tod meiner Mama auch noch meine langjährige Arbeit aufgrund einer Massenkündigung verloren. Ich bin jetzt 35jahre, habe keine Kinder. Die Krankheit meiner Mama war einfach nur furchtbar, ihre Persönlichkeit wurde regelrecht ausgelöscht, sie konnte am Ende kaum schlucken, sprechen und lag nur noch im Bett. Ich glaube sogar, dass sie meinen Bruder und mich gar nicht mehr erkannte. Ich kann nicht beschreiben wie furchtbar das war, danebenzustehen mit dem Gewissen dass es nicht mehr besser werden kann. Nichts dagegen tun zu können. Ich leide seit 3 Jahren an Agoraphobie, muss Antidepressiva nehmen. Es geht mittlerweile etwas besser, dennoch gibt es Tage da glaube ich ich drehe durch, ich schaff es nicht, steh neben mir. Den Wunsch Kinder zu bekommen ist komplett verschwunden. Die Trauer ist teilweise immer noch extrem stark. Viele wundern sich, dass es mir noch immer nicht ganz gut geht und meinen "jetzt ist das doch eh schon über ein Jahr her", mein Vater meinte sogar ich sei ein "Psycherl". Zum Glück hab ich einen lieben Partner und Freunde, mache zusätzlich Therapie.

  • liebe nadi!

    ich möchte dir mein aufrichtiges Beileid zum Tod deiner Mama aussprechen..

    deine Mama war ein besonderer mensch und ihr habt ein sehr innigliches Verhältnis gehabt

    die Tatsache dass ihr sie leblos aufgefunden habt und ihr nicht mehr helfen habt können ist sicher sehr belastend für euch.

    ich hoffe dass du durch deinen sohn aber auch verwandte und freunde Unterstützung bekommst.

    da es dir sehr schwer fallt zu akzeptieren dass sie nicht mehr da ist kann eine Therapie sehr hilfreich sein.

    denn hier kannst du mit professioneller hilfe das ganze aufarbeiten.

    aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen dass das sehr hilfreich sein kann.

    selbstverständlich hast du die Möglichkeit jederzeit ins Forum zu kommen um deine Gedanken niederzuschreiben..

    ich werde hier sein und dich so gut als möglich unterstützen.

    alles liebe elli

  • Hallo,

    ich habe meine Mama am 19 Mai 2018 verloren. Das war der 21te Geburtstag meines Sohnes. Meine Mama hatte Bauchfellkrebs. Hatte vor über 2 Jahren eine Lebenserwartung von 2 Wochen. Wir haben sehr viel gekämpft und ihr einen anderen Arzt gesucht. Er konnte sie auch 1,5 Jahre vom Krebs befreien. Doch er kam wieder. Jeden Arzt und Krankenbesuch waren wir bei ihr. Haben im Internet nach Alternativmethoden gesucht und ihre Ernährung komplett umgestellt. Die Ärzte meinten das sie dank uns so lange durchhielt und es an ein Wunder grenzt das sie so lange lebt. Man merkte wie sie abbaute. 2 Tage vor ihrem Tod war uns schon klar das meine geliebte Mama es nicht mehr lange durchhält. Sie hat für uns gekämpft, wollte nicht von uns gehen. Am 19 Mai hat sie den ganzen Tag zur Decke gestarrt und gesagt das sie später hoch komme. Sagte immer wieder nicht heute. Sie wollte nicht am Geburtstag meines Sohnes sterben. Sie quälte sich sehr damit. Sagte auch oft zur Decke das sie nicht weiss wie sie hoch kommt. Sie tat uns so leid. Meine Schwester und ich lagen mit ihr im Arm in ihrem Bett und haben ihr dann Kinderlieder vorgesungen die sie uns früher immer vorgesungen hat. Wir merkten wie sehr es sie beruhigte. Und zwar so sehr das sie ohne noch mal einen tiefen Atemzug zu machen während wir sangen am 19 Mai um 23 Uhr 38 für immer die Augen schloss. Sie hat es nicht geschafft bis zum nächsten Tag auszuhalten weil wir sie sehr beruhigten. Der Arzt hat uns erlaubt meine Mama bis zum nächsten Abend bei uns zu behalten. Für manche vielleicht merkwürdig aber meine Schwester und ich verbrachten diese Zeit in den armen unserer geliebten Mama. Die Welt zerbrach für mich. Die nächsten Tage stand ich unter beruhigungstabletten. Wäre sonst zusammen gebrochen. Ein paar Wochen nach ihrem Tod habe ich mir ihre Sprachnachrichten angehört um ihre Stimme zu hören. Jetzt zum eigentlichen Problem wo ich nicht mit klar komme. Seit fast 6 Monaten verdränge ich ihren Tod. Kann mir keine Fotos angucken oder an sie denken. Muss mich sofort ablenken. Wenn Freunde mich nach meiner Mama und ihrer Krankheit fragen, rassel ich es runter als würde ich über eine Fremde reden. Durch die verdrängung habe ich seit Monaten eine Magenschleimhautentzündung. Immer wenn ich an sie denke könnte ich los heulen und schreien, verdränge es aber. Jeder sagt mir das es nicht gut ist was ich mache. Was meint ihr sollte ich mir profesionelle Hilfe holen? Anfangs ging es, war für mich beruhigend das ich bei ihr war und durch das singen ihr die Angst zu sterben nehmen konnte. Meine Mama hielt mich im Arm als ich meinen ersten Atemzug machte und ich sie als sie ihren letzten tat.

  • Hallo ich bin Elen, meine Mutter ist im November gestorben. Ich hatte viele Jahre keinen Kontakt . Ich hatte immer das Gefühl sie mochte meinen Bruder lieber als mich. So lange ich sie im Kreis ihrer Lieben wusste. Mein Bruder hat eine sehr liebe Frau und drei Kinder. So lange war es okey... Im späten Sommer besann ich mich und nahm Kontakt auf, sie hat sich so gefreut. Doch schon im September kam sie ins Krankenhaus. Ich konnte sie noch ein paar Mal besuchen. Sie konnte in Frieden gehen. Jetzt aber weiss ich sie ist nicht mehr da und dass ich sie viel lieber hatte als mir bewusst war. Es tut so schrecklich weh.

  • hallo elen!

    da ich heute wieder ins forum gekommen bin und deinen beitrag gelesen habe möchte ich dir auf deinen beitrag antworten.

    als erstes möchte ich dir mein aufrichtiges beileid zum tod deiner mama aussprexhen.

    es ist schwer einen geliebten menschen zu verlieren.

    leider ist es oftals so dass familienmitglieder aus den verschiedenen gründen den kontakt zu den eltern abbricht.

    das ist für beide seiten sehr schwierig.

    das ist wohl bei dir und deiner mama so gwesen,

    auch wenn du gewusst hast dass sie im kreise der familie deines bruders gut aufgehoben ist hattest du das gefühl dass sie deinen bruder mehr liebt als dich.

    umso wichtiger war es dass du dich eines tages beschlossen hast wieder den kontakt mit ihr aufzunehmen.

    darf ich dich etwas fragen?

    hast du die möglichkeit gehabt mit ihr darüber zu reden und so alles zu klären?

    ich denke dass es für euch beide ganz wichtig war mit dieser sache abschliessen habt können.

    auch deine besuche im krankenhaus waren für sie von grosser bedeutung weil sie dich geliebt hat.

    so war es ihr möglich in frieden zu gehen.

    was dich betrifft...

    so war es eine der wichtigsten dinge im leben die du gemacht hast.

    denn so hast auch du ein gutes gewissen dass du noch mit ihr frieden schliessen hast können.

    auch wenn sie jetzt nicht mehr bei dir ist...aber in deimem herzen hat sie einen platz gefunden und wird immer bei dir sein.

    alles liebe ellil

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