Trauer um meine um alles geliebte Mom

  • Es ist 05:00 am Morgen, ich weiß nicht wirklich was ich hier tue. Aber mein Schmerz ist so groß und ich glaube ich schaffe es das alles nicht.
    Am 15.05.17 hatte meine Mutti eine Speiseröhrenspieglung, da sie nicht mehr richtig essen und schlucken konnte. Langes Warten auf die Biopsie, viele Untersuchungen und
    dann die Diagnose Speiseröhrenkrebs. Aber der Onkologe hat ihr und uns Mut gemacht, Chemo, Bestrahlung und Operation und sie hätte eine sehr gute Chance auf Heilung.
    Ich habe mich daran so fest gehalten. Am Montag haben wir unsere Mutti in die Klink gebracht, vor der Chemo sollte sie einen Port bekommen und eine Magensonde, damit sie,
    wenn sie gar nicht mehr richtig essen kann, ernährt wird. Nach einer vierstündigen OP, es kam zu einer Komplikation, eine Wunde hat immer wieder geblutet und musste verschlossen und beobachtet werden,
    konnte ich meine Mom wieder in die Arme nehmen.
    Aber ihr ging es garnicht gut, meine Mom hatte 1968 TB und ihre Lunge war geschädigt, COP, Diabetes. Narkosen hatte sie schon immer sehr schlecht
    vertragen und ihr war so übel. Am nächsten Tag ging es ihr ein wenig besser, sie hat auf dem Bett gesessen mit mir gescherzt, wie immer mir ihre ganze Liebe geschenkt. Aber ihr war so schlecht, ihr war so übel und kein Arzt wusste was er machen sollte, außer zum hundertsten Mal Röntgen. Dann, gestern noch einmal ein CT, der Dünndarm hatte einen Knick, sie musste sofort operiert werden, da der Magen und Darm noch mit Essen etc. gefüllt war und sie einen Darmverschluss vermeiden wollten.
    Meine Tochter war im Krankenhaus, wir haben und immer abgewechselt, die letzten Tage war es so heiß und nach meinen Herzinfarkt konnte ich die weite Strecke zum Krankenhaus in der Hitze nicht machen.
    Aber vielleicht hätte ich es doch machen sollen? Ich hab sie im Stich gelassen!
    Nach vier qualvollen Stunden, bekam ich einen Anruf vom Chirurgen, ich sollte ins Krankenhaus kommen, es gab eine Komplikation, Mama kämpft.
    Für mich brach eine Welt zusammen, meine Kinder, ich und meine Geschwister sind sofort in das Krankenhaus gefahren, aber meine Mama hat leider den Kampf verloren.
    Während der OP ist Mageninhalt in der Lunge gekommen, die Lunge hat nach ein paar Stunden trotz Herz- Lungen Maschine versagt.
    Für mich ist in diesem Moment eine Welt zerbrochen und ich habe Angst, so eine schreckliche Angst, ich weiß nicht wie ich es schaffen soll.
    1996 ist mein Papa mit 55 Jahren an Krebs verstorben, mein Exmann stand nicht zu mir und ich habe mit zwei kleinen Kindern, meiner Mom und Geschwister es irgenwie geschafft zu leben. Aber auch nur, weil wir als Familie immer zueinander standen und Mutti unser Mittelpunkt war.
    Und nun? Sie ist einfach nicht mehr da, ich weiß nicht was ich ohne sie machen soll. Und ich mache mir so große Sorgen um meinen Bruder, mein Bruder ist zwar schon 52 aber er hat mit Mutti in einem Haus gewohnt. Sie hat für ihn gesorgt, sie war nicht alleine, meine Mom hat nicht nur für ihn sonder für uns immer alles gemacht. Mutti brauchte die Familie, sie ist sogar morgens um 4:00 aufgestanden und
    hat meinen Bruder die Arbeitsstullen gemacht und Kaffee gekocht. So war Mama, das brauchte sie, ihre Kinder.
    Ich habe meinen Bruder noch nie weinen gesehen, als mein Papa starb, hat er für sich alleine getrauert, weil er stark für seine Nichten sein wollte.
    Und nun, wie soll es weiter gehen, er geht zugrunde, so alleine. Ich mache mir Sorgen.
    Und überhaupt wie geht es weiter? Die Nacht war schlimm und ich habe mir immer wieder gesagt, vielleicht hat Mutti ihren Zeitpunkt selber bestimmt, denn sie wollte niemals künstlich ernährt werden, niemals an Maschinen liegen , niemals so qualvoll sterben wie Papa.Ich glaube sie hat die OP und den Kampf nur wegen uns aufgenommen, weil wir immer wieder gesagt haben sie muss kämpfen wir brauchen sie.
    Und jetzt? Jetzt ist sie nicht mehr da, mein Herz ist schwer, ich mache mir um meine Kinder (auch wenn sie schon erwachsen sind) und um meinen Bruder solche Sorgen. Im Moment funktioniere ich nur noch, weil ich alles regeln muss, Kripo (wurde weil es kein natürlicher Tot war, eingeschaltet) Beerdigung... Aber was dann? Ich kann nicht zu meinem Bruder ziehen, ich kann es nicht verstehen, dass sie nicht mehr da ist. Ich musste immer nach der Arbeit anrufen, nur kurz, ihr sagen ich bin daheim, damit sie beruhigt ist. Und nun? Ich weiß auch nicht warum ich hier schreibe, aber ich muss es raus lassen. Ich habe das Gefühl ich bin ganz alleine, sie fehlt mir so, ich vermisse sie so, ich habe Angst.

  • liebe konni!

    erst mal herzlich willkommen hier bei uns im Forum.

    es ist gut dass du dich hier angemeldet hast um über deinen kummer zu schreiben..

    weisst du das kann sehr hilfreich sein .

    wie gross der schmerz ist kann man beim lesen deiner zeilen spüren..

    es ist schwer wenn man einen geliebten menschen verliert.

    besonders wenn es sich um einen Elternteil in deinem fall deine Mama betrifft-

    denn zu ihr hattest du eine besondere Beziehung.

    du hast als es ihr nicht gut ging und sie weder essen noch schlucken konnte zu dieser Untersuchung begleitet-

    du warst für sie da als sie vom arzt die diagnose bekommen hat war es für euch bestimmt ein schock der schwer zu verkraften .

    aber du warst für

    obwohl der arzt euch mut gemacht hat dass nach chemo bestrahlung und operation gute Chancen auf Heilung hätte kam es immer wieder zu gesundheitichen Problemen und es waren weitere Operationen notwendig.

    es war sicher eine schwere zeit zwischen hoffen und bangen..

    das auf und ab..mal ging es ihr besser dann wieder schlechter...

    ZITAT

    Meine Tochter war im Krankenhaus, wir haben und immer abgewechselt, die letzten Tage war es so heiß und nach meinen Herzinfarkt konnte ich die weite Strecke zum Krankenhaus in der Hitze nicht machen.


    Aber vielleicht hätte ich es doch machen sollen? Ich hab sie im Stich gelassen

    ZITAT ENDE

    du solltest dir auf keinen fall solche vorwürfe machen..

    du hast sie an diesem tag auf grund deiner herz op die du hattest und der Hitze nicht besuchen können.

    das wäre für dich gefährlich werden und du hättest gesundheitliche Probleme bekommen können.

    das hätt deine Mama sicher verstanden....

    du hast geschrieben..

    ZITAT


    Nach vier qualvollen Stunden, bekam ich einen Anruf vom Chirurgen, ich sollte ins Krankenhaus kommen, es gab eine Komplikation, Mama kämpft.


    Für mich brach eine Welt zusammen, meine Kinder, ich und meine Geschwister sind sofort in das Krankenhaus gefahren, aber meine Mama hat leider den Kampf verloren.

    Während der OP ist Mageninhalt in der Lunge gekommen, die Lunge hat nach ein paar Stunden trotz Herz- Lungen Maschine versagt


    ZITAT ENDE


    es war für euch sicher ein grosser schock als ihr erfahren habt dass sie verstorben ist.

    eure trauer ist gross und das ist verständlich...

    ihr habt euren vater der ebenfalls krebs hatte so früh verloren du hast damals keine Unterstützung deines exmannes für dich und die kinder bekommen und musstest alles alleine regeln und nun der verlust eurer mana.

    das ist sehr schwer zu verkraften.ZITAT


    Die Nacht war schlimm und ich habe mir immer wieder gesagt, vielleicht hat Mutti ihren Zeitpunkt selber bestimmt, denn sie wollte niemals künstlich ernährt werden, niemals an Maschinen liegen , niemals so qualvoll sterben wie Papa.Ich glaube sie hat die OP und den Kampf nur wegen uns aufgenommen, weil wir immer wieder gesagt haben sie muss kämpfen wir brauchen sie.


    ZITAT ENDE

    es wird schon so sein wie du es geschrieben hast.. dass eure mama die op und auch den kampf wegen euch aufgenommen hat...

    was sie aber auf keinen fall wollte dass künstlich ernährt werden und auch an keiner lebensverlängerungs Maschine liegen denn sie hat ja miterlebt wie es bei eurem vater war und das wollte sie nicht.

    sie hat womöglich auch gespürt dass sie es trotz eurer inniglichen bitte nicht mehr schaffen wird. und hat sich entschieden zu gehen...

    das ist natürlich sehr schwer zu akzeptieren..

    dass ihr sie vermisst ist verständlich.

    denn sie war der Mittelpunkt eurer Familie..

    und nun ist sie nicht mehr da.

    Neben all den dingen um die du dich jetzt kümmern musst( untersuchung der kripo begräbnis ..)ist da noch die sorge um deinen bruder der mit eurer Mama im haus gelebt und die ihn versorgt hat.

    es ist verständlich dass du nicht zu ihm ins haus ziehn könnt.

    habt ich hier schon eine lösung gefunden?

    natürlich stehn die Vorbereitungen ums Begräbnis im Vordergrund.

    da hat man so viel zu tun.

    da ist es wichtig dass die Familie in dieser schwierigen zeit sich gegenseitig unterstützt.

    oftmals ist es so dass man in der zeit nur funktioniert und erst wenn das Begräbnis vorbei ist mit dem trauerprozess beginnen kann.

    ich hoffe du hast neben deiner Familie auch menschen um dich die für dich da sind.

    mit denen du reden kannst und auch mal an sie lehnen und weinen kannst..

    denn das ist ganz wichtig.

    ich möchte dir anbieten dass du jederzeit herkommen und dich melden kannst wenn du jemanden zum reden brauchst.

    denn das kann sehr hilfreich sein.

    melde dich einfach wenn dir dannach ist.

    alles liebe und eine ganz herzliche und tröstende Umarmung von mir für dich-.

    alles liebe elli

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